Die Verantwortlichen des SV Werder Bremen haben auf der Mitgliederversammlung einen Millionen-Gewinn verkündet - doch auf Dauer braucht der Bundesligist einen Investor, meint DeichStuben-Chefredakteur Björn Knips in seinem Kommentar.
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Die Verantwortlichen des SV Werder Bremen haben auf der Mitgliederversammlung einen Millionen-Gewinn verkündet - doch auf Dauer braucht der Bundesligist einen Investor, meint DeichStuben-Chefredakteur Björn Knips in seinem Kommentar.

Werder-Mitgliederversammlung

Auf Dauer hilft Werder Bremen nur ein Investor - ein Kommentar

Ein Kommentar von Björn Knips. Die Zahlen sind wirklich gut, Werder Bremen macht endlich wieder Plus. Die Verantwortlichen haben das Vertrauen der Mitglieder völlig zu Recht zurückerlangt.

Auffällig dabei: Sowohl Geschäftsführung als auch Aufsichtsrat betonen, wie vertrauensvoll und vor allem konstruktiv ihre Zusammenarbeit ist. Es hat sich ausgezahlt, dass der vor einem Jahr zu zwei Dritteln neu besetzte Aufsichtsrat trotz der sportlichen und wirtschaftlichen Krise mit den vorhandenen Führungskräften Klaus Filbry und Frank Baumann weitergemacht hat.

Kommentar: Werder Bremen hat sich stabilisiert, aber kann sich keineswegs sicher fühlen

Dennoch ist nur ein Zwischenziel erreicht. Werder Bremen hat sich stabilisiert, aber kann sich keineswegs sicher fühlen. Weder sportlich in der Bundesliga noch beim Blick aufs Konto. Das Eigenkapital ist weiterhin negativ (14 Millionen Euro), dazu kommen Kredite und eine Anleihe in Höhe von insgesamt 40 Millionen Euro.

Wie will Werder Bremen dieser Schuldenfalle jemals entkommen? Allein durch Transfers dürfte das in den kommenden Jahren jedenfalls schwierig werden. Es sei denn, Niclas Füllkrug wird in Katar mit zehn Toren WM-Torschützenkönig und ein englischer Club dreht daraufhin durch. Zugegeben, nicht gerade ein realistisches Szenario.

Kommentar: Eigentlich hilft Werder Bremen nur der Einstieg eines finanzstarken Investors

Eigentlich hilft Werder Bremen nur der Einstieg eines finanzstarken Investors, den sie im Verein lieber „strategischer Partner“ nennen und schon seit vielen Jahren vergeblich suchen. Möglich, dass diese Suche schon bald ein Ende hat. Denn wer während sowie nach der Mitgliederversammlung am Sonntag im Konzerthaus „Die Glocke“ ganz genau zugehört hat, der weiß, dass Werder sich derzeit intensiver als jemals zuvor mit diesem zukunftsweisenden Thema beschäftigt. (kni)

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