Die Super-League-Pläne sorgten nicht nur bei Werder Bremen für Irritationen : Die Spieler von Leeds United protestierten vor der Premier-League-Partie gegen Liverpool mit Statements auf den Aufwärm-Shirts.
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Die Super-League-Pläne sorgten nicht nur bei Werder Bremen für Irritationen : Die Spieler von Leeds United protestierten vor der Premier-League-Partie gegen Liverpool mit Statements auf den Aufwärm-Shirts.

SV Werder: „Ein Affront“

Werder Bremen verurteilt Super-League-Pläne „aufs Schärfste“

Bremen - Sie haben sich durchaus Zeit gelassen. Der Montagabend war jedenfalls schon weit fortgeschritten, als sich Werder Bremen offiziell zum großen Aufreger-Thema äußerte, das die Fußballbranche seit Montag in Atem hält. Andere Bundesligisten waren da sehr viel schneller, die Worte, die Werder in seiner Vereinsmitteilung über die geplante Gründung einer Super League wählte, dafür aber umso deutlicher.

„Der SV Werder Bremen lehnt die Einführung der sogenannten Super League ab und verurteilt das Vorgehen der Verantwortlichen aufs Schärfste.“ So liest sich gleich der erste Satz, der den Tenor des folgenden Statements der Geschäftsführung des Vereins vorgibt: Werder zeigt sich empört über die Pläne von Arsenal London, FC Chelsea, FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur, Atletico Madrid, FC Barcelona, Real Madrid, Inter Mailand, AC Mailand und Juventus Turin, die die Super League als deren zwölf Gründerclubs so schnell es geht auf den Weg bringen wollen.

Werder Bremen lehnt die Super League ab: „Ein Affront“

„Die Ankündigung einer Super League ist ein Affront. Hier verlassen zwölf Clubs den gemeinsamen Weg der europäischen Fußball Community. Einer Fußballgemeinschaft, in der sie ihre Wurzeln haben, in der ihre wirtschaftliche Entwicklung erst möglich war. Hier wollen einzelne Clubs, die Vorteile abschöpfen, die eine Fußballgemeinschaft über Jahrzehnte mit erarbeitet hat“, heißt es in der Bremer Mitteilung, die im Namen von Klaus Filbry, Hubertus Hess-Grunewald und Frank Baumann verfasst ist.

Ebenso wie DFL und DFB stehe der Verein hinter den angekündigten Gegenmaßnahmen, die sowohl die FIFA als auch die UEFA gegen die Super League einleiten wollen. „Es ist bereits jetzt massiver Schaden für den Fußball entstanden und er wird bei Umsetzung der Super League weiter wachsen“, heben die Verantwortlichen des SV Werder Bremen hervor.

Werder Bremen kritisiert Super League-Pläne und Reform der Champions League

Bei aller bekundeten Solidarität mit der UEFA - die am Montag beschlossene Reform der Champions League wird in Bremen allerdings ebenso kritisch betrachtet. „Bestärkt fühlt sich der SV Werder Bremen in seiner Kritik an Teilen der heute verabschiedeten Reform der UEFA Champions League, die bereits ein Schritt in die falsche Richtung darstellte (...)„, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Wir haben der gemeinsamen positiven Grundhaltung der deutschen ECA Clubs zu dieser Reform ausdrücklich nicht zugestimmt und unsere Haltung schriftlich beim DFB hinterlegt.“ Werder werde sich „immer dafür stark machen, dass transparente sportliche Faktoren an Stelle von Wildcards und Setzlisten über die Teilnahme an internationalen Wettbewerben entscheiden“. (dco)

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