Auswechslung beim SV Werder Bremen: Leonardo Bittencourt schmeckt das nicht - er diskutiert mit Trainer Ole Werner.
+
Auswechslung beim SV Werder Bremen: Leonardo Bittencourt schmeckt das nicht - er diskutiert mit Trainer Ole Werner.

Beim Werder-Sieg gegen Hertha BSC

Zoff vor der Werder-Bank: Leonardo Bittencourt motzt nach Auswechslung - und Coach Ole Werner findet‘s okay

Bremen – Nein, die Auswechslung schmeckte Leonardo Bittencourt so gar nicht. Schon auf dem Platz gestikulierte er wild Richtung Bank, und als er in der 64. Minute endgültig die Seitenlinie erreicht hatte, lieferte er sich noch ein kurzes, aber unübersehbares Wortgefecht mit Ole Werner. Der Trainer des SV Werder Bremen wollte die Szene später nicht überbewerten und lieferte nach dem 1:0-Erfolg gegen Hertha BSC zudem die Erklärung, warum er den Mittelfeldmann in jenem Moment gegen Christian Groß ausgetauscht hatte.

„Ich habe gesehen, dass er nicht unbedingt runter wollte, dass noch ein bisschen was im Tank gewesen wäre“, sagte Ole Werner über den Deutsch-Brasilianer, der nach seiner Rippenverletzung und anschließender Erkältung zum ersten Mal seit dem vierten Spieltag überhaupt wieder in der Startelf gestanden hatte. Und kurz nach seiner Vertragsverlängerung unter der Woche hätte Leonardo Bittencourt eben gern noch etwas länger dabei geholfen, das Geschehen auf dem Rasen positiver zu gestalten. „Trotzdem haben wir uns in der Phase dazu entschieden, mit ,Grosso´ jemanden zu bringen, der noch mal die Absicherung etwas besser bringt“, erklärte Werner. Groß ging deshalb auf seine angestammte Sechserposition, Ilia Gruev, der bis dato dort gespielt hatte, agierte fortan als Achter. „Wir hatten in ‚Ili‘ einen Spieler, der etwas defensiver denkt, weil in der Phase das Spiel etwas offener wurde, was wir heute nicht gebrauchen konnten“, betonte der Chefcoach des SV Werder Bremen, dessen Plan am Ende vollends aufging.

Zoff beim SV Werder Bremen nach Auswechslung von Leonardo Bittencourt - aber alles halb so wild

Dass Leonardo Bittencourt diese Idee anfangs nicht wirklich gefiel und er seinen Unmut auch lautstark äußerte, hat derweil keine negativen Nachwirkungen. „Kein Spieler ist begeistert, wenn er vom Platz muss“, meinte Ole Werner. „Ich glaube aber, dass Leo nach ein, zwei Minuten, in denen er auf der Bank saß, die Jungs auch wieder angefeuert hat.“ Die impulsive Reaktion des 28-Jährigen wertete der Trainer von Werder Bremen vielmehr als ganz wichtiges und positives Signal. „Mit dieser Emotionalität tut er uns einfach gut“, lobte Werner Bittencourt. „Wir sind eine andere Mannschaft, wenn er dabei ist.“ (mbü)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare