Klaus Filbry spricht sich für eine Gehaltsobergrenze bei Werder Bremen und Co. aus.
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Klaus Filbry spricht sich für eine Gehaltsobergrenze bei Werder Bremen und Co. aus.

Deckelung der Kaderkosten

Werder-Boss Filbry spricht sich für Gehaltsobergrenzen im Profi-Fußball aus

Bremen - Es ist ein Thema, das schon seit langer Zeit durch den Profi-Fußball wabert und immer mal wieder an Aktualität gewinnt - nun hat es Klaus Filbry mit konkreten Zahlen wieder in den Fokus gerückt. Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ sprach sich der Vorsitzende der Geschäftsführung des SV Werder Bremen für die Einführung von Gehaltsobergrenzen aus und machte Vorschläge, wie diese aussehen könnten.

Die Deckelung der Kaderkosten sieht Filbry generell als Chance, „aus dem Rattenrennen auszusteigen“. Der 54-Jährige wies darauf hin, dass Werder Bremen in Konkurrenz mit Vereinen stehe, „die aufgrund ihrer Gesellschafterstruktur andere finanzielle Möglichkeiten haben“. Gemeint ist die berühmte Schere zwischen Arm und Reich, die im Profi-Fußball seit Jahren beständig weiter auseinander geht. Eine Gehaltsobergrenze, so die Hoffnung des Werder-Geschäftsführers, könne auf Sicht wieder für einen ausgeglicheneren Wettbewerb in der Bundesliga und auch international sorgen. Schließlich stünden auch die deutschen Branchen-Riesen FC Bayern München und Borussia Dortmund vor der großen Herausforderung, „mit Vereinen von Staatskonzernen oder Oligarchen mithalten zu müssen“.

Bundesligisten wie Werder Bremen sollen laut Klaus Filbry maximal 100 Millionen Euro Kaderkosten haben

Filbry untermauerte seinen Vorstoß dabei mit konkreten Zahlen, die sich am sportlichen Abschneiden des jeweiligen Vereins orientieren sollen. Seine Idee: „200 bis 250 Millionen Euro Kaderkosten für einen Champions-League-Club, 150 Millionen Euro für einen Europa-League-Teilnehmer und 100 Millionen Euro für einen Bundesligisten.“ Von dieser Grenze sind die Bremer übrigens noch sehr weit entfernt. Aktuell belaufen sich die Personalkosten für den Profi-Kader des SV Werder Bremen auf 45 bis 50 Millionen Euro. Gut möglich, dass Filbry die Debatte demnächst auch innerhalb der Deutschen Fußball Liga (DFL) neu anschiebt. „Das Thema Gehaltsobergrenzen sollten wir unbedingt innerhalb der DFL thematisieren“, betonte er. (dco) Auch Interessant: Wegen Anleihe: Werder Bremen legt Schuldenstand offen – Gefahr einer Insolvenz und eines Punktabzugs. Update: Werder vor der Insolvenz? Filbry sieht „keine Gefahr“.

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