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Im letzten Jahr gewann der SV Werder Bremen in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit 5:1 beim SC Weiche Flensburg. Gelingt auch diese Saison gegen den 1. FC Heidenheim der Einzug in das Achtelfinale?

Werder Bremen empfängt den 1. FC Heidenheim

So liefen die letzten fünf Zweitrunden-Begegnungen für Werder im DFB-Pokal

Der SV Werder Bremen empfängt am Mittwochabend (18.30 Uhr) in der zweiten Runde des DFB-Pokals den 1. FC Heidenheim und damit den aktuell Fünftplatzierten der 2. Bundesliga im Weserstadion.

Auf die Heidenheimer traf Werder Bremen erst ein einziges Mal. Und das endete nicht gut für die Grün-Weißen: 2011 gastierte der Bundesligist in der ersten DFB-Pokalrunde beim Außenseiter. Damals gaben die Bremer die Partie nach einer Führung durch Markus Rosenberg noch aus der Hand und mussten sich am Ende mit 1:2 (1:0) geschlagen geben.

Nun also das Duell in Runde zwei: Bevor Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim im Live-Ticker startet, geben wir Euch einen Überblick über die letzten fünf Zweitrunden-Begegnungen des SVW im Pokal.

31. Oktober 2018: SC Weiche Flensburg – Werder Bremen 1:5

Sicherer Einzug ins Achtelfinale – Werder lässt Flensburg keine Chance

Im vergangenen Jahr ging die Reise für den SV Werder Bremen trotz des Gegners SC Weiche Flensburg nicht zum Viertligisten, sondern nach Lübeck auf die Lohmühle. Flensburg musste in die Hansestadt ausweichen, da das eigene Stadion nicht einmal 5000 Zuschauern Platz geboten sowie die installierte Flutlichtanlage nicht ausgereicht hätte.

5:1! So hieß der Endstand nach 90 gespielten Minuten in Lübeck. Bis auf einen kleinen Wackler in der 27. Minute, als Ilidio Pastor Santos für den Regionalligisten zum zwischenzeitlichen 1:1 traf, hatte Werder das Spiel im Griff. Claudio Pizarro erzielte schon nach wenigen Minuten den Führungstreffer (8.), Florian Kainz (38.) und Davy Klaassen (44., Foulelfmeter) erhöhten noch vor dem Halbzeitpfiff auf 3:1.

Und auch nach dem Seitenwechsel ließ Werder nichts mehr anbrennen. Der für Pizarro eingewechselte Martin Harnik machte vor 5.500 mitgereisten grün-weißen Fans mit einem Doppelpack alles klar (76., 81.).

Tore: 0:1 Pizarro (8.), 1:1 Santos (27.), 1:2 Kainz (38.), 1:3 Klaassen (44., Foulelfmeter), 1:4 Harnik (76.), 1:5 Harnik (81.)

25. Oktober 2017: Werder Bremen – TSG Hoffenheim 1:0

Werder Bremen hält beeindruckende Pokalserie am Leben

Ein Tor von Ishak Belfodil, eine glückliche Schiedsrichter-Entscheidung und ein überragender Jiri Pavlenka in der Nachspielzeit hatten in der zweiten Runde des DFB-Pokals 2017/18 gegen die TSG Hoffenheim für den Bremer Achtelfinal-Einzug gesorgt – die Grün-Weißen gewannen knapp mit 1:0 im Weserstadion. Es war damit bereits das 36. DFB-Pokal-Heimspiel in Folge, das Werder Bremen gewinnen konnte – Rekord!

Dabei hatten die Hausherren in der 18. Minute Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Tobias Stieler stumm blieb. Ulisses Garcia traf Kerem Demirbay im Strafraum am Fuß – ein Elfmeter wäre hier folgerichtig gewesen. Im Anschluss erzielte Werder Bremen trotz starker Feldvorteile der Kraichgauer das Tor des Tages. Ishak Belfodil musste nach einer Ecke von Zlatko Junuzovic, die von Thomas Delaney und Niklas Moisander am kurzen Pfosten weitergeleitet wurde, nur noch den Fuß hinhalten (31.).

Danach verwaltete der SVW das Ergebnis und ließ kaum eine Chance zu. Erst in der Nachspielzeit wurde es noch einmal so richtig spannend: Zunächst begrub Pavlenka einen Schuss von Andrej Kramaric unter sich, dann lenkte er einen Kopfball von Benjamin Hübner mit den Fingerspitzen an die Latte – eine Glanzparade. Am Ende blieb es beim 1:0.

