Nach der Auswechslung im Spiel gegen Hertha BSC lieferte sich Leonardo Bittencourt ein Wortgefecht mit Trainer Ole Werner - jetzt lieferte der Mittelfeldspieler von Werder Bremen die Erklärung, wie es dazu kam.
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Nach der Auswechslung im Spiel gegen Hertha BSC lieferte sich Leonardo Bittencourt ein Wortgefecht mit Trainer Ole Werner - jetzt lieferte der Mittelfeldspieler von Werder Bremen die Erklärung, wie es dazu kam.

Auswechslung des Werder-Spielers gegen Hertha BSC

„Ich bin keiner, der großes Theater macht“: Werder-Profi Leonardo Bittencourt über das Wortgefecht mit Coach Ole Werner

Bremen - Leonardo Bittencourt musste da mal was klarstellen. Schließlich ist nach dem vergangenen Spiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC (1:0) einiges über den Mittelfeldakteur geschrieben und erzählt worden. Weil der sich bei seiner Auswechslung in der 64. Minute ein kleines Wortgefecht vor der Trainerbank mit Ole Werner geliefert hatte. So sah es zumindest aus. „Natürlich hatte ich noch was im Tank und hätte gern noch ein bisschen gespielt“, gab der 28-Jährige nun im Interview mit dem „Sportradio Deutschland“ zu. „Bei den Bildern, die dann aber an der Seitenlinie entstanden sind, ging es eher um taktische Dinge und nicht um die Auswechslung.“

Mit großen, energischen Gesten hatte Leonardo Bittencourt auf seinen Coach eingeredet und damit die Blicke auf sich gezogen. Allerdings habe er ihn nur auf Probleme auf dem Rasen hinweisen wollen, wie er jetzt erklärte. Probleme, die der Trainer des SV Werder Bremen und sein Team aber auch schon selbst registriert hatten, erzählte Bittencourt. Und somit war der Austausch auch schnell wieder beendet. „Ich bin keiner, der großes Theater macht, wenn er ausgewechselt wird“, hob Leonardo Bittencourt hervor. Selbst wenn er in einem Fall wie diesem eigentlich gern noch weitergespielt hätte. „Von dem Moment an, in dem ich meinen Pullover angezogen habe, ging es für mich nur noch darum, wie ich der Mannschaft von draußen helfen kann, damit wir das Spiel gewinnen.“

Werder Bremens Leonardo Bittencourt: „Fehlentscheidungen gehören zum Fußball dazu“

Am Ende war Werder Bremen gegen die Hertha BSC tatsächlich erfolgreich, in den drei Partien zuvor hatte das noch anders ausgesehen. Vor allem das Pokal-Aus in Paderborn schmerzte so richtig aufgrund eines zu Unrecht aberkannten Tores von Niclas Füllkrug in der Verlängerung. „Fehlentscheidungen gehören zum Fußball dazu“, meinte Leonardo Bittencourt lachend. „Ansonsten hätten wir am nächsten Tag ja nichts zu bequatschen.“ Ganz so schnell war das Schiedsrichter-Thema damit jedoch nicht vom Tisch – schließlich wird auch in Bremen immer mal wieder über die Vor- und Nachteile des Video-Assistenten diskutiert.

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Werder Bremens Leonardo Bittencourt über Überschaffung des VAR: „Mal sage ich ja, dann wieder nein“

Doch auch Leonardo Bittencourt ist sich unsicher, ob man den VAR wieder abschaffen sollte oder nicht. „Ich weiß es nicht. Mal sage ich ja, dann wieder nein“, gab er zu, nannte aber auch einen Aspekt, der ihm aktuell besonders missfällt. „Ich glaube, dass sich die Offiziellen mittlerweile so sehr auf den Video-Assistenten verlassen, dass dann Sachen passieren, bei denen keiner mehr genau weiß, ob man das darf oder nicht.“ Der erfahrene Profi, der erst kürzlich seinen Vertrag beim SV Werder Bremen verlängert hat, probiert es deshalb mit einem gelassenen Blick auf die Lage. „Mal trifft es einen, mal nicht“, sagte Bittencourt. „Jeder war schon einmal in der Situation, in der er Glück oder eben auch Pech gehabt habt.“ (mbü)

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