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Johannes Eggestein will bald die Entscheidung über seine Zukunft bekanntgeben.

Vertragsverlängerungen der Eggesteins

Das letzte Hinhalten

Bremen – Die Vollzugsmeldung lässt weiter auf sich warten. Auch auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) hat Werder Bremen noch keine Entscheidung hinsichtlich der vom Club angestrebten und von der Öffentlichkeit mittlerweile erwarteten Vertragsverlängerungen mit Maximilian und Johannes Eggestein verkündet.

„Ich bitte um Verständnis, dass wir da noch nicht konkreter werden können“, sagte Sportchef Frank Baumann und war sehr bemüht, das Eggestein-Thema zwei Tage vor dem Mainz-Spiel klein zu halten.

Aber wie soll das gehen? Maximilian Eggestein hatte mit seiner Aussage, dass bei ihm und seinem Bruder eine Entscheidung gefallen sei und „zeitnah“ mit einer Verkündung gerechnet werden könne, klare Erwartungen geschürt. Aus Versehen? Baumann jedenfalls bestätigte keine Einigung mit Maximilian – „und wenn er selbst das hätte tun wollen, hätte er es getan“.

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Johannes Eggestein: „Noch nicht endgültig entschieden“

Johannes Eggestein, mit Baumann und Trainer Florian Kohfeldt bei der PK gemeinsam auf dem Podium, wand sich ebenfalls um eine klare Aussage zur eigenen Zukunft herum. „Es ist noch nicht eindeutig entschieden“, erklärte er und widersprach damit seinem Bruder, der am Mittwoch behauptet hatte, bei „Jojo“ sei die Sache ebenfalls klar. „Was er wohl gemeint hat, war, dass ich eine klare Richtung habe. Aber das habe ich ja schon die ganze Zeit gesagt“, so der jüngere Eggestein.

Das Ganze scheint aber nur noch ein letztes Hinhalten zu sein. Wie zuvor Maximilian (Vertrag bis 2020) ließ auch Johannes (Vertrag bis Saisonende) erkennen, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Zukunft geklärt sein wird: „Ich habe Zeit gehabt, mir Gedanken zu machen. Es wird sicherlich bald eine Entscheidung geben.“ Nach einer Woche bei der U21-Nationalmannschaft wolle er nun mit seinem Vater und seinem Berater „letzte Details“ besprechen.

Kohfeldt würgt Thema ab und droht „Ärger“ an

Dass die Entscheidung in beiden Fällen pro Werder ausfällt (oder schon ausgefallen ist), wird allgemein erwartet. Ob er und sein Bruder in die gleiche Richtung steuern, darüber werde er aber „zu einem anderen Zeitpunkt“ sprechen, meinte „Jojo“, „aber nicht jetzt“.

Nicht jetzt – das war das Stichwort für Trainer Florian Kohfeldt, der das Vertragsthema nach einigen Fragen und Rückfragen energisch abwürgte. „Eigentlich sitzt Johannes nicht hier, um über seine Zukunft zu sprechen, sondern weil er gegen Leverkusen sein bislang bestes Bundesliga-Spiel gemacht hat“, sagte er und drohte mit leichter Schärfe in der Stimme: „Unsere volle Konzentration muss jetzt dem Spiel gegen Mainz gehören. Wer das nicht befolgt, kriegt Ärger mit mir.“ Ob das nur an die Medien gerichtet war oder auch noch an die Eggesteins selbst, blieb offen. Johannes Eggestein sah – direkt neben dem Trainer sitzend – jedenfalls nicht so aus, als fühle er sich ertappt oder explizit angesprochen.

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