Leonardo Bittencourt ist für 7 Millionen Euro Ablöse zum SV Werder Bremen gewechselt.
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Leonardo Bittencourt ist für 7 Millionen Euro Ablöse zum SV Werder Bremen gewechselt.

Werder-Transfers: 7 Millionen Euro für Leo Bittencourt zu viel?

Werder-Stürmer Leo Bittencourt verteidigt hohe Transfer-Ablöse: „Ich habe mir den Preisstempel nicht aufgeklebt“

Bremen – Der SV Werder Bremen und die Finanzen – das ist gerade in diesem Jahr kein angenehmes Thema. Auch nicht für Leonardo Bittencourt. Denn der Werder-Profi wird stets genannt, wenn es um die finanziellen Schwierigkeiten der Norddeutschen geht. Schließlich mussten die Bremer für den 26-Jährigen im Sommer eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro an die TSG 1899 Hoffenheim überweisen. Viel Geld in diesen schwierigen Zeiten. Doch diese Summe war schon vor über einem Jahr bei der Ausleihe mit Kaufverpflichtung zwischen den beiden Clubs ausgehandelt worden. Und nun verteidigt Bittencourt selbst das Geschäft.

Vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Club 1. FC Köln wurde der Profi des SV Werder Bremen im Interview mit dem „Express“ gefragt: „Im Sommer musste Werder sieben Millionen Euro für Sie hinblättern. Belastet das?“ Leonardo Bittencourt antwortete: „Nein, überhaupt nicht. Ich habe mir den Preisstempel nicht aufgeklebt. Und außerdem: Für einen 26-Jährigen mit über 200 Bundesliga-Spielen, einen Spieler, der auch noch vielseitig ist – für den war das vor Corona eine nicht unübliche Summe. Und da ist die Vereinbarung getroffen worden. Ich kann nur versuchen, das Vertrauen zurückzuzahlen.“

Werder Bremen: 7 Millionen Euro für Transfer von Leonardo Bittencourt zu teuer?

In der vergangenen Bundesliga-Saison stand Leonardo Bittencourt 28 Mal auf dem Platz, 23 Mal davon in der Startelf. Er erzielte vier Tore und bereitete zwei Treffer vor. Dazu kamen noch ein Einsatz in der Relegation sowie drei Partien im DFB-Pokal mit zwei Treffern. In dieser Spielzeit stehen sechs Bundesliga-Spiele (fünf Mal Startelf, ein Tor, ein Assist) und ein Einsatz für Werder Bremen im DFB-Pokal auf seinem Konto. Der flexible Angreifer Bittencourt, der bei Werder Bremen auch schon auf der linken und rechten Seite verteidigt hat und als Sechser unterwegs war, gehört zum Stammpersonal und ist mit seiner emotionalen Art auf dem Platz ein Führungsspieler.

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt trifft nach Wechsel auf Ex-Club 1. FC Köln

Auf Kampfansagen vor dem Duell mit Köln verzichtet Leonardo Bittencourt allerdings, er gibt mit Blick auf dem 6:1-Sieg am letzten Spieltag der Vorsaison lieber den Mahner: „Das wird ein anderes Spiel als im Mai. Die Kölner haben zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend gehabt. Sie werden kratzen und beißen, um die gute Leistung gegen Bayern zu bestätigen.“ Gegen den Rekordmeister hatte das Team von Trainer Markus Gisdol nur 1:2 verloren. Dadurch allerdings auch das 16. Spiel in Folge nicht gewonnen. Da leidet Bittencourt schon ein bisschen mit, weil er eine besondere Beziehung zu der Stadt hat: „Wir fühlen uns in Bremen, bei Werder sehr wohl. Aber auch Köln vergisst man nicht. Natürlich habe ich die Stadt noch im Herzen. In Köln lebt meine Familie, meine Eltern sind da, wir haben auch noch ein Haus dort. Wenn wir zusammenkommen, dann da. Und Köln wird mit großer Sicherheit meine Heimat bleiben, wenn ich die Karriere beende.“ Das wird allerdings noch dauern, Bittencourt ist erst 26, sein Vertrag bei Werder Bremen läuft immerhin bis 2024. (kni)

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