Leonardo Bittencourt (r., hier gegen Achraf Hakimi) von Werder Bremen ist für seine bissige Spielweise bekannt, wegen der neuen Gelb-Regel in der Bundesliga will er sein Verhalten auf dem Platz zum Teil ändern.
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Leonardo Bittencourt (r., hier gegen Achraf Hakimi) von Werder Bremen ist für seine bissige Spielweise bekannt, wegen der neuen Gelb-Regel in der Bundesliga will er sein Verhalten auf dem Platz zum Teil ändern.

Umgang mit neuer Regel

Meckern und Reklamieren: Leo Bittencourt will auf die Bremse treten

Bremen - Seit der Rückrunde gilt für die Profis in der Bundesliga: Wer meckert, reklamiert oder anderweitig unsportlich auffällt, muss deutlich schneller mit einer Gelben Karte rechnen, als es in der Vergangenheit der Fall war. Werder Bremen wurde die neue Anweisung des DFB an seine Schiedsrichter schon mehrfach zum Verhängnis.

Zur Erinnerung: Niklas Moisander (beim 1:0 in Düsseldorf) und Marco Friedl (beim 0:3 gegen Hoffenheim) handelten sich jeweils eine vermeidbare Gelbe Karte wegen Meckerns ein und mussten danach Sperren absitzen. „Die Jungs müssen lernen, dass sie sich da beherrschen müssen und auch Gesten, die sie selbst gar nicht als emotional oder aggressiv wahrnehmen, künftig unterdrücken“, hatte Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, daraufhin von seinen Spielern gefordert. Und in der Mannschaft, so scheint es, ist dieser Appell mittlerweile angekommen. Offensivspieler Leonardo Bittencourt erklärte gegenüber der DeichStube, seine Spielweise entsprechend geändert zu haben.

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt ändert Verhalten

„Ich habe mich da schon etwas verändert“, sagte der 26-Jährige, der für seine bissige Spielweise bekannt ist, beim Thema „Meckern und Reklamieren“ inzwischen aber auf die Bremse tritt. „Ich gehe zwar wie immer in die Zweikämpfe, aber wegen der neuen Regelauslegung danach auch sofort wieder weg“, erklärte Bittencourt. „Früher hätte ich den Jungs, die am Boden liegen, vielleicht noch ein paar Worte mehr mit auf den Weg gegeben. Das verkneife ich mir jetzt.“

Auch im Umgang mit dem Schiedsrichter sei er vorsichtiger geworden, habe sich vorgenommen, weniger zu reklamieren und Entscheidungen einfach zu akzeptieren. Florian Kohfeldt dürfte das gerne hören. Schließlich führt Leo Bittencourt (gemeinsam mit Marco Friedl) die Sünderkartei bei Werder Bremen mit sechs Gelben Karten an. Wenn im Saison-Endspurt wegen Meckerns oder Reklamierens keine weiteren dazukommen, kann das seiner Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg nur helfen. (dco/kni)

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