Leonardo BIttencourt von Werder Bremen holt gegen 1. FC Köln zum Schuss beim Elfmeter aus
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Leonardo Bittencourt von Werder Bremen schoss und verwandelte gegen seinen Ex-Club 1. FC Köln zum ersten Mal einen Elfmeter in seiner Profi-Karriere.

Werder-Tor zum 1:1 gegen Köln

Leonardo Bittencourt hatte Angst vor seinem ersten Werder-Elfer

Bremen - Seltenes Geständnis eines Fußball-Profis: Leonardo Bittencourt hat zugegeben, dass er vor seinem Elfmeter beim 1:1 des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln ein mulmiges Gefühlt hatte. Kein Wunder, es war ja auch der erste Strafstoß in seiner Profi-Karriere gewesen.

„Ich wirkte ziemlich entspannt – zu entspannt. Das hat mir auch kurz ein bisschen Angst gemacht“, berichtete Leonardo Bittencourt bei „werder.de“ und wunderte sich über seine Gelassenheit in dieser 82. Minute. Schließlich lag Werder Bremen mit 0:1 gegen den 1. FC Köln zurück. Der Druck war also groß. Aber in diesem Fall hätte es durchaus geholfen, dass wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer im Weserstadion waren, so Bittencourt. Und der 26-Jährige verriet dann auch seinen Plan gegen Kölns Keeper Ron-Robert: „Ich habe gewartet, was Ron macht, und den Ball dann in die andere Ecke geschoben.“ Dass seine Elfmeterquote bei nun 100 Prozent liegt gefällt dem Kölner. „Dann belassen wir es doch dabei“, scherzte Bittencourt und meinte damit gewiss nicht, dass künftig wieder seine Teamkollegen antreten sollen. (kni)

Letzte Meldung vom 7. November 2020:

Erstmals in der Bundesliga: Werder Bremen-Profi Leonardo Bittencourt feiert Elfmeter-Comeback nach knapp zehn Jahren

Nein, an den 13. Februar 2011 wird Leonardo Bittencourt am Freitagabend ziemlich sicher nicht gedacht haben, als sich der Profi des SV Werder Bremen in der 82. Minute den Ball schnappte und ihn auf den Elfmeterpunkt legte.

Ein kurzer Blick in das Gesicht Leonardo Bittencourts, eingefangen von den TV-Kameras, verriet, dass er sich vollkommen im Hier und Jetzt befand - was natürlich gut war, denn wenig später verwandelte der Offensivspieler des SV Werder Bremen den Strafstoß sicher zum 1:1-Endstand gegen den 1. FC Köln. Und trotzdem: Dieser 13. Februar 2011 gehörte da längst zur Geschichte des Abends.

Damals, in der A-Junioren-Bundesliga, Staffel Nord/Nordost, hatte Leonardo Bittencourt als Nachwuchsspieler von Energie Cottbus während des Heimspiels gegen Holstein Kiel per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen. Knapp zehn Jahre später wäre das im Normalfall natürlich keine große Erwähnung mehr wert - wenn es denn nicht Bittencourts bis dato letzter Elfmeter in einem Pflichtspiel gewesen wäre. War der Techniker als Jugendspieler noch regelmäßig zum Punkt geschritten, kam das später, in 185 Spielen als Bundesliga-Profi für Borussia Dortmund, Hannover 96, den 1. FC Köln, die TSG 1899 Hoffenheim und Werder Bremen überhaupt nicht mehr vor. Warum ist nicht überliefert. An Bittencourts Quote dürfte es jedenfalls nicht gelegen haben: Von seinen neun Versuchen als Nachwuchsakteur waren acht drin.

Werder Bremen: Schießt Leonardo Bittencourt jetzt häufiger Elfmeter?

„Ich wusste gar nicht, dass es sein erster Elfmeter als Profi war“, sagte Verteidiger Ömer Toprak am Tag nach dem Spiel im „Werder-Strom-Talk“ - und betonte: „Gott sei Dank hat er ihn reingemacht.“ Toprak hatte die Szene nach seiner Auswechslung von der Bank aus verfolgt und sich laut eigener Aussage keine Sorgen gemacht: „Ich war mir ziemlich sicher, dass er trifft, weil Leo einfach so ein Typ ist, der sich keine Gedanken macht und den Ball einfach reinhaut.“ Genau so hatte es am Freitagabend beim 1:1 von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln dann auch ausgesehen, nachdem Bittencourt Verantwortung übernommen hatte und in seinem 186. Bundesligaspiel erstmals zum Punkt geschritten war.

Vielleicht war es für den 26-Jährigen am Ende ein Bewerbungsschreiben für weitere Strafstöße. Die Hierarchie der Elfmeterschützen bei Werder Bremen ist in dieser Saison jedenfalls gehörig durcheinander gewürfelt worden. Davy Klaassen, Schütze Nummer eins aus dem Vorjahr, spielt inzwischen für Ajax Amsterdam und sein Nachfolger Niclas Füllkrug ist derzeit verletzt. Milot Rashica stand am Freitagabend beim Elfmeter zudem schon nicht mehr auf dem Platz und ist generell gerade auf der Suche nach seiner Form. Gut möglich also, dass Leonardo Bittencourt demnächst öfter mit dem Ball unter dem Arm zum Punkt geht. Nachzuholen hätte er ja einiges. (dco)

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