Wird es für Werder Bremen im Abstiegskampf nochmal gefährlich? Trainer Florian Kohfeldt will noch nicht entspannen und sieht sein Team gewappnet.
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Wird es für Werder Bremen im Abstiegskampf nochmal gefährlich? Trainer Florian Kohfeldt will noch nicht entspannen und sieht sein Team gewappnet.

Konkurrenz punktet überraschend gut

Wird es noch mal gefährlich? Werder Bremen bereitet sich mit langem Trainingsblock auf die heiße Endphase vor

Bremen – Genug geruht! Nach vier arbeitsfreien Tagen nimmt Werder Bremen am Donnerstag wieder das Training auf, und es beginnt die Vorbereitung auf die heiße Phase der Saison. Acht Spieltage sind noch zu absolvieren – acht Spieltage, in denen die Bremer nur diesen einen Auftrag zu erfüllen haben: Bloß nicht noch mal unten reinrutschen!

Dass das kein Selbstläufer wird, zeigen aber schon die kommenden drei Partien. Der aktuelle Tabellenzwölfte muss gegen den starken Aufsteiger VfB Stuttgart sowie die Spitzenteams RB Leipzig und Borussia Dortmund ran – für Werder Bremen ein hammerhartes Programm, das auf den Pleiten-Doppelpack gegen Bayern München (1:3) und den VfL Wolfsburg (1:2) folgt.

Dass bei diesen Gegnern kein Punkteregen für die Bremer zu erwarten ist, liegt auf der Hand. Wenn es ganz dumm läuft, dann rückt Werder in den kommenden Wochen sogar wieder ganz nahe heran an den Relegationsplatz. Das ist Trainer Florian Kohfeldt einerseits bewusst, wie er sagt: „Wir wissen, wie schwer es noch wird. Entspannung bei mir? Null. Und bei der Mannschaft auch.“ Andererseits versprüht er Optimismus, dass das Team den von elf auf sieben Punkte geschmolzenen Vorsprung auf die Abstiegszone sicher ins Ziel bringen wird. Einen erneuten zähen Abstiegskampf sieht er jedenfalls nicht auf sich zukommen. „Ich sehe da keine Gefahr“, sagt er – denn: „Ich sehe bei uns absolute Wachsamkeit. Was die Mentalität angeht, lassen die Jungs nicht ein bisschen nach. Das werden wir auch weiterhin so machen.“

Werder Bremen: Konkurrenten punkten überraschend im Abstiegskampf

Wäre ja gut. Ein Automatismus wird es schließlich nicht sein, dass das aktuelle Polster tatsächlich reicht. Es ist zwar viel Spekulation dabei, Werder Bremen schon in Kürze wieder in Schlagdistanz zum Relegationsplatz zu sehen, aber möglich ist es allemal. Schließlich hat bei den Teams von unten zuletzt das große Frühlingserwachen eingesetzt. Siehe das vergangene Wochenende: Hertha BSC gewann 3:0 gegen Bayer Leverkusen, Mainz 05 2:1 bei 1899 Hoffenheim. Und der 1. FC Köln verpasste beim 2:2 gegen Borussia Dortmund einen Sieg nur ganz knapp. Es waren Resultate, wie sie immer wieder auf der Zielgeraden einer Saison zustande kommen: Auf einmal geht, was wochenlang und auch kurz vorher noch unmöglich erschien. Zudem stehen im letzten Tabellendrittel in den kommenden Wochen interessante Direktvergleiche an – Mainz 05 spielt zum Beispiel nacheinander gegen Arminia Bielefeld, den 1. FC Köln und Hertha BSC.

Sollte in diesen Spielen kreuz und quer jeder dieser vier Werder-Verfolger seine drei Punkte holen und Köln noch einen zusätzlichen Punkt ergattern, die Bremer aber zeitgleich gegen Stuttgart, Leipzig, Dortmund leer ausgehen, wäre alles wieder offen. Dann wären sieben Punkte auf drei zusammengeschmolzen. Und die Partie gegen Mainz 05 am 30. Spieltag würde – wie schon in der Hinrunde – zum großen Weichensteller.

Zehn Tage Training: Werder Bremen will gegen VfB Stuttgart unbedingt punkten

Viel Theorie, viel Hätte, Wenn und Aber – zugegeben. Aber das Modell zeigt, was Werder Bremen im April zustoßen kann. Und es zeigt, wie wichtig das Spiel beim VfB Stuttgart am Ostersonntag als vermeintlich am wenigsten schwere Aufgabe sein wird. Es ist die Chance, Gefahr gar nicht erst aufkommen zu lassen. „Gegen Stuttgart wollen wir unbedingt Punkte holen“, meint Kohfeldt.

Zehn Tage hat der Coach ab Donnerstag Zeit, seinen durch neun Länderspielabstellungen dezimierten Kader auf das Spiel vorzubereiten. Für ihn ist es die Möglichkeit, die großen Defizite der vergangenen Wochen auszumerzen. „Wir wollen an der Spieleröffnung und an Tempoaktionen ins letzte Drittel arbeiten. Ich wünsche mir mehr Torchancen. Aber das müssen wir als Kollektiv umsetzen, und das ist schon ein Stückchen Arbeit.“ (csa)

Werder Bremen live im TV und im Live-Stream gegen den VfB Stuttgart am Ostersonntag – alle Infos zur TV-Übertragung gibt es hier!

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