60 Minuten lang durfte sich Lars Lukas Mai im Testspiel von Werder Bremen gegen Zenit St. Petersburg beweisen - und das tat der Neuzugang mit einem mehr als ordentlichen Auftritt.
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60 Minuten lang durfte sich Lars Lukas Mai im Testspiel von Werder Bremen gegen Zenit St. Petersburg beweisen - und das tat der Neuzugang mit einem mehr als ordentlichen Auftritt.

„Deswegen hat Werder ihn auch geholt“

Lars Lukas Mai macht schon Eindruck: Schafft es der Werder-Neuzugang direkt in die Startelf?

Bremen – Am 24. Juli startet der SV Werder Bremen mit einem Heimspiel gegen Hannover 96 in die neue Zweitliga-Spielzeit. Welches Personal Trainer Markus Anfang zum Saisonstart ins Rennen schicken wird, ist noch völlig offen.

Der 47-jährige Werder-Coach lässt sich überhaupt nicht in die Karten blicken. Einer, der sich aber zumindest berechtigte Hoffnungen machen darf, gegen 96 von Beginn an aufzulaufen, ist Neuzugang Lars Lukas Mai – auch wenn die Konkurrenz auf seiner Position groß bei Werder Bremen ist.

„Ich hoffe, dass er Werder guttut. Er ist ein Spieler, der schon im letzten Jahr gezeigt hat, dass er in der 2. Liga guten Fußball spielen kann, der Europameister mit der U21 wurde, bei Bayern München entwickelt worden ist. Im Trainingslager hat er demonstriert, dass er unbedingt spielen will. Deswegen hat Werder Bremen ihn auch geholt“, lobt Anfang den neuen Mann für die Innenverteidigung, den alle nur „Lasse“ rufen. Einen Freifahrtschein für einen Stammplatz hat der gebürtige Dresdner deshalb aber noch nicht, schließlich tummeln sich die Bewerber für die Position im Zentrum von Anfangs bevorzugter Viererkette aktuell nur so. Allein für den Posten des rechten Innenverteidigers stehen ihm in Ömer Toprak und Milos Veljkovic sportlich noch zwei echte Kaliber zur Verfügung. Zwar soll mindestens einer der beiden den Club noch verlassen – wann das passiert, ist aber völlig offen.

Werder Bremens Neuzugang Lars Lukas Mai spielte auch in Darmstadt unter Trainer Markus Anfang

Die Verpflichtung von Lars Lukas Mai, der für Darmstadt 98 in der abgelaufenen Spielzeit 29 Mal zum Einsatz kam, war auch ein Vorgriff auf diese ungeklärte Situation. Dass Anfang und Mai in Darmstadt bereits zusammengearbeitet haben, spielte bei der Abwicklung angeblich keine große Rolle. „Da kann ich nur wiederholen, dass ich am Ende wirklich nicht viel zu ihm sagen musste, weil der Spieler hier in Bremen schon seit Jahren bekannt ist. Da weiß man, was man bekommt“, erklärt Anfang.

Nämlich einen Verteidiger, der absolut kompromisslos zu Werke geht und der auch die Qualität hat, hintenraus einen ordentlichen Ball zu spielen. Ein 21 Jahre junges Talent, das seinen forschen Tönen („Ich will, dass der Gegner Angst vor mir hat.“) und grimmigen Blicken bei Werder Bremen direkt Taten folgen lässt. „Du merkst in jedem Training: Der will nicht verlieren, der kann nicht verlieren. Und so präsentiert er sich auch. Genau so soll das sein. Er hat das in sich“, schwärmt Anfang von Mai. Ob das vom FC Bayern oder von ihm selbst komme, wisse er nicht. „So lange kenne ich ihn auch noch nicht. Aber er hat im Trainingslager gezeigt, dass er in der Lage ist, von jetzt auf gleich zu spielen.“

Lars Lukas Mai muss sich in den Testspielen von Werder Bremen weiter beweisen

Damit das auch beim Pflichtspiel-Start in zwölf Tagen der Fall ist, muss sich Mai in den noch anstehenden Werder-Testspielen gegen den FC Oberneuland (Dienstag, 18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) und zur Doppel-Generalprobe bei Feyenoord Rotterdam (Samstag) weiter beweisen. Stürmer Niclas Füllkrug freut sich jedenfalls schon jetzt auf den neuen Teamkollegen. Dem Kicker sagte er: „Lasse ist ein guter Junge, ich mag ihn. Ein massiver Verteidiger - wirklich massiv. Ich habe das Gefühl, der wiegt 90 Kilo. Ich finde gut, dass wir ihn geholt haben. Und wenn die Stürmer wirklich Angst vor ihm hätten, wäre das bestimmt nicht schlecht.“ (mwi) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Hannover 96 aussehen.

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