Werder Bremen gegen AS Monaco im Retro-Liveticker: Das ist das Ding - die Werder-Profis haben den Europapokal der Pokalsieger 1992 gewonnen!
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Werder Bremen gegen AS Monaco im Retro-Liveticker: Das ist das Ding - die Werder-Profis haben den Europapokal der Pokalsieger 1992 gewonnen!

Werder gegen Monaco (fast) live

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale 1992 im Retro-Liveticker: Schluss! Aus! Werder hat den Pott!

Der SV Werder Bremen spielt am 6. Mai 1992 das Finale im Europapokal der Pokalsieger gegen die AS Monaco. Verfolgt das Spiel (fast) live im Liveticker der DeichStube! Endstand: 2:0.

20.50 Uhr: Ja, herrlich! Da ist der Pokal - und zwar genau da, wo er hingehört. Klaus Allofs und Wynton Rufer verlegen Lissabon direkt an die Weser, lassen Werder feiern ohne Ende! Für uns die Gelegenheit, leise tschüss zu sagen, in den vollgetankten Golf III zu steigen und gen Sonnenuntergang zu fahren. Schön war‘s. Bis bald.

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale im Retro-Liveticker: Werder ist Europapokalsieger der Pokalsieger 1992

90. Minute: Schluss! Aus! Vorbei! Die Sensation ist perfekt! Der Europapokalsieger der Pokalsieger 1992 heißt Werder Bremen! Die Spieler fallen sich in die Arme, Schnauzbärte reiben über verschwitzte Wangen, Ballonseide lädt sich elektrisch auf. Lechz!

87. Minute: Noch sind hier wenige Minuten zu spielen, aber wir legen uns jetzt schon fest: Scheiß auf zurück in die Zukunft, scheiß auf den Fluxkompensator! Wir bleiben hier! Dürfte gleich ne geile Party werden.

85. Minute: Und wieder Weah! Versucht jetzt, Rollmann den bereits sicher abgefangenen Ball aus den Armen zu köpfen. So ein Schlawiner, ein ausgekochter.

83. Minute: Weah jetzt plötzlich frei vor dem Tor, verpatzt dann aber die Ballannahme. Für Ploog die Gelegenheit, uns mitzuteilen, dass der Stürmer „ein Musikfreak“ ist und über 2000 CDs sein Eigen nennt. Krass. Müssen alle sein, die damals so in Umlauf waren.

80. Minute: Oha! Jetzt wird es poetisch! „Und so ist es möglich, dass in dieser Nacht von Lissabon vielleicht erstmals der Stern des SV Werder Bremen aufleuchtet auf europäischer Ebene.“ Ihr Rainer Maria Ploog.

77. Minute: Werder hat hier alles im Griff. Wenn Monaco nicht gleich noch Großes einfällt, könnte sie tatsächlich eintreten, die Sensation! Bremen! Als Europapokalsieger! Klingt irgendwie geil. Teilen an dieser Stelle natürlich gerne unser Insiderwissen mit euch: Die Mannschaft wird morgen gegen 16.30 Uhr am Bremer Flughafen landen... Pssst.

75. Minute: Retro-Liveticker haben sie gesagt, machst du schon, liegt dir doch. Schön und gut. Dass ich das Ding hier aber seit knapp zwei Stunden in einen Amiga 600 hacken muss, sieht wieder keiner!

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale im Retro-Liveticker: Glaskugel im Gästeblock?

71. Minute: Plötzlich Wirbel im Werder-Block! Ein Fan, der einen Gegenstand in den Händen hält, der von Weitem betrachtet eine Glaskugel sein könnte, faselt irgendetwas von einem Düsseldorfer 2:1-Heimsieg gegen Darmstadt, der „unendlich wichtig“ sein soll. Arme Seele. Wo bleiben die Sanitäter?

70. Minute: Monaco, was denn los hier? So richtig kommt sie nicht in Fahrt, die Schlussoffensive des Favoriten, was sicherlich auch daran liegt, dass Werders Verteidiger vermutlich auch 50-Tonner aus dem Strafraum grätschen würden. „Ein Bollwerk“, nennt Ploog das. Was auch immer der Tischtennisspieler damit zu tun haben sollen. Ächz.

67. Minute: Mannomann! Gnako gegen Eilts mit einem Foul, das 30 Jahre später so ziemlich jedes Fußballspiel an den Rande des Abbruchs bringen würde. Reaktionen damals aber irgendwo zwischen „Macht er aber auch ziemlich viel draus“ und „Läuft sich schon irgendwann raus.“

63. Minute: Haben uns, wie es sich für ein öffentlich-rechtliches Medium nun einmal gehört, natürlich auf allen Ebenen auf diese Zeitreise vorbereitet. Aus der DeichBox pumpt hier seit dem Anpfiff der alte Snap-Evergreen „Rhythm Is A Dancer“ in Dauerschleife. Und jetzt alle: „It‘s a soul companion. You can feel it in the air. Oh-oh, it‘s a passion...“

59. Minute: Noch ein schnelles Wort zu Allofs. Macht das erste Ding selbst, legt das zweite auf! So macht man sich definitiv unsterblich in einem Verein. Was soll da noch kommen? Weltfußballer 1992? Eigene Modekollektion? Double als Manager mit Werder 2004? Sucht euch doch selbst was aus!

56. Minute: Werder jetzt im Aufwind! Manni Bockenfeld flankt hier dermaßen konsequent, dass es ihm egal zu sein scheint, ob gleich sein Kreuzband mit vor‘s Tor fliegt. Bode dann allerdings wie wir an der Haltestelle: zu spät dran.

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale im Retro-Liveticker: Rufer bleibt eiskalt!

54. Minute: UND DