Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald darf mit seiner Wiederwahl rechnen.
+
Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald darf mit seiner Wiederwahl rechnen.

Stark gestiegene TV-Gelder sorgen für eine positive Bilanz

Ein kleines Plus und ein sicherer Präsident

Bremen - Zahltag und Wahltag bei Werder: Am Montagabend steigt um 19 Uhr in der Werder-Halle an der Hemelinger Straße die Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen.

Dabei wird Werder-Boss Klaus Filbry zum dritten Mal in Folge eine positive Bilanz der ausgegliederten Profi-Abteilungen vorlegen, wenngleich der Überschuss mit 500.000 Euro für die Saison 2017/18 nicht unbedingt üppig ausfällt und der Umsatz sogar gesunken ist. Die Zahlen dahinter sind dennoch sehr interessant. Zudem darf Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald mit seiner Wiederwahl rechnen, was alles andere als unbedeutend ist.

Verfolgt das Werder-Spiel gegen den SC Freiburg in unserem Liveticker!

Es lief nicht immer alles glatt

Vor vier Jahren trat Hess-Grunewald die Nachfolge von Klaus-Dieter Fischer an. Die Fußstapfen waren extrem groß. Es lief bei Hess-Grunewald längst nicht immer alles glatt, es gab durchaus kritische Stimmen. Auch bei seinem klaren Statement gegen die AfD. Aber die Anerkennung für so eine deutliche Stellungnahme und Hervorhebung der Werte des SV Werder war deutlich größer. Der 58-Jährige hat an Profil gewonnen, wenngleich seine Einflussmöglichkeiten als Geschäftsführer etwas beschnitten wurden. Die Verantwortung für das Nachwuchsleistungszentrum trägt nun Geschäftsführer-Kollege Frank Baumann.

Werder-Sportchef und neuer Leiter des Nachwuchsleistungszentrum Frank Baumann.

Einen Gegenkandidaten für Hess-Grunewald als Präsident gibt es nicht. Gleiches gilt für seine beiden Kollegen im geschäftsführenden Präsidium Jens Höfer (Vize-Präsident) und Axel Plaat (Schatzmeister). Zudem ist sicher, dass Hess-Grunewald wie gehabt vom Verein in die Geschäftsführung der Kapitalgesellschaft für den Profisport entsendet wird.

Werder profitiert extrem vom neuen TV-Vertrag

Es bleibt also alles beim Alten – wie auch beim Konzernergebnis. Die Profiabteilung hat ein Plus von 500.000 Euro erwirtschaftet. Hätten keine Rücklagen in Höhe von einer Million Euro für eine mögliche Beteiligung an Polizeikosten gebildet werden müssen, wäre der Gewinn deutlich höher gewesen – auch als letztes Jahr. Da waren es 700.000 Euro, in der Spielzeit davor 2,8 Millionen Euro.

Interessant bei den Zahlen: Es gibt eine starke Umgewichtung. Werder profitiert extrem vom neuen TV-Vertrag und konnte es sich dadurch leisten, wesentlich geringere Transfererlöse zu erzielen. Dabei half auch ein Zuwachs im Sponsoring und im Spielbetrieb (also Ticketverkauf). Die genauen Zahlen werden am Montagabend von Filbry verkündet. Die Bundesliga-Mannschaft wird mit dem Trainerteam und dem Mannschaftsrat um Kapitän Max Kruse vertreten sein.

(Die DeichStube versorgt euch mit einem Liveticker von der Mitgliederversammlung)

Schon gesehen?

Werder-Sportchef über Montagsspiele, Pyrotechnik und Rücklagen für Polizeikosten

Mehr News zu Werder Bremen

Neuer Umsatzrekord für den SV Werder Bremen: Wie Klaus Filbry auf der Mitgliederversammlung des Bundesligisten bekanntgab, hat der Club in der Saison 2018/19 einen Umsatz von 157,1 Millionen Euro erzielt.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare