Klaus Allofs, einst als Spieler und Manager erfolgreich bei Werder Bremen und aktuell im Vorstand von Fortuna Düsseldorf, feiert am Sonntag seinen 65. Geburtstag.
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Klaus Allofs, einst als Spieler und Manager erfolgreich bei Werder Bremen und aktuell im Vorstand von Fortuna Düsseldorf, feiert am Sonntag seinen 65. Geburtstag.

Erfolgreich als Spieler und Manager

Titel, Tore und Trophäen: Werder-Legende Klaus Allofs wird 65

Europameister, Vize-Weltmeister und viele weitere Titel als Spieler oder Manager hat Klaus Allofs auf seinem bisherigen Lebensweg gesammelt. Nie als Lautsprecher, aber immer selbstbewusst. Die Legende des SV Werder Bremen steht heute noch in den Top-Ten der besten Torjäger der Bundesliga-Geschichte. Am Sonntag wird Allofs 65.

Düsseldorf - Sein Markenzeichen ist der Erfolg. Klaus Allofs hat in seiner außergewöhnlichen Karriere wenige Rückschläge erlitten, ob als Fußballprofi oder Funktionär, selbst im Galopprennsport hat der Pferdeliebhaber und -besitzer bemerkenswerte Siege gefeiert. „Es geht doch darum, dass man es möglichst schafft, das zu tun, was einem auch Spaß macht. Das habe ich im Leben fast immer hinbekommen“, sagte Allofs, der Ex-Spieler und -Manager des SV Werder Bremen, der Deutschen Presse-Agentur vor seinem 65. Geburtstag an diesem Sonntag.

Mit der Rückkehr in seine Heimatstadt und dem Engagement im Vorstand von Fortuna Düsseldorf hat der Europameister und EM-Torschützenkönig von 1980 nach einer kleinen Auszeit wieder den Alltag im Fußball gesucht - von Renten-Dasein keine Spur. „Man könnte jetzt sagen, mit der Rückkehr schließt sich der Kreis. Aber ich hoffe, dass der Kreis noch nicht geschlossen ist“, sagte Klaus Allofs.

Klaus Allofs: Werder Bremen war sein großes Ding - Titelgewinne als Spieler und Manager

Als Spieler wie als Manager hat der 56-malige Nationalspieler fast alle möglichen Titel gesammelt. Meister, Pokalsieger, auch in Frankreich, Europapokalsieger, Europameister und Vize-Weltmeister ist er geworden, zweimal Bundesliga-Torschützenkönig. Mit 177 Treffern steht er wohl noch lange Zeit unter den Top-Ten-Torjägern der Bundesliga-Geschichte. „Für mich ist es das schöne, dass ich eine Vielzahl von Erfolgen auch nach meiner aktiven Karriere feiern konnte, und das ist noch nicht so lange her. Insgesamt ist es ein großes Glück, den Fußball und seine Entwicklung über eine so lange Zeit aktiv mitzuerleben und mitzugestalten.“

Angefangen hat alles mit „tollen Jahren“ in Düsseldorf, später auch in Köln, doch sein großes Ding war Werder Bremen, wo er seine aktive Karriere äußerst erfolgreichen beenden konnte und im zweiten Anlauf mit Trainer Thomas Schaaf eine Ära mit spektakulären Titelgewinnen prägen konnte. „Das war einfach wunderbar, dort mit besonderen Menschen unter besonderen Bedingungen zu arbeiten“, sagte ehemalige Torjäger. Auch die unmittelbar anschließenden Jahre beim VfL Wolfsburg möchte er nicht missen. „Dort habe ich für meinen Beruf optimale Voraussetzungen vorgefunden und konnte so arbeiten, wie ich mir das immer vorgestellt habe“, sagte Klaus Allofs.

Wenn was fehlt zum Karriere-Glück, dann vielleicht der WM-Titel, an dem er 1990 als fast 34-Jähriger nach Verletzung nicht mehr beteiligt war. Und als Trainer, der er eigentlich auch werden wollte, hat er nach einem kurzen Intermezzo bei Fortuna Düsseldorf mit anschließender Beurlaubung nicht mehr weitergearbeitet. Auch weil sich die Möglichkeit bot, bei Werder Bremen die Funktionärslaufbahn einzuschlagen.

Werder Bremen-Legende Klaus Allofs für Fortuna Düsseldorf „ein absoluter Glücksfall“

Und nun wieder Fortuna? In sehr schwierigen Zweitligazeiten? Der Reiz, ob es in Düsseldorf mit Dingen geht, die in Bremen oder Wolfsburg funktioniert haben, war der Ansporn. „Ich sollte ja gelernt haben, auch schwierige Situationen zu lösen. Aber manchmal geht es nicht so schnell und man benötigt Geduld“, sagte Allofs.

Bei Fortuna sei Geduld aber nicht wie bei Werder Bremen in der Vereinssatzung festgeschrieben. „Man redet hier schnell vom schlafenden Riesen und natürlichen Erstligisten - die Wahrheit sieht anders aus. Fortuna hatte in den vergangenen 20 Jahren drei Erstligajahre. Das sagt eigentlich alles.“ Sein früherer Fortuna-Mitspieler Detlev Szymanek traut ihm zu, dass er in Düsseldorf etwas bewegen kann. „Klaus Allofs ist mit seiner Ruhe und Besonnenheit ein absoluter Glücksfall für Fortuna“, sagte der ehemalige Bundesligaprofi.

Gefeiert wird am Sonntag natürlich, aber im kleinen Kreis. Als Feierbiest ist Allofs eigentlich auch nicht bekannt. „Ich brauche nicht unbedingt Geburtstag, um etwas Besonderes zu machen. Wir werden irgendwo zum Essen sein. Ganz unspektakulär“. (dpa)

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