Vor Werder-Spiel gegen Köln

Wie Werder-Profi Leo Bittencourt beim Selke-Transfer zum 1. FC Köln half

Bremen – Vor ein paar Tagen erst haben sie miteinander gesprochen. Davie Selke hatte die Telefonnummer von Leonardo Bittencourt gewählt, um sich aus erster Hand ein paar wertvolle Tipps abzuholen. „Ich hatte mit Davie Kontakt, als es mit seinem Wechsel konkreter wurde. Da hat er mich gefragt, wie es in der Stadt und in dem Verein so ist“, berichtete der Profi des SV Werder Bremen, der früher in seiner Karriere ja auch schon das Trikot des 1. FC Köln getragen hat, noch immer enge Verbindungen in die Domstadt pflegt.

„Wenn ein Freund einen Rat braucht, dann bekommt er von mir auch einen ehrlichen Rat.“ Die offenen Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, der Ex-Bremer Davie Selke steht inzwischen bekanntlich am Rhein unter Vertrag. Am kommenden Samstag begegnen sich die beiden Kumpel wieder, wenn Werder Bremen beim Re-Start der Bundesliga auf den 1. FC Köln trifft (18.30 Uhr, DeichStube-Liveticker). Doch Bittencourt kündigt augenzwinkernd an: „Wenn das Spiel dann läuft, gibt es sowieso keine Freundschaft.“

Werder Bremen vor Spiel gegen 1. FC Köln: Leonardo Bittencourt sieht in den Makeln der Testspiele etwas Positives

Denn Werder Bremen will die Hinrunde natürlich am liebsten so beenden, wie sie über weite Strecken gelaufen ist: sehr erfolgreich. Der anvisierte Klassenerhalt schwebt schließlich noch immer über allem. In den Vorbereitungspartien des Jahres 2023 gab es für die Grün-Weißen zwei Siege und ein Remis, doch Trainer Ole Werner hat auch auf vorhandene Makel hingewiesen. Leonardo Bittencourt hat das durchaus gefallen. „Natürlich wollen wir auch in den Testspielen probieren, unser bestmögliches Gesicht zu zeigen, aber ich bin eigentlich immer glücklicher, wenn ein Test nicht so läuft, weil man dann sieht, woran es noch hapert“, betonte er. Details verschwieg der 29-Jährige dann aber doch lieber. „Das kann ich jetzt hier nicht sagen, wir werden ja auch beobachtet“, meinte Bittencourt lachend.

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Leonardo Bittencourt half beim Davie Selke-Transfer - 1. FC Köln-Stürmer will gegen Ex-Club an „Grenze des Legalen“ gehen

Neben dem mannschaftlichen Erfolg wünscht sich der Mittelfeldmann vor allem, dass er ähnlich stark aus den Startlöchern kommt wie im vergangenen Sommer. Da überzeugte er zum Saisonauftakt direkt mit zwei Treffern und vielen weiteren guten Szenen. „Ich fühle mich wirklich sehr gut“, erklärte er. „Ich will an dieses Limit kommen und an die Leistung der ersten vier Spiele anknüpfen. Da war ich topfit.“ Danach wurde er allerdings von einer Verletzung ausgebremst, die Leistungen wurden nach der Genesung wechselhafter. Um wieder in Bestform zu kommen, schuftete Leonardo Bittencourt während des winterlichen Familienurlaubs in Brasilien unter anderem mit einem Personaltrainer am Strand. „Es ging darum, meine Schnelligkeit und die Beinkraft zu trainieren.“

Läuft es optimal, dann werden der 1. FC Köln und Davie Selke am Samstag zu spüren bekommen, was diese Zusatzschichten gebracht haben. Werder Bremens Ex-Stürmer weiß aber auch so um die Brisanz des Duells. „Es ist für mich kein Spiel, wie jedes andere“, hatte Selke jüngst verraten, kündigte aber auch an: „Ich versuche, alles für mein Team an der Grenze des Legalen rauszuholen.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Jan Huebner

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