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Am 2. März 2018 wendete Joker Aron Johannsson die drohende Niederlage für Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach noch ab.

Ein Blick zurück

Werder in Gladbach: So liefen die letzten fünf Auswärts-Partien gegen die Borussia

Bremen - Werder Bremen spielt am Sonntagmittag (13.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach. Nach zuletzt fünf Remis in Serie wollen die Bremer beim Tabellenführer ihren Anspruch auf die Europapokal-Plätze untermauern. Doch wie gastfreundlich die ist Borussia? Die letzten fünf Spiele am Niederrhein im Überblick.

Bundesliga - 7. April 2019: Borussia Mönchengladbach – SV Werder Bremen 1:1

Offener Schlagabtausch – Klaassen kontert Neuhaus spät

Mitten im Kampf um die europäischen Plätze musste der SV Werder Bremen am 28. Spieltag der Saison 2018/19 bei Borussia Mönchengladbach ran. Ein vor allem nach der Pause offener Schlagabtausch mit hohem Tempo und vielen Torszenen endete nach 90 Minuten 1:1. Die Führung der Fohlen durch Florian Neuhaus (49.) konterte Davy Klaassen rund 15 Minuten vor dem Schlusspfiff spät (79.). Für die Grün-Weißen ein etwas schmeichelhafter Punktgewinn, da Gladbach ein Plus an klaren Torchancen verzeichnete, diese aber nicht zu nutzen wusste.

Tore: 1:0 Florian Neuhaus (49.), 1:1 Davy Klaassen (79.)

Verfolgt das aktuelle Spiel der Saison 2019/2020 von Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach im Live-Ticker der DeichStube.

Bundesliga – Freitag, 2. März 2018: Borussia Mönchengladbach - SV Werder Bremen 2:2

Joker Johannsson sichert Bremen einen Punkt

Es ging bitter los für Werder, an diesem Freitagabend. Schon nach fünf Minuten stand es im Gladbacher Schneegestöber 0:1 aus Bremer Sicht. In der 33. Spielminute war es dann ein Bremer, der für Gladbach nachlegte: Niklas Moisander ließ Torhüter Jiri Pavlenka bei seinem Eigentor keine Abwehrchance. So ging es mit einem 0:2 Rückstand in die Pause. Doch Werder gab sich nicht auf, und Kohfeldt brachte Aron Johannsson, der in Halbzeit zwei seinen großen Auftritt haben sollte. Nachdem Thomas Delaney die Bremer per Kopfball zurück ins Spiel gebracht hatte (59.), war es Johannsson, der seine Abschlussqualitäten zeigte und zum 2:2-Endstand traf (78.). Ein Unentschieden, das sich für Trainer Florian Kohfeldt und seinen Superjoker Johannsson wie ein Sieg anfühlte.

Tore: 1:0 Zakaria (5.), 2:0 Moisander (33./ET), 2:1 Delaney (59.), 2:2 Johannsson (78.)

Bundesliga – Samstag, 17. September 2016: Borussia Mönchengladbach - SV Werder Bremen 4:1

Schicksalsspiel für Viktor Skripnik

Nach dem Pokal-Aus in der ersten Runde und zwei desaströsen Auftritten in der Bundesliga stand der SV Werder schon am dritten Spieltag der Saison 2016/2017 mit dem Rücken zur Wand. Auf die Bremer und besonders ihren Trainer Viktor Skripnik kam also ein echtes Schicksalsspiel zu. Kein Wunder also, dass der ehemalige Bremer Verteidiger alle Register zog und fleißig umstellte. Jaroslav Drobny gab sein Debut im Bremer Tor, und Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic wurde überraschend als einzige Sturmspitze aufgeboten. Die taktischen Maßnahmen halfen allerdings nicht – im Gegenteil.

