Leonardo Bittencourt hatte beim 2:1-Sieg des SV Werder Bremen gegen Energie Cottbus Probleme mit der Wade und musste ausgewechselt werden.
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Leonardo Bittencourt hatte beim 2:1-Sieg des SV Werder Bremen gegen Energie Cottbus Probleme mit der Wade und musste ausgewechselt werden. Es liegt aber keine schlimmere Verletzung vor.

Bittencourt nicht verletzt

Nach Doppel-Auswechslung im Pokal: Entwarnung bei Werder-Profis Bittencourt und Buchanan

Bremen/Cottbus – Beim 2:1-Auswärtssieg des SV Werder Bremen im DFB-Pokal bei Energie Cottbus erlebte Leonardo Bittencourt gleichzeitig auch die Rückkehr in seine Heimat. Doch der Mittelfeldspieler konnte im ersten Pflichtspiel der Saison nicht durchspielen. In der 70. Minute humpelte Bittencourt mit Schmerzen in der Wade vom Platz und musste ausgewechselt werden. Wenige Minuten später musste auch Teamkollege Lee Buchanan angeschlagen vom Feld, ihn plagten ebenfalls muskuläre Probleme.

Am Dienstagnachmittag folgte nun bei beiden Profis die offizielle Entwarnung: Sowohl Leonardo Bittencourt als auch Lee Buchanan haben sich laut Werder „keine strukturelle Verletzungen“ zugezogen. Das ergaben Untersuchungen bei Mannschaftsarzt Dr. Georg Tsironis. Der SV Werder Bremen vermeldete zudem, dass auch alle anderen Spieler die Partie verletzungsfrei überstanden hätten.

Werder Bremen: Keine schlimmere Verletzung - Entwarnung bei Leonardo Bittencourt

Den eigentlich trainingsfreien Dienstag nutzte das Duo Bittencourt/Buchanan für eine individuelle Trainingseinheit mit den zuletzt erkrankten Niklas Stark und Abed Nankishi sowie den verletzten Benjamin Goller und Eren Dinkci. Schon in Kürze sollen sowohl Buchanan und Bittencourt wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren. Damit dürfte auch einem Einsatz des Duos zum Bundesliga-Start des SV Werder Bremen am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) nichts im Wege stehen. (mwi)

Weiter mit der Erstmeldung:

Rückflug statt weiterer Emotionen: Angeschlagener Werder Bremen-Profi Leonardo Bittencourt muss Cottbus unfreiwillig verlassen

Cottbus – Eigentlich war Leonardo Bittencourt überglücklich: Die Rückkehr zu seinem Heimatverein Energie Cottbus hatte ihn emotional überwältigt, dazu gab es einen 2:1-Sieg mit seinem SV Werder Bremen und den angepeilten Einzug in die 2. Runde des DFB-Pokals. Doch die Krönung des Tages musste ausfallen – das Treffen am Abend mit Familie und Freunden, weil die Wade streikte.

„Ich wollte hier bleiben, der Trainer hatte das auch erlaubt. Aber mit der Wade werde ich lieber mit nach Hause fliegen, um mich behandeln zu lassen“, sagte Leonardo Bittencourt nach der Partie des SV Werder Bremen und fügte noch an: „Ich hoffe, dass es nur ein Krampf war und ich am Samstag gegen Wolfsburg spielen kann.“

Werder Bremen-Profi Leonardo Bittencourt: Verletzt oder nur ein Krampf? „Hoffe, dass ich Samstag spielen kann“

In der 70. Minute war der Mittelfeldspieler vom Platz gehumpelt. Es ging nicht weiter. Und so musste er die Zitterpartie des SV Werder Bremen im Stadion der Freundschaft von draußen mitverfolgen. „Da sind wir selbst schuld. In der ersten Halbzeit hatte Cottbus zwei Ecken ansonsten gar nichts. Und wir haben in der Box gefühlt sieben bis acht Aktionen, die wir einfach nicht sauber ausgespielt haben. Du kannst in der ersten Runde im Pokal auch mal stolpern, wenn die Dinger nicht reingehen“, haderte Leonardo Bittencourt – und nicht nur damit: „In der zweiten Halbzeit war ich von Beginn an nicht zufrieden mit der Mannschaft, da haben wir ein bisschen überheblich gespielt. Wir haben es uns schwerer gemacht, als es tatsächlich war. Aber ob das jetzt schön war oder nicht, interessiert morgen auch keinen mehr.“

Damit hakte Leonardo Bittencourt den sportlichen Bereich ab und widmete sich der menschlichen Seite dieser Partie. Sein Papa Franklin Bittencourt ist eine Legende in Cottbus, weil er dort als Profi Bundesliga-Geschichte geschrieben hat. Sohn Leonardo ist dort aufgewachsen, wurde bei Energie Cottbus zum Fußball-Profi. „Es war ein Wahnsinnsgefühl, es sind viele Emotionen hochgekommen. Ich habe hier so viel geschwitzt, so viel erlebt, so viel Spaß gehabt, aber auch so viel geweint“, erzählte der 28-Jährige mit leuchtenden Augen und konnte gar nicht mehr aufhören: „Ich habe hier so viele Trainer getroffen und sogar meine Lehrerin. Sie hat mir gratuliert. Darüber habe ich mich echt gefreut. Denn ich kann mich noch erinnern, dass sie früher zu mir gesagt hat: ,Lern‘ lieber, denn mit Fußball weiß man nicht…‘“ Bittencourt lacht, er ist glücklich. Wäre da nur nicht die schmerzende Wade, die ihn zur vorzeitigen Heimreise zwingt. (kni)

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