Leonardo Bittencourt ist nach seiner Rippenverletzung wieder fit. Beim Spiel von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim bekam er eine gute halbe Stunde Spielzeit.
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Leonardo Bittencourt ist nach seiner Rippenverletzung wieder fit. Beim Spiel von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim bekam er eine gute halbe Stunde Spielzeit.

Nach TSG-Hoffenheim-Spiel

„Die letzten Wochen sind für mich perfekt gelaufen“: Leonardo Bittencourt und die Freude über sein Werder-Comeback

Bremen – Gefallen hatte ihm die eine Saison bei der TSG Hoffenheim schon. „Ich hatte dort eine tolle Zeit und habe viele liebenswerte Menschen kennengelernt“, sagte Leonardo Bittencourt einmal. Trotzdem wechselte er im September 2019 zum SV Werder Bremen, weil zu ihm nach eigener Aussage ein Verein besser passe, „der Tradition hat, Geschichte, wo die Zuschauer eine Rolle spielen. Ein Club, mit dem ich mich identifizieren kann.“ Das tut er bei den Bremern zweifelsfrei, das Wiedersehen mit dem Ex-Verein am vergangenen Freitag war dennoch ein besonderes – weil einerseits eine lange Durststrecke für Bittencourt endete und er andererseits mit einem knapp halbstündigen Einsatz zudem den nächsten kleinen Schritt in Richtung Optimalform gemacht hat.

„Die letzten Wochen sind vom Verlauf her perfekt für mich gelaufen“, erklärte der 28-Jährige im Anschluss an Werder Bremens 2:1-Auswärtssieg in Sinsheim. „Gegen Gladbach bin ich nach einer schwierigen Woche reingekommen, wo ich nicht wusste, ob die Rippe wirklich hält. Und dann führen wir mit 5:1, ich kriege 15 Minuten. Das war für mich überragend, um in ein Spiel reinzukommen.“ Zur Erinnerung: Leonardo Bittencourt hatte sich am 4. Spieltag in der Partie gegen Eintracht Frankfurt kurz nach seinem herrlichen Kopfballtreffer verletzt, eine hartnäckige Blessur im Rippenbereich machte ihm in der Folge das Atmen und somit auch das Leben schwer.

Halbe Stunde Spielzeit für Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: Leonardo Bittencourt geht es wieder „sehr gut“

Drei Mal musste er deshalb in der Bundesliga zuschauen, ehe das rund viertelstündige Comeback gegen Mönchengladbach glückte. Im Duell mit der TSG Hoffenheim reichte es nun sogar schon wieder für die doppelte Distanz. „Heute war es klar, dass er mir 30 Minuten gibt“, verriet Leonardo Bittencourt über ein Gespräch mit Werder Bremens Trainer Ole Werner. „Mir geht es sehr gut. Ich bin froh, wieder dabei zu sein und auch in der Phase dabei zu sein, wo wir wieder Spiele gewinnen.“

In den Schlussminuten war der Mittelfeldakteur dann auch direkt mittendrin, als die Bremer die drei Punkte beim bisherigen Tabellenfünften entführten. Während der Unparteiische Benjamin Cortus und sein Video-Assistent minutenlang das elfmeterwürdige Foul an Mitchell Weiser überprüften, diskutierte Bittencourt mit dem Chef-Regelhüter auf dem Platz, tauschte sich emsig mit einigen ehemaligen Hoffenheimer Weggefährten aus – und freute sich schließlich als Erster, als Cortus nach Ansicht der Videobilder auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Rest ist bekannt, Niclas Füllkrug schoss Werder Bremen zum nächsten Sieg. Dadurch endete auch ein ganz persönlicher Fluch für Leonardo Bittencourt. Im zwölften Anlauf gelang es ihm nämlich zum allerersten Mal überhaupt, als Sieger gegen die TSG Hoffenheim vom Platz zu gehen. Zuvor hatte es im Laufe seiner Karriere vier Unentschieden und sieben Niederlagen gegeben. Doch dieses Mal war alles anders – was die Erinnerungen an den Ex-Verein nun noch etwas schöner machen dürfte. (mbü/dco)

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