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Romano Schmid (l.) und Niklas Schmidt werden vermutlich noch ein Jahr bei den Clubs bleiben, an die Werder Bremen sie verliehen hat.

Wie geht es mit den Leihspielern weiter?

Schmid und Schmidt können bleiben, wo sie sind

Bremen – Schmid und Schmidt – unter Werder Bremens Verleihspielern sind diese Beiden der Hit! Romano Schmid hat mit dem österreichischen Underdog Wolfsberger AC die Europa-League-Gruppenphase erreicht und wird nun vermutlich eine weitere Saison bei dem Club aus Kärnten bleiben.

Niklas Schmidt schaffte mit dem SV Wehen Wiesbaden den Aufstieg in Liga zwei – auch bei ihm deutet sich ein Verbleib bei den Hessen an. Für Schmidt war Dienstag der große Tag. Im Relegationsrückspiel gegen Zweitligist FC Ingolstadt feierte der Drittligist einen 3:2-Erfolg – das reichte nach dem 1:2 im Hinspiel zum Aufstieg. Niklas Schmidt war dabei, wurde nach 69 Minuten ausgewechselt. 

Als der Aufstieg wenig später perfekt war, war auch für Schmidt klar: Wiesbaden bleibt bei ihm im Spiel. Denn der 21-Jährige will und soll in der kommenden Saison definitiv nicht mehr in Liga drei auflaufen. „Es ist sinnvoll für ihn, den nächsten Schritt zu machen. Niklas sieht sich selbst auch mindestens eine Spielklasse höher“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann.

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Frank Baumann über möglichen Schmidt-Verbleib: „Wehen hat Interesse, Niklas zu behalten“

Dass Wiesbaden eine Option ist, liegt auf der Hand. Mittelfeldmann Schmidt ist in 33 von 38 Ligaspielen zum Einsatz gekommen, in 19 Partien stand er in der Startelf. Trainer Rüdiger Rehm baut also auf den spielstarken Mittelfeldmann. Und würde auch weiter auf ihn bauen – wenn Werder mitspielt. 

Baumann bestätigt: „Wehen hat das Interesse, Niklas zu behalten, bei uns hinterlegt.“ Vorstellbar sei sowohl ein Verkauf als auch eine weitere Ausleihe. Für letzteres müsste aber zunächst Schmidts bis 2020 datierter Vertrag bei Werder verlängert werden. Baumann will darüber in Kürze Gespräche führen – aber erst wenn die Wiesbadener die Nachwirkungen der Aufstiegsfeiern überstanden haben. „Ich weiß ja gar nicht, ob die überhaupt schon im Bett waren“, lacht der Werder-Manager.

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Romano Schmid steht mit dem Wolfsberger AC in der Europa League

Beim Wolfsberger AC gab es ebenfalls einen guten Grund, es krachen zu lassen. Platz drei in der österreichischen Bundesliga. Damit ist der kleine Club für die Europa-League-Gruppenphase qualifiziert. Für Romano Schmid (19), der im Februar direkt nach seiner Verpflichtung durch den SV Werder an die Kärntner verliehen worden, eröffnet das ganz neue Möglichkeiten. Sechs Spiele auf internationalem Niveau sind garantiert – das lockt. Eigentlich war die Leihe nur auf eine Halbserie ausgelegt gewesen, doch nun sei Wolfsberg „durchaus eine Option für eine weitere Saison“, so Baumann: „In der Europa League kann Romano den nächsten Schritt machen. Es könnte sein, dass er noch in Wolfsberg bleibt.“

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Zumal der Trainerwechsel bei dem WAC eine glückliche Fügung für Schmid sein könnte. Christian Ilzer wechselt zu Austria Wien, sein Nachfolger wird Gerhard Struber. Und unter dem 42-Jährigen hat Schmid bereits gespielt. RB Salzburg hatte den kleinen Spielmacher an den FC Liefering, das eigene Satelliten-Team in Liga zwei, verliehen. Der Trainer dort: Gerhard Struber. 

Und der würde Romano Schmid nun gerne in Wolfsberg halten. "Ich werde mich dafür stark machen. Wir müssen seinen Berater und Werder überzeugen, dass es für ihn eine gute Möglichkeit gibt, dass er Spielzeit bekommt. Außerdem würde es ihm gut tun, wenn er als Fußballer einmal Wurzeln schlägt“, sagte Struber gegenüber Sky Sport Austria. Werder denkt da ganz ähnlich und freut sich über das Wiedersehen zwischen Spieler und Coach. „Das könnte passen“, meint Baumann: „Die Trainer-Situation ist für uns sehr, sehr wichtig.“

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Leiht Werder Bremen Michael Zetterer zu einem Erstligisten aus?

Neben Schmid und Schmidt gibt es noch einen dritten Gewinner unter den sieben Bremer Leihspielern. Michael Zetterer hat beim österreichischen Zweitligisten Austria Klagenfurt seit der Winterpause 13 Partien absolviert. Der Plan, den 23-Jährigen nach dessen langer Pechsträhne mit diversen Handgelenksproblemen wieder zu Spielpraxis zu verhelfen, „ist zu 100 Prozent aufgegangen“, erklärt Baumann. Logisch wäre es jetzt, dass Werder den bis 2020 laufenden Vertrag mit dem Torhüter noch einmal verlängert und Zetterer zu einem europäischen Erstligisten ausleiht. „Die Gespräche laufen auch in diese Richtung“, bestätigt Baumann: „Wir sind nach wie vor absolut überzeugt von Michael, und es gibt bereits Interessenten. Die Dinge kommen ins Rollen.“ 

Keine Tendenzen gibt es indes bei Robert Bauer (zuletzt 1. FC Nürnberg), Idrissa Toure (zuletzt Juventus Turin II) und Ole Käuper (zuletzt Erzgebirge Aue).

Auch das Weserstadion kann bleiben, wo es ist, wenngleich auch mit neuem Namen. Werder Bremen hat die Namensrechte vom Weserstadion verkauft. Dafür kassiert der Club einen Millionenbetrag. Nur fünf Vereine verdienen mehr als Werder Bremen für verkaufte Stadionnamen.

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