Die Spieler des SV Werder Bremen sind die „Kopfballungeheuer“ der Bundesliga.
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Die Spieler des SV Werder Bremen sind die „Kopfballungeheuer“ der Bundesliga - hier trifft Niclas Füllkrug in Bochum.

Die „Kopfballungeheuer“ der Bundesliga

Kopfsache: Werder mit Bestwert nach hohen Bällen

Bremen - Der SV Werder Bremen und die Kopfball-Tore: Als erster Mannschaft seit Einführung der detaillierten Datenerfassung in der Bundesliga-Saison 2004/05 ist es Werder gelungen, in den ersten fünf Spielen jeweils einen Treffer per Kopf zu erzielen.

Erfunden wurde der Begriff einst als Huldigung für einen Mann, der in der Luft kaum zu stoppen war. Der Gegenspieler scheinbar locker und leicht an sich abprallen ließ, sobald seine Füße nur vom Boden abhoben - und der den Ball danach wieder und wieder mit dem Schädel ins Tor wuchtete. Die Rede ist von Horst Hrubesch, dem legendären „Kopfballungeheuer“ des deutschen Fußballs. Der spezielle Titel wurde in den Jahren nach Hrubesch zahlreichen anderen Profis verbal verliehen - aktuell trägt ihn erstmals eine komplette Mannschaft vor sich her: Werder Bremen. Was sprachlich zum Glück kein Problem darstellt. War Hrubesch einst das „Kopfballungeheuer“, sind die Bremer in der laufenden Bundesliga-Saison die „Kopfballungeheuer“. An jedem der ersten fünf Spieltage war das eindrucksvoll zu erleben.

Werder Bremen: Die „Kopfballungeheuer“ der Bundesliga - auch gegen den FC Augsburg?

Als erster Mannschaft seit Einführung der detaillierten Datenerfassung in der Serie 2004/05 ist es Werder Bremen gelungen, in den ersten fünf Spielen jeweils einen Treffer per Kopf zu erzielen. Erst Leonardo Bittencourt in Wolfsburg, dann Niclas Füllkrug gegen Stuttgart, gefolgt von Niklas Schmidt in Dortmund, erneut Bittencourt gegen Frankfurt und schließlich wieder Füllkrug in Bochum - das waren Werders Kopfball-Torschützen. „Wir wussten natürlich, dass wir kopfballstarke Spieler haben“, sagt Cheftrainer Ole Werner - und fügt mit einem Schmunzeln beim Blick auf die nicht eben übermäßig groß gewachsenen Schmidt und Bittencourt an: „Bei dem einen oder anderen wussten wir es vielleicht auch noch nicht.“

Werder Bremen im Live-Ticker gegen den FC Augsburg gibt es hier!

Eine umfassende Erklärung dafür, warum die Bremer mit dem Kopf derzeit so erfolgreich sind, hat auch Werner nicht. Dafür aber Ansätze, die in die richtige Richtung weisen könnten. „Voraus gehen natürlich Situationen, an denen wir arbeiten“, sagt der Coach. Spielzüge, Raumaufteilung, die Positionierung beim Flanken - all diese Themen kommen im Training des SV Werder Bremen regelmäßig vor, und im Moment klappt es damit offensichtlich gut. Vor einem Abschluss per Kopf kommen aber natürlich weitere Variablen hinzu: Freilaufverhalten, Timing beim Absprung, mitunter auch Glück. Häufiger als in der vergangenen Saison habe er mit seiner Mannschaft jedenfalls nicht an Flanken und Kopfbällen gearbeitet, sagt Werner, der es grundsätzlich als „gutes Zeichen“ wertet, „dass wir es nicht nur mit den Füßen ganz gut hinkriegen, sondern auch mit dem Kopf gefährlich sind“.

Entgegen kommen dürfte Werder Bremen auch, dass ihr kommender Gegner, der FC Augsburg, an den ersten fünf Spieltagen drei seiner zehn Gegentore - richtig! - per Kopf kassiert hat. (dco)

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