Schon nach den ersten 45 Minuten stand es 4:0 für die Gastgeber. Thorgan Hazard (11./17.) und Raffael (21./41.) hatten jeweils doppelt getroffen und damit die Bremer Niederlage frühzeitig besiegelt. Auch Serge Gnabrys Ehrentreffer (73.) machte keinen Unterschied mehr. Unschöner Schlusspunkt: Aron Johannsson holte sich in der 80. Minute noch eine Rote Karte wegen Meckerns ab. Noch auf der Busfahrt zurück nach Bremen fiel dann die Entscheidung, auf die viele Fans schon länger gewartet hatten: Werder suspendierte Viktor Skripnik. Später übernahm Alexander Nouri die Mannschaft.

Tore: 1:0 Hazard (11.), 2:0 Hazard (17.), 3:0 Raffael (21.), 4:0 Raffael (41.), 4:1 Gnabry (73.)

Bundesliga – Freitag, 5. Februar 2016: Borussia Mönchengladbach - SV Werder Bremen 5:1

Pizarros 182. Bundesliga-Treffer als einziger Lichtblick

Werder schloss die Saison 2015/2016 am Ende mit 65 Gegentreffer ab. Nur der VfB Stuttgart kassierte noch mehr Tore, trat aber, im Gegensatz zu den Bremern, auch den Weg in Liga Zwei an. Wie die Grün-Weißen zu ihrer negativen Statistik kamen, ließ sich auch am 20. Spieltag in Gladbach erkennen. Eine äußerst schwache Bremer Defensive trug ihren Teil dazu bei, dass von den insgesamt 13 Gladbacher Torschüssen neun auf das Tor von Felix Wiedwald gingen.

Diese Zielsicherheit zahlte sich dann auch in fünf Treffern aus. Lars Stindl machte den Anfang (12.), Andreas Christensen traf gleich doppelt (31./50.), Raffael erzielte auch noch sein Tor (70.), und Havard Nordtveit setzte den Schlusspunkt (88.). Einziger Lichtblick: Claudio Pizarro hatte zum zwischenzeitlichen 1:3 (56.) aus Bremer Sicht getroffen. Es war sein 182. Bundesliga-Treffer im 400. Spiel.

Tore: 1:0 Stindl (12.), 2:0 Christensen (31.), 3:0 Christensen (50.), 3:1 Pizarro (56./Elfmeter), 4:1 Raffael (70./Elfmeter), 5:1 Havard Nordtveit (88.)

Bundesliga – Mittwoch, 17. Dezember 2014: Borussia Mönchengladbach - SV Werder Bremen 4:1

Kruse mit drei Scorerpunkten gegen Werder

Dass Max Kruse nicht erst seit Vorgestern zu den besten Angreifern der Bundesliga gehört, zeigt ein eindrucksvoller Auftritt am 16. Spieltag der Saison 2014/2015, damals noch im Dress der Gladbacher. Wie so oft war Werder auch in dieser Saison die Schießbude der Liga, und die Gladbacher wussten die Bremer Defensivschwäche souverän auszunutzen. Kruse selbst stellte in der 32. Minute per Elfmeter die Weichen für einen Sieg der Hausherren und legte nur sechs Minuten später für Oscar Wendt auf.

Nach der Halbzeit verwandelte Junuzovic einen Freistoß zum Anschluss (51.), doch in der 64. Minute segelte Kruses Hereingabe auf Kramers Kopf, und der Mittelfeldspieler traf mitten in die aufkeimende grün-weiße Hoffnung hinein. Der nächste Rückschlag für die Bremer kam prompt, als Luca Caldirola mit Gelb-Rot vom Platz flog (66.). Branimir Hrgota setzte letztlich den Schlusspunkt (88.). Ein gebrauchter Mittwochabend für Werder, an dem sich wohl so mancher Fan gewünscht haben dürfte, Max Kruse würde für Bremen spielen...

Tore: 1:0 Kruse (32./Elfmeter), 2:0 Wendt (38.), 2:1 Junuzovic (51.), 3:1 Kramer (64.), 4:1 Hrgota (88.) (lüt)

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