Für Werder Bremen wird es zum Ende der Saison nicht einfacher. Jetzt ist Coach Florian Kohfeldt gefragt, im Team für Sicherheit und Stabilität zu sorgen.
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Für Werder Bremen wird es zum Ende der Saison nicht einfacher. Jetzt ist Coach Florian Kohfeldt gefragt, im Team für Sicherheit und Stabilität zu sorgen.

Die Abstiegsangst ist zurück!

Kommentar: Coach Florian Kohfeldt muss bei Werder Bremen für Sicherheit sorgen 

Ein Kommentar von Björn Knips. Sie ist wieder da – die Abstiegsangst! Dafür hat nicht nur die vierte Pleite von Werder Bremen in Folge gesorgt, diese Entwicklung war angesichts des Spielplans mit vielen Partien gegen Spitzenteams durchaus erwartbar. Es ist vor allem die Verletzung von Ömer Toprak, die Furcht einflößt. Der Abwehrchef ist nicht zu ersetzen. Wer gibt dieser Mannschaft nun den nötigen Halt – gerade in der Defensive? Die Antwort heißt Florian Kohfeldt!

Der Trainer hat vor vier Wochen direkt nach dem Sieg in Bielefeld, als der Vorsprung auf die Abstiegszone beruhigende elf Zähler betrug, einen Kurswechsel angekündigt: Werder Bremen sollte endlich wieder ansehnlicheren Fußball spielen und nicht nur arbeiten. Nachvollziehbar, jeder möchte doch besser ausschauen. Und es geht schließlich auch um die Entwicklung einer Mannschaft. Aber in diesen Corona-Zeiten geht es noch mehr um das sportliche und damit auch das wirtschaftliche Überleben des Clubs. Aussehen und Ansehen der Beteiligten müssen da in den Hintergrund treten, bis der Klassenerhalt perfekt ist. So schwer es auch fällt. Und Kohfeldt fällt es sehr schwer, nicht seinen Offensiv-Fußball zu sehen, das betont er immer wieder.

Werder Bremen überraschte mit Taktik gegen RB Leipzig

Seinen Kurs hat er trotzdem schon wieder verändert, gegen Leipzig wurde nicht mehr hinten rausgespielt, es sollte einfach und schnell nach vorne gehen. Allerdings mit einer Überraschungstaktik und mit überraschendem Personal. Kohfeldt hat etwas ausprobiert, wie er selbst gesagt hat, weil er sich den Leipzigern nicht einfach so ergeben wollte und sein Kader auch besondere Tücken aufweist. Als Leistungsträger vorgesehene Profis wie Kevin Möhwald sind eben nicht voll belastbar. Und einen echten Sechser hat sich Werder Bremen in dieser Saison gespart, weshalb es nur Notlösungen geben kann. Kohfeldts Plan ist schiefgegangen. Das kann, das darf auch mal passieren – gerade mit jungen Spielern. Doch es muss die Ausnahme bleiben und Kohfeldt nach dem Toprak-Ausfall vor allem für eines sorgen: Stabilität in der Defensive. Egal wie und ohne Experimente! Dieses Team braucht Sicherheit, um die Abstiegsangst zu vertreiben. (kni)

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