Die Polizei-Kontrolle der Fans von Werder Bremen vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg am Wolfsburger Hauptbahnhof sorgt weiter für Diskussionen!
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Die Polizei-Kontrolle der Fans von Werder Bremen vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg am Wolfsburger Hauptbahnhof sorgt weiter für Diskussionen!

Polizei-Ärger in Wolfsburg

„Diesen Vorwurf können wir nicht bestätigen“: Polizei Wolfsburg widerspricht Werder-Fans nach Kontroll-Aktion

Bremen/Wolfsburg – Für die Fanhilfe Bremen verdient die Polizeiaktion des vergangenen Wochenendes in Wolfsburg nur eine Bezeichnung: Schikane. Zu groß ist noch immer das Entsetzen darüber, dass zahlreiche Anhänger des SV Werder Bremen im Vorfeld des Bundesliga-Duells am dortigen Hauptbahnhof festgesetzt und ihre Personalien kontrolliert worden sind. Bekanntlich nicht nur dort. Die DeichStube hatte die Polizei in Wolfsburg bereits am Samstag um nähere Informationen zu der Maßnahme gebeten, am Donnerstag nun meldete sich die Behörde mit Erklärungen zu Wort.

Update vom 12. August (16 Uhr): Nach Auswertung des Polizeiberichtes: Niedersächsisches Innenministerium erklärt, dass die Kontrolle der Fans von Werder Bremen überzogen war!

Update vom 11. August (16 Uhr): „Wir haben nicht viel aufzuarbeiten“: Clemens Fritz kann die Polizeiaktion gegen Werder-Bremen-Fans noch immer nicht nachvollziehen!

„Vor jeder Saison werden alle anstehenden Heimspiele des VfL Wolfsburg kategorisiert. Hierzu werden durch die einsatzführende Dienststelle alle Vorfälle und Geschehnisse beurteilt, die sich auf den Reisewegen, den An- und Abmarschwegen zum Veranstaltungsort und insbesondere im öffentlichen Raum zutragen könnten“, teilte Thomas Figge, Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit, mit. „Auch diesmal erfolgte die polizeiliche Einstufung unter Berücksichtigung der Geschehnisse in der Vergangenheit in Wolfsburg und Bremen und der aktuellen Situation des unmittelbar bevorstehenden Spiels mit dem Ergebnis, dass die Risikoszenen beider Vereine in einem rivalisierenden Verhältnis zueinanderstehen.“ Genau deshalb sei die Bundesliga-Partie von der Polizei mit der Kategorie „Rot“ bewertet worden – unabhängig davon, ob die beiden Vereine selbst die Begegnung als sogenanntes Grün-Spiel eingestuft hatten, wie unter anderem Hubertus Hess-Grunewald, Präsident des SV Werder Bremen, erklärt hatte.

Kontroll-Ärger am Wolfsburger Hauptbahnhof: Fanhilfe Bremen wirft Polizei Wolfsburg Schikane vor

Auch zum genauen Ablauf der Aktion nannte die Wolfsburger Polizei jetzt weitere Details. „168 Personen sind in der Kontrollstelle überprüft worden. 270 Personen reisten vor Spielbeginn freiwillig ab, ohne sich polizeilichen Maßnahmen zu unterziehen“, schrieb Figge, der von keinen größeren Zwischenfällen berichtete. „Es kam lediglich zu einer Beleidigung durch einen Fan des SV Werder Bremen zum Nachteil eines Polizeibeamten.“ Für viel Kritik sorgte vor allem die Tatsache, dass sich viele Anhänger vor Ort nicht frei bewegen durften, sogar die Toilettennutzung sei nach Berichten verschiedener Betroffener nicht gestattet gewesen.

„Diese Vorwürfe können wir nicht bestätigen. Es gab zudem eine dokumentierte Lautsprecherdurchsage der Polizei, die explizit die Möglichkeit, im Bahnhof Getränke käuflich zu erwerben sowie die Toiletten aufzusuchen, zum Inhalt hatte“, heißt es seitens der Polizei Wolfsburg. Auch bei einem anderen Aspekt widersprachen die Beamten den Darstellungen einiger Fans des SV Werder Bremen. „Personen, bei denen wir keine Feststellungen hatten, dass sie der rivalisierenden, gewaltgeneigten Risikoszene zugeordnet werden konnten, durften unbegleitet ihren Weg in die Arena fortsetzen oder sich auch sonst frei im Stadtgebiet bewegen“, erklärte der Pressesprecher.

Polizei Wolfsburg widerspricht Darstellung der Fans von Werder Bremen: „Diese Vorwürfe können wir nicht bestätigen“

Zuletzt hatte sich unter anderem der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) zu den Ereignissen in Wolfsburg geäußert und eingeräumt, „dass man möglicherweise nicht alles so hätte machen müssen und vor allem hätte man es besser kommunizieren müssen als es geschehen ist“. Darüber hinaus hatte er darauf verwiesen, dass eine Besonderheit darin bestanden habe, dass die ursprünglich geplante Anreise vieler Fans des SV Werder Bremen mit Bussen kurzfristig – nämlich 24 Stunden vorher – umgeworfen worden sei. Diesen Vorwurf wiederum wollte die Fanhilfe Bremen so nicht stehen lassen. „Wenn die Polizei bis 24 Stunden vor dem Spiel noch nichts von dem Neun-Euro-Ticket wusste, können wir auch nicht helfen. Fakt ist, dass die Anreise der Fanszene per Zug schon seit Wochen feststand“, betonte die Fanhilfe angesichts der Ereignisse vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg via Twitter. (mbü)
 

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