Niclas Füllkrug von Werder Bremen fährt zur WM 2022: Ein Fußball-Märchen - und ein Sinnbild für Werders Entwicklung.
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Niclas Füllkrug von Werder Bremen fährt zur WM 2022: Ein Fußball-Märchen - und ein Sinnbild für Werders Entwicklung.

Ein Sinnbild für Werders Entwicklung

Werder-Kommentar: Niclas Füllkrug fährt zur WM 2022 – ein Bremer Fußball-Märchen

Ein Kommentar von Daniel Cottäus. Unter einem Märchen, das verrät ein kurzer Blick ins Lexikon, versteht man in allererster Linie eine Prosaerzählung, die wunderbare Begebenheiten zum Gegenstand hat – und so betrachtet, erlebt der Fußballer Niclas Füllkrug gerade genau das: ein Märchen. Dass nämlich der Torjäger des SV Werder Bremen im Winter 2022 an der Weltmeisterschaft in Katar teilnehmen wird, war vor noch gar nicht allzu langer Zeit, nun ja, vollkommen undenkbar.

Mit Werder Bremen aus der Bundesliga abgestiegen, in Liga zwei dann große Startschwierigkeiten gehabt – und nach einem Zoff mit Clemens Fritz sogar vorübergehend vom Training suspendiert. Für Schlagzeilen dieser Art sorgte Niclas Füllkrug im Herbst 2021. Dann begann das Märchen, reihte Füllkrug plötzlich Tor an Tor und präsentierte sich bis heute so stark wie noch nie. Dass er nun mit in die Wüste fliegt, ist deshalb nicht nur absolut verdient, sondern auch sportlich alternativlos.

Kommentar: WM-Kader-Nominierung von Niclas Füllkrug auch für Werder Bremen ein schönes Sinnbild

Im Kader von Bundestrainer Hansi Flick verkörpert Füllkrug als klassischer Mittelstürmer einen Spielertypen, den es so kein zweites Mal gibt, der taktisch wertvolle Optionen bringt. Spätestens nach dem Ausfall von Lukas Nmecha lag seine Nominierung deshalb auf der Hand. Dass dem Profi von Werder Bremen die internationale Erfahrung fehlt, ist natürlich richtig, taugte angesichts von Füllkrugs starker Form aber nicht als Argument gegen ihn. Zumal er dem DFB-Team mit seiner unbekümmerten Art auch abseits des Platzes als Typ guttun sowie die Rolle des Ergänzungsspielers mit womöglich wenig Einsatzzeit ohne zu murren akzeptieren wird. Als Tourist fliegt Niclas Füllkrug aber freilich nicht zur WM. Vielmehr hofft Flick, dass der Bremer sein „Momentum“ auch in Katar weiterhin nutzt.

Ganz unabhängig davon, ob es ihm gelingt oder nicht – stolz sein darf Niclas Füllkrug schon jetzt. Wie übrigens auch der komplette SV Werder Bremen, dessen starke Entwicklung im vergangenen Jahr mit dem WM-Fahrer nun ein schönes Sinnbild gefunden hat. (dco)

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