Leonardo Bittencourt führte den SV Werder Bremen als Kapitän aufs Feld gegen den FC St. Pauli - hier trägt der Mittelfeldspieler die weiße Binde noch am linken Arm.
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Leonardo Bittencourt führte den SV Werder Bremen als Kapitän aufs Feld gegen den FC St. Pauli - hier trägt der Mittelfeldspieler die weiße Binde noch am linken Arm.

Werder-Spieler nur kurz Kapitän auf St. Pauli

Käpt‘n wechsel dich: Darum gab Werder-Profi Leonardo Bittencourt beim FC St. Pauli die Binde ab

Hamburg – Auf einmal war sie verschwunden, die Kapitänsbinde, die Leonardo Bittencourt zu Beginn des Auswärtsspiels von Werder Bremen beim FC St. Pauli noch an seinem linken Oberarm getragen hatte. Kurze Zeit später tauchte sie dann am Arm von Christian Groß wieder auf. Was war passiert? Etwa eine Degradierung noch während der Partie? Oder der Spontan-Rücktritt als Spielführer? Weder noch. Der Grund für die Binden-Übergabe war deutlich profaner, wie Bittencourt am Tag nach der Partie in einem Sponsoren-Talk verriet.

„Das war die Binde, die sonst Ömer Toprak trägt“, schmunzelte Leonardo Bittencourt, der als Vertreter des auf der Bank sitzenden Kapitäns fungiert hatte, mit dem Stück Stoff am Arm aber partout nicht glücklich wurde, „weil Ömer seinen Bizeps etwas mehr trainiert als ich“. Da Werder Bremens Zeugwart Bittencourts eigene, etwas kleinere Binde nicht mit eingepackt hatte, mühte sich der Mittelfeldspieler mit Topraks XXL-Modell ab, schob es immer wieder an seinem Arm hoch, ehe er genug davon hatte und Christian Groß – ebenfalls ein Stellvertreter Topraks – um Hilfe bat. „Sie hat mich einfach gestört, deshalb habe ich sie Grosso gegeben“, sagte Bittencourt – und fügte lachend an: „Auch er ist im Kraftraum etwas fleißiger als ich.“

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Werder Bremen: Leonardo Bittencourt gibt XXL-Kapitänsbinde ab, weil das Stück Stoff zu groß für seinen Arm ist

Den meisten Zuschauern dürfte die große Bremer Kapitäns-Rochade beim 1:1-Unentschieden des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli – nach seiner Einwechslung in der Schlussphase übernahm dann Ömer Toprak die Binde wiederum von Christian Groß – übrigens entgangen sein, was an der eigenwilligen Farbkombination von weißer Binde und weißem Trikot lag. Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, hatte die Szene im Stadion mitbekommen und hielt fest: „Am Ende ist es ganz egal, wer die Binde trägt, denn Verantwortung übernehmen bei uns alle Spieler auf ihre Art.“ (dco) Schon gelesen? Rückkehr ohne Risiko: Werder-Trainer Werner geht bei Comeback von Marco Friedl und Co. auf Nummer sicher!

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