Niclas Füllkrug (hier gegen den HSV) hat derzeit das Pech an den Hacken: Die Torflaute des Angreifers vom SV Werder Bremen dauert weiter an.
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Niclas Füllkrug (hier gegen den HSV) hat derzeit das Pech an den Hacken: Die Torflaute des Angreifers vom SV Werder Bremen dauert weiter an.

Chancenwucher gegen den HSV

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug bleibt ein Sorgenfall - und helfen kann er sich nur selbst

Bremen – Niclas Füllkrug schaute suchend die Südtribüne hinauf, und seine Augen fanden offenbar, wen sie suchten. Die Geste, die der Stürmer des SV Werder Bremen dann nach oben schickte, sagte alles aus über seinen Einsatz bei der Bremer 0:2-Niederlage gegen den Hamburger SV. Der 28-Jährige breitete seine Arme aus, legte den Kopf schief und zuckte mit den Schultern. Es war ein stummer Ausdruck der Ratlosigkeit nach einem Abend, der ihm alle Möglichkeiten geliefert hatte, um endlich sein erstes Tor in der laufenden Saison zu erzielen. Doch es gelang Füllkrug erneut nicht. Weshalb der Eindruck ensteht, dass sich der Tor-Knoten bei ihm immer fester zieht statt zu platzen.

Nur 23 Minuten stand Niclas Füllkrug (inklusive Nachspielzeit) gegen den HSV auf dem Platz. Dennoch war er am Ende der Spieler des SV Werder Bremen mit der höchsten Chancendichte. Vier Torschüsse setzte er ab, mindestens zwei dieser Möglichkeiten gehörten in die Kategorie „Hochkaräter“. Dass er dennoch nicht jubeln durfte, war in erster Linie seinem eigenen Unvermögen zuzuschreiben. Weil man aber von ihm weiß, dass er es eigentlich besser kann und er Chancen wie gegen den HSV in anderen Phasen seiner Karriere locker und mit einem Lächeln genutzt hätte, muss man sich schon fragen, wie dem Mann geholfen werden kann, damit das Selbstverständnis im Abschluss wieder zu ihm zurückkehrt.

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Torflaute von Stürmer Niclas Füllkrug bei Werder Bremen dauert weiter an: „Das Tor wird kommen“

Werder-Trainer Markus Anfang hat ein Rezept, dessen Logik jedoch nur in der Welt des Fußballs wirklich eine Logik ist. Was Füllkrug fehlt, um wieder Tore zu schießen? „Ein Tor“, meint Anfang, „dann kommt auch die Sicherheit zurück. Und das Tor wird kommen.“ Tatsache ist jedoch, dass Füllkrug weder in seinen vier Startelf-Einsätzen zu Saisonbeginn noch als Joker in den drei vergangenen Spielen etwas ausrichten konnte. Auch nicht im Doppelsturm mit Marvin Ducksch, wie am Samstag gegen den HSV. Ein Zusammenspiel der beiden hat sich bei Werder noch nicht entwickelt – siehe Füllkrugs Top-Chancen. Bei der ersten war er unsicher, ob er selbst und sofort abschließen oder den Ball doch zu Ducksch querlegen sollte. Ergebnis: Niclas Füllkrug vermasselte die Chance, traf nur das Außennetz.

Bei der zweiten Aktion schloss er aus der Drehung ab, hätte aber besser zu Ducksch passen sollen. Zwei falsche Entscheidungen, zwei vergebene Möglichkeiten, den von Anfang beschriebenen Prozess der Selbstheilung in Gang zu bringen. Zuspruch bekam Füllkrug anschließend ausgerechnet vom Konkurrenten Ducksch, der zwar vom „Wir“ sprach, aber auch Füllkrug gemeint haben dürfte, als er nach dem Nordderby Besserung für die kommende Partie des SV Werder Bremen bei Dynamo Dresden versprach: „Leider ist diesmal keine der hundertprozentigen Chancen reingegangen. Solche Tage gibt es, aber dafür wollen wir nächstes Wochenende umso mehr verwandeln.“ (csa) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Dynamo Dresden aussehen! So seht Ihr das Zweitliga-Spiel Werder Bremen gegen Dynamo Dresden live im TV und im Live-Stream!

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