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Lamine Sane

Mindestens Platz zehn

Sanes Versprechen

Bremen - Es ist schon ein paar Wochen her, mitten in der Sommerpause, da weilte Werders Innenverteidiger Lamine Sane nach einer langen und harten Saison im Urlaub - mit dabei sein jüngerer Bruder Salif, der gerade mit Hannover 96 in die Bundesliga aufgestiegen war.

Die Brüder wollten abschalten, den Kopf frei bekommen, aber natürlich ging es irgendwann auch um Fußball. Schließlich stehen sich beide in der neuen Saison als Gegenspieler gegenüber. "Wir haben darüber geredet, und Salif hat gesagt, dass er sich auf die Spiele freut", berichtete Lamine Sane am Freitag. Dann fügte er stirnrunzelnd an: "Ich habe das nicht verstanden. Worauf will er sich freuen? Es werden keine schönen Spiele für ihn." Diese Aussage, sie war nur eine von vielen, an denen sich klar ablesen ließ: Werders Abwehrspieler ist mehr als bereit für die neuen Saison.

64 Gegentore - schlechter war kein anderes Team

64 Gegentore haben die Bremer im Vorjahr kassiert - schlechter war kein anderes Team in der Bundesliga. Klar, dass dieser negative Spitzenwert auch auf Sane zurückfallt. "Ich gebe die Garantie ab, dass wir in der neuen Saison weniger Tore kassieren", sagte der 30-Jährige. Auf eine Zahl wollte er sich aber nicht festlegen. Beim Tabellenplatz hingegen schon: "Wir wollen mindestens Zehnter werden". Generell hält Sane die Werder-Abwehr für besser eingespielt als in der vergangenen Serie. "Wir haben in der Vorbereitung ja auch als komplette Mannschaft an der Defensive gearbeitet", betonte er. 

Dass in seinem verletzten Nebenmann Niklas Moisander eine wichtige Stütze bis Oktober ausfällt, sei zwar sehr schade, "aber wir können das kompensieren". Luca Caldirola und auch Jesper Verlaat traut der Senegalese den linken Part der Dreierkette zu. "Ich vertraue beiden voll und ganz."

Dieses Vertrauen ist eine Grundvoraussetzung für ein möglichst fehlerfreies Zusammenspiel, das in den kommenden Wochen mehr denn je von Sane organisiert werden muss. Der zentrale Innenverteidiger gibt hinten die Kommandos, spricht während der Spiele sehr viel. "Als Chef sehe ich mich deshalb aber nicht", sagte er. Ein Leader, das ist dieser Sane in Werders Abwehr aber allemal.

"Die Fußballsprache ist nicht besonders literarisch"

Auch für den neuen Torhüter Jiri Pavlenka ist der Innenverteidiger als Mann direkt vor ihm ein Fixpunkt. "Er hat großes Potenzial", lobt Sane. Angesprochen auf etwaige Sprachprobleme, da Pavlenka weder Deutsch noch Englisch spricht, gab sich Sane gelassen: "Die Fußballsprache ist nicht besonders literarisch. Es geht um einfache Befehle, um einzelne Wörter, und die versteht jeder." Dafür sorgt bei Werder schließlich der Mann in der Mitte der Abwehr: Lamine Sane.

Sanes Werdegang

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