Florian Kohfeldt haderte vor dem Abflug nach Südafrika mit der Bremer Punkteausbeute in der Vorrunde. 
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Florian Kohfeldt haderte vor dem Abflug nach Südafrika mit der Bremer Punkteausbeute in der Vorrunde. 

Vorsätze fürs Trainingslager

Ein Lehrplan mit drei Schwerpunkten und viel Gefühl

Bremen – Davy Klaassen traf am Mittwochabend als erster Werder-Profi am Bremer Flughafen ein, kurz darauf kam Florian Kohfeldt. Als der Trainer seinen Mittelfeldspieler sah, gab es erst mal eine innige Umarmung – auch für dessen Freundin Laura Benschop. Es herrschte schon eine besondere Herzlichkeit beim Treffen des SV Werder zum Abflug ins Trainingslager in Südafrika.

Das passte zu Kohfeldts Hauptziel für die nächsten zehn Tage im sommerlichen Johannesburg: „Wir müssen lernen, die Spiele zu fühlen. Wann müssen wir ein Spiel kontrollieren, wann müssen wir zupacken. Da haben wir viel zu viele Punkte liegen gelassen.“

Kohfeldt nutzte die Gelegenheit vor dem Abflug, nicht nur seine Spieler zu begrüßen und ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen, er hatte auch eine klare Botschaft für die zahlreichen Medienvertreter. „Wir haben uns für den unbequemen Weg entschieden, und den gehen wir konsequent weiter“, betonte der 36-Jährige: „Ich könnte mich hier mit 22 Punkten und der besten Werder-Hinrunde seit sieben Jahren hinstellen und wir würden darüber reden, wie wir diese tolle Saison weiterführen wollen.“ Aber das kam für ihn nicht infrage.

Fotostrecke: Werder macht den Abflug nach Südafrika

Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch
Werder-Abreise ins Trainingslager 
Werder-Abreise ins Trainingslager nach Südafrika © Carmen Frisch

Des Trainers Unzufriedenheit mit der Punkteausbeute 

„Ich bin mit unserer Punkteausbeute nicht zufrieden“, stellte Kohfeldt klar: „Für das, was wir fußballerisch geleistet haben, war das einfach zu wenig. Es gibt kaum eine Mannschaft, die versucht hat, die Aufgaben so spielerisch zu lösen wie wir.“ Für ihn stehe auch weiterhin fest, dass besserer Fußball die Wahrscheinlichkeit auf Siege erhöhe. 

Aber er sieht darin keinen Automatismus, der irgendwann eintritt, auf den nur gewartet werden müsse. Schon gar nicht will er von Glück und Pech reden. Kohfeldt wird selbst aktiv, hat sich und dem Team nach Platz zehn in der Hinrunde und einer knallharten Analyse drei Aufgaben gestellt.

Kohfeldts „Drei-Punkte-Plan“

1. Das Spiel im letzten Drittel! „Wir haben zu wenig Tore gemacht“, monierte Kohfeldt. 28 Treffer waren es in 17 Spielen der Hinrunde. Der Spielaufbau sei gut, dann würde aber vor allem die Konsequenz fehlen. „Das ist etwas, das wir trainieren wollen.“

2. Der Konter! „Der Konter war einfach nicht gut“, ärgerte sich Kohfeldt. Zu oft seien dadurch gute Gelegenheiten hergeschenkt worden.

3. Das Gegenpressing! „Wir haben zu viele Konter gefressen, die zu Gegentoren geführt haben“, kritisierte der Coach: „Wir müssen vermeiden, hinten immer in Eins-gegen-Eins-Duelle zu geraten. Da ist unsere Geschwindigkeit gegen viele Offensiven in der Bundesliga nicht ausreichend genug.“

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Keine Transfers - vorhandenes Personal soll es richten

Es war mehr als ein dezenter Hinweis darauf, dass die Bremer Innenverteidigung mit Niklas Moisander und Milos Veljkovic sowie deren Vertreter Sebastian Langkamp und Marco Friedl nicht gerade wegen ihres Tempos gefürchtet wird. Müssen also schnellere Spieler verpflichtet werden? „Nein“, hielt Kohfeldt dagegen: „Wir wollen niemanden kaufen. Das kann man in gewissem Maße trainieren – auch taktisch.“

Kohfeldt setzt auf das vorhandene Personal. Mit dem will er in Südafrika den nächsten Schritt in der Entwicklung machen – und dann auch die internationalen Plätze angreifen. Fünf Punkte fehlen aktuell auf Rang sechs und damit auf Europa. Acht Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone. Auch das habe er im Blick, sagte Kohfeldt, im Fokus stehe aber der Blick nach oben. Positiv denken, eine gute Stimmung haben. Die Herzlichkeit bei der Begrüßung gehört dabei zum Erfolgsrezept.

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