Tor: 1:0 Belfodil (31.)

28. Oktober 2015: Werder Bremen – 1. FC Köln 1:0

Erstes Pokalheimspiel nach über fünf Jahren: Ujah ärgert seinen Ex-Klub

Fünfeinhalb Jahre – so lange hatten sich die Fans des SV Werder Bremen im DFB-Pokal auf ein Heimspiel gedulden müssen. Doch das lange Warten sollte sich bezahlt machen. In der zweiten DFB-Pokalrunde 2015/16 schlugen die Grün-Weißen den 1. FC Köln durch ein Tor von Anthony Ujah mit 1:0.

In Hälfte eins hatte Werder Bremen mehr vom Spiel und ging deswegen auch durchaus verdient in Führung. Ausgerechnet der Ex-Kölner Ujah war in der 23. Minute zur Stelle, drehte sich um Innenverteidiger Frederik Sörensen und schloss zum 1:0 ab. Aus Respekt vor seinem ehemaligen Club jubelte der Angreifer im Weserstadion allerdings nicht. Im zweiten Abschnitt versuchte Köln zwar mehr, blieb aber bis zum Ende zu ungefährlich vor Werder-Keeper Felix Wiedwald, der seinen Kasten zum ersten Mal seit längerer Zeit mal wieder sauber hielt.

Tor: 1:0 Ujah (23.)

28. Oktober 2014: Chemnitzer FC – Werder Bremen 0:2

Drittliga-Fluch im DFB Pokal ist gebrochen

Dreimal in Folge hatte es für Werder Bremen ein Erstrunden-Aus gegen einen Drittligisten (Heidenheim, Münster, Saarbrücken) gegeben, in der zweiten Runde des DFB-Pokals 2014/15 wurde dieser Bann gegen den Chemnitzer FC gebrochen worden. Mit Viktor Skripnik, dem neuen Cheftrainer an der Seitenlinie, gewann Werder mit 2:0.

Und es war ein verdienter Auftakterfolg für Skripnik: Zwar hätte Chemnitz nach 28 Minuten in Führung gehen können, nachdem ein Distanzschuss von Stürmer Anton Fink nur an den Pfosten knallte, doch insgesamt kam zu wenig von Seiten des Underdogs. Fin Bartels nach Vorlage von Izet Hajrovic (31.) und Franco Di Santo, der einen Assist von Clemens Fritz verwertete (49.), machten es besser und ließen die Werder-Fans jubeln.

Tore: 0:1 Bartels (31.), 0:2 Di Santo (49.)

26. Oktober 2010: FC Bayern München – Werder Bremen 2:1

Pizarro-Blitz-Tor nach 89 Sekunden reicht nicht

Die beiden Finalisten des DFB-Pokals aus dem Vorjahr, das der FC Bayern München gegen Werder Bremen mit 4:0 für sich entschieden hatte, trafen in der Spielzeit 2010/11 schon in der zweiten Runde aufeinander. Und erneut behielten die Bayern die Oberhand, obwohl die Grün-Weißen schon früh die Führung erzielt hatten.

So war es Werder-Legende Claudio Pizarro, dem schon nach 89 Sekunden in der Allianz Arena der erste Treffer der Partie gelang. Doch der Vorsprung sollte nicht allzu lange halten: In der 27. Minute besorgte Bastian Schweinsteiger gegen Werders eigentliche Nummer drei, Sebastian Mielitz, den Ausgleichstreffer. Trotz klarer Vorteile blieb es aus Sicht der Bayern zum Halbzeitpfiff aber nur beim 1:1.

Und fast hätte sich das gerächt: Denn Werder Bremen steigerte sich in der zweiten Hälfte und verzeichnete beste Gelegenheiten, ließ diese aber aus. So traf Marko Arnautovic, der das Pizarro-Tor zum 1:0 aufgelegt hatte, mit einem Freistoß aus 24 Metern nur den Querbalken.

Also kam es, wie es kommen musste. Werder machte das 2:1 nicht und fing sich hinten einen Treffer. Erneut war es Schweinsteiger, der für Bayern erfolgreich war und den Ball per Distanzschuss ins linke obere Eck nagelte (75.). Dank der mangelnden Chancenverwertung des SVW zogen die Münchner zwar etwas glücklich, aber aufgrund der Gesamtvorteile auch nicht unbedingt unverdient, ins Achtelfinale ein. (bst)

Tore: 0:1 Pizarro (2.), 1:1 Schweinsteiger (27.), 2:1 Schweinsteiger (75.)

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