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Früher wirbelten sie gemeinsam für den 1. FC Köln, jetzt tragen Yuya Osako (l.) und Leonardo Bittencourt beide das Trikot von Werder Bremen.

Ex-Kölner bei Werder Bremen

Bittencourt und Osako: Wortlose Harmonie

Bremen - Leonardo Bittencourt von Werder Bremen kennt Yuya Osako aus gemeinsamer Zeit beim 1. FC Köln. Zwischen beiden herrscht wortlose Harmonie.

Leonardo Bittencourt muss sich damals schon ein wenig gewundert haben, denn der Kontrast war doch ziemlich groß. Es gab da diesen Teamkollegen, zu Kölner Zeiten noch, mit dem auf dem Platz bisweilen alles klappte. Laufwege, Raumaufteilung, Zusammenspiel - das perfekte Verständnis, Kommunikation mit den Füßen, wenn man so möchte. Abseits des Platzes allerdings: Funkstille. „Im ersten Jahr in Köln habe ich kaum seine Stimme gehört“, berichtet Bittencourt mit einem breiten Lächeln. Und meint damit: Yuya Osako.

Neben Claudio Pizarro und Nuri Sahin ist der Japaner einer von drei Profis im aktuellen Kader des SV Werder Bremen, mit denen Leonardo Bittencourt andernorts schon zusammengespielt hat. In Köln, drei Jahre lang, von 2015 bis 2018. „Schon damals war er wegen seiner Ballsicherheit ein enorm wichtiger Spieler für uns“, erinnert sich Bittencourt, den es nicht überrascht, dass Yuya Osako in Bremen aktuell der Mann der Stunde ist: „Ich wusste ja schon, welch große Qualität er hat.“

Leonardo Bittencourt: Yuya Osako braucht Zeit, „bis er auftaut“

Drei Treffer an den ersten drei Spieltagen, dazu viele clevere Aktionen auf dem Platz - nach dem Abgang von Max Kruse ist Osako der neue Dreh- und Angelpunkt in der Bremer Offensive. „Es freut mich, dass Yuya jetzt noch effektiver geworden ist und häufiger das Tor trifft“, betont Bittencourt.

Trainer Florian Kohfeldt erklärt die Leistungsexplosion des Japaners gerne damit, dass Osako in seinem zweiten Bremer Jahr nun richtig angekommen sei, sich in der Stadt und im Verein pudelwohl fühle und auch in der Kabine immer forscher werde. Eine Theorie, die Bittencourt mit folgender Aussage stützt: „Yuya braucht eben ein bisschen Zeit, bis er auftaut. Dann ist er ein witziger Kerl, mit dem man sich gut unterhalten und Spaß haben kann.“ Und gut zusammen Fußballspielen, das kann Bittencourt mit Osako ja sowieso.

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt und Yuya Osako in Startelf gegen Union Berlin?

„Ich kenne ihn sehr gut, weiß, dass ich ihn immer anspielen kann, und weiß dann auch, wohin ich laufen muss“, erklärt der 25-Jährige. Sicherlich nicht die schlechteste Voraussetzung für Bittencourt, um es am Samstag während des Auswärtsspiels bei Union Berlin auf Anhieb in Werders Startelf zu schaffen, in der Osako absolut gesetzt ist.

„Klar ist es von Vorteil, wenn du einen Spieler neu dazu bekommst, der mit dem einen oder anderen schon zusammengespielt hat“, weiß Kohfeldt - und erklärt: „Leo hat sehr gute Laufwege in die Tiefe. Er ist ein Spielertyp, mit dem Yuya gerne zusammenspielt.“ Und viele Worte - die sind auf dem Platz dann gar nicht mehr nötig. (dco)

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