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Leonardo Bittencourt im Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt.

Offensivspieler mit starker Partie für Werder Bremen gegen die SGE

Werder-Neuzugang Leonardo Bittencourt – gerne mal auf die besondere Art

Frankfurt – Der Ball war eigentlich schon verloren. Die Chancen, ihn noch zurückerobern zu können, standen eher schlecht. Leonardo Bittencourt war das aber herzlich egal. Sieben Minuten war die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem SV Werder Bremen alt, als der 25-Jährige von Filip Kostic routiniert abgelaufen wurde, dann allerdings energisch nachsetzte.

Plötzlich stand der Neuzugang des SV  Werder Bremen doch noch im Fokus: Nach Bittencourts Flanke hätte Maximilian Eggestein beinahe das 1:0 für die Bremer erzielt. Ein guter Auftakt. Dem Leonardo Bittencourt in Frankfurt eine Vielzahl guter Aktionen folgen ließ.

Werder Bremen: Kohfeldt lobt Neuzugang Bittencourt

„Er macht das extrem gut, weil er immer wieder nach Lösungen sucht“, lobte Trainer Florian Kohfeldt nach dem 2:2. Vor der Führung des SV  Werder Bremen hatte sich Leonardo Bittencourt, nominell als zentraler Mann des Dreiersturms aufgeboten, bis weit in die eigene Hälfte zurückfallen lassen, hatte Josh Sargent per herrlichem Zuspiel bedient – und damit einen kuriosen Treffer eingeleitet, bei dem sich erst Sargent und dann Bittencourt selbst zweimal versuchen durften, ehe Davy Klaassen schließlich erfolgreich war. „Anscheinend wollte der Ball bei mir nicht rein“, schmunzelte Bittencourt nach dem Spiel – wohlwissend, dass er auch so eine gute Partie abgeliefert hatte. Seine Zahlen belegen das.

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt gewann in der Partie die meisten Zweikämpfe aller Werder-Spieler

Mit 75 Läufen (davon 24 Sprints) hatte er während der 90 Minuten die zweitmeisten aller Spieler auf dem Platz zurückgelegt. Nur Frankfurts Danny da Costa (87) brachte es auf mehr. Zudem hat kein Spieler von Werder Bremen mehr Zweikämpfe gewonnen als Bittencourt, der sich 14 Mal im direkten Duell durchsetzte. Insgesamt hat der Deutsch-Brasilianer, der am letzten Tag der Sommer-Transferphase von 1899 Hoffenheim gekommen war, auch in seinem vierten Spiel im Werder-Trikot gezeigt, warum Kohfeldt ihn unbedingt haben wollte: Leonardo Bittencourt verbindet in seinem Spiel Elemente, die es in dieser Kombination nicht allzu häufig gibt.

Werder Bremen: Bittencourt ist für Gegenspieler schwer zu fassen

Er ist schnell und trickreich, hat dank seiner Körpergröße von 1,70 Meter einen tiefen Schwerpunkt, weshalb er für seine Gegenspieler nicht leicht zu fassen ist – und er wählt gerne mal Lösungen, die nicht unbedingt zu erwarten sind. Ist das frech? Unorthodox? Einfach nur clever? Vermutlich irgendetwas dazwischen. Auf der anderen Seite ist Leonardo Bittencourt aber auch robust, kann sich in Zweikämpfe verbeißen, seine Gegenspieler nerven. 15 Mal ist er in der laufenden Saison schon gefoult worden, hat selbst aber auch schon 13 Mal ausgeteilt.

Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt: „wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen“

„Es war ein hartes Spiel. Wir haben gekämpft und dagegen gehalten“, sagte Bittencourt in Frankfurt mit einem Strahlen in den Augen. Was sonst in erster Linie bei Abwehrspielern für Verzückung sorgt, liegt dem Techniker eben auch. „Ganz zufrieden sind wir aber nicht, denn es wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen“, schob er noch nach. Was angesichts des Spielverlaufs mit phasenweise drückender Frankfurter Überlegenheit eine ziemlich exklusive Sichtweise war. Weil sie aber von Leonardo Bittencourt kam, hätte man sie auch frech, unorthodox oder einfach nur clever nennen können. (dco)

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