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Setzt der SV Werder Bremen in Zukunft noch mehr auf Innovationen in der Trainingssteuerung?

Werder will strukturelle Herausforderungen lösen

Das Werder Bremen der Zukunft: Start-ups sollen Ideen liefern

Bremen – Gut zwei Wochen noch, dann geht es für Werder Bremen in die Hauptstadt – am 7. März steht das Auswärtsspiel bei Hertha BSC auf dem Programm. Im Kampf um den Klassenerhalt, das lässt sich schon heute festhalten, wird die Partie richtungsweisend sein. Aber auch abseits des direkt Sportlichen will Werder in Berlin einen Blick in die Zukunft wagen.

Einen Tag vor dem Hertha-Spiel werden die Gewinner des sogenannten „Werder-Lab“, sprich des „Werder-Labors“ gekürt. Ein internationaler Wettbewerb, ausgeschrieben vom Verein in Zusammenarbeit mit der Firma „betahausX“, bei dem insgesamt 94 Start-up-Unternehmen aus zwölf Ländern an Zukunftsfragen rund um Werder Bremen gewerkelt und getüftelt haben.

Zugegeben, das Ganze klingt erstmal ziemlich abstrakt, wird bei genauerem Hinsehen aber doch schnell greifbar, denn am Anfang stand eine simple Frage, die Werders Gremien und Abteilungen seit Längerem umtreibt: Welche strukturellen Herausforderungen kommen in Zukunft auf den Verein zu? Und daraus abgeleitet: Wie lassen sich diese Herausforderungen lösen?

Prekäre sportliche Lage bei Werder Bremen lässt wenig Raum für Zukunftsfantasien

Unter anderem Themenfelder wie das Spieler-Scouting mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, oder das frühzeitige Prognostizieren möglicher Verletzungsanfälligkeiten kamen dabei auf den Tisch – wohlgemerkt, und darauf legen sie im Verein großen Wert, lange bevor es die Mannschaft in dieser Saison mit einer nahezu beispiellosen Verletztenmisere zu tun bekam. 

Generell geht Werder mit seinem „Lab“ in diesen Tagen öffentlich sehr zurückhaltend um. Die prekäre Lage im Tabellenkeller der Bundesliga lässt eben nur sehr wenig Raum für große Zukunftsfantasien. Klar ist aber auch: Die Strukturfragen bleiben, ob nun in der ersten oder zweiten Bundesliga.

Werder Bremen lässt sich die drei Gewinner-Projekte im Weserstadion vorstellen

Die Start-ups haben sie beantwortet oder zumindest Ansätze dafür geliefert. Anfang Februar hat „betahausX“ die besten 30 Bewerbungen herausgefiltert, sie danach erst auf 20 und schließlich auf zehn reduziert. Diese Top 10 dürfen ihre Projekte nun am Freitag, 6. März, in Berlin einer Fachjury präsentieren. Drei Gewinner sollen dabei am Ende ermittelt werden, die dann wiederum am Montag, 9. März, im Weserstadion ihre Ideen mit den Werder-Bossen besprechen, ehe sie in eine mehrmonatige Arbeitsphase starten. Bis spätestens Juni sollen die fertigen Projekte aus dem „Lab“ bei Werder vorliegen. Dann entscheidet der Verein, womit er gegebenenfalls weiterarbeitet.

Weil sich das Ganze am Ende natürlich doch alles irgendwie um Fußball dreht, lädt Werder Bremen die Final-Start-ups übrigens zum Auswärtsspiel bei der Hertha ein. Die Zukunftstüftler werden im Olympiastadion also einen belastbaren Hinweis darauf erhalten, in welcher Liga ihre Ideen demnächst zu Hause sein könnten. (dco)

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