+
Leonardo Bittencourt will endlich sein erstes Bundesliga-Spiel im Dress des SV Werder Bremen machen. Am Samstag geht es gegen Union Berlin.

Werder-Profi vor Union Berlin

Leonardo Bittencourt heiß aufs Werder-Debüt: „Ich zähle schon die Tage runter, bis wir nach Berlin fahren“

Bremen – Das Spiel ist fast ein halbes Jahr her, statistisch gesehen hat es aber bis heute eine Bedeutung für Leonardo Bittencourt. Am 29. März 2019 stand er für die TSG Hoffenheim beim 4:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen 74 Minuten lang auf dem Platz – und seitdem wartet er auf seinen nächsten Startelf-Einsatz in der Bundesliga. „Ich möchte mich im Training so anbieten, dass der Trainer mich spielen lässt“, sagt der Neuzugang von Werder Bremen.

Und Leonardo Bittencourt betont: „Ich zähle schon die Tage runter, bis wir endlich nach Berlin fahren. Das wird ein besonderes Spiel.“ Natürlich weiß Bittencourt noch nicht, ob Florian Kohfeldt ihn tatsächlich von Beginn an auf den Platz schickt, auch wenn durchaus einiges dafür spricht. Auf das Spiel von Werder Bremen bei Union Berlin, im Stadion an der Alten Försterei, freut er sich aber so oder so. 

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt voller Vorfreude auf seine Werder-Premiere 

„Als Jugendspieler hatte ich viele Berührungspunkte mit Union“, berichtet Bittencourt, der in Leipzig geboren wurde und die Nachwuchsabteilung von Energie Cottbus durchlief. Als Profi war er mit den Lausitzern später zweimal an der Alten Försterei zu Gast. In der zweiten Liga setzte es zwei Niederlagen. „Über die Atmosphäre dort müssen wir gar nicht mehr sprechen“, sagt er, fügt dann aber doch an: „Sie ist einmalig. Dort zu spielen, macht einfach Spaß.“ Schon in dem Moment, als der Aufstieg von „Eisern Union“ in die Bundesliga perfekt war, habe er sich auf das Duell in Köpenick gefreut.

Bei aller Sympathie für den Ost-Club zählt für Leonardo Bittencourt in Berlin aber natürlich nur ein Sieg mit Werder Bremen. „Das ist unser Ziel, und das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.“ Nach dem 3:2-Erfolg gegen den FC Augsburg wollen die Bremer nachlegen, den schwachen Saisonstart mit zwei Niederlagen endgültig vergessen machen. „Wir haben genug Jungs im Kader, die besondere Atmosphären in fremden Stadien gewohnt sind“, sagt Bittencourt und dürfte damit auch sich selbst gemeint haben. Schließlich hat er mit Hoffenheim schon in der Champions League gespielt, lief mit dem 1. FC Köln in der Europa League auf.

Werder Bremen: Neuzugang Leo Bittencourt - der Europa-Fachmann

In der Saison 2016/2017 hatte der Deutsch-Brasilianer mit den Kölnern überraschend den fünften Tabellenplatz erreicht und sich damit fürs internationale Geschäft qualifiziert, was ihn jetzt in Bremen zu einer Art Fachmann für Europa-Überraschungen macht. Denn schließlich möchte auch Werder Bremen die Großen ärgern und sich einen Platz unter den Top Sechs sichern. „Wichtig dafür ist das Klima in der Mannschaft“, weiß Leo Bittencourt, „das kann am Ende ausschlaggebend sein, gerade, wenn du eigentlich nicht zu den Top-Vereinen gehörst.“

Dieses Klima, Bittencourt hat es seit seinem Wechsel zu Werder nun knapp zwei Wochen lang kennenlernen können. „Die ersten Tagen waren sehr turbulent, weil noch vieles neu ist,“ berichtet er und kommt zu einem ersten Zwischenfazit: „Die Atmosphäre in der Mannschaft ist sehr, sehr gut. Ich wurde hier familiär aufgenommen.“ Zwar würden noch nicht alle Abläufe passen, „das ist doch ganz normal“, das komme eben mit der Zeit. Während des Testspiels bei Hannover 96 (1:0) hatte der 25-Jährige direkt als Vorlagengeber geglänzt. Gar keine schlechte Bewerbung, um am Samstag, 15.30 Uhr, an der Alten Försterei in Werders Startelf zu stehen. (dco)

Weitere News zu Werder Bremen

Derweil muss der SV Werder Bremen 584.000 Euro an die DFL zahlen und geht deshalb auf die Stadt Bremen los. Am Mittwoch war derweil ordentlich Feuer im Training von Werder Bremen: Florian Kohfeldt faltete seine Spieler zusammen. „Ich bin kein Adrenalin-Junkie“ - Theodor Gebre Selassie von Werder Bremen im DeichStube-Interview über seine Rolle als Innenverteidiger, seine Karriere und die Familie. Nächstes Kapitel im Polizeikosten-Streit: Jetzt attackiert Sportchef Frank Baumann von Werder Bremen die Bremer Politik.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare