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Levent Aycicek war begehrt bei den Fans in Hoya.

Werder-Profi enttäuscht wegen seiner Verbannung

Aycicek will nicht ins Ausland

Hoya - Levent Aycicek grinst zufrieden, er hat an diesem Mittwochabend nach zwei Toren beim 8:1-Testspielsieg in Hoya auch allen Grund dazu. Außerdem fühlt er sich in seiner Mannschaft pudelwohl, lobt ausdrücklich den Trainer – doch eines stimmt eben nicht: die Liga.

Denn der 23-Jährige ist zu Werders U 23 abgeschoben worden, einem Drittligisten. „Ich will aber mindestens zweite Liga spielen“, betont Aycicek. Einen Wechsel ins Ausland strebt er dabei nicht an: „Mein Ziel ist es, in Deutschland zu bleiben.“

Das vermeintliche Interesse von Besiktas Istanbul ist damit wohl zu vernachlässigen. Obwohl Aycicek auch nichts ausschließen möchte. Zu prekär ist seine Lage. Seine Clubsuche dauert schließlich schon etwas länger. 

Denn schon nach seiner Rückkehr von der Ausleihe an Zweitligist 1860 München wurde ihm mitgeteilt, „dass ich nicht bei den Profis trainieren darf“, berichtet der gebürtige Nienburger und gesteht: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass mich der Trainer oben nicht haben will. Werder ist mein Verein, ich gehe hier in mein zehntes Jahr.“ Alexander Nouri hat keine Verwendung für den offensiven Mittelfeldspieler.

Levent hat ein anderes Niveau

U 23-Trainer Florian Kohfeldt nimmt den kleinen Dribbler dagegen mit Kusshand. „Als Trainer eines Drittligisten wünscht man sich natürlich so einen Spieler. Levent hat ein anderes Niveau als unsere jungen Spieler, er ist schon im Profi-Fußball angekommen“, sagt Kohfeldt. Er weiß aber auch, dass er Aycicek wohl bald verlieren wird. 

Der Verein will das, der Spieler im Prinzip auch, wenngleich Aycicek betont: „Ich habe hier in der U 23 einen super Trainer. Das sind alles gute Jungs. Es macht mir wirklich Spaß.“ Doch es geht um seine Karriere. Aycicek will ein Jahr vor Vertragsende in Bremen keinen Rückschritt machen. Aber komplett abgehakt hat er seinen Heimatverein dann doch nicht: „Vielleicht komme ich ja irgendwann zurück.“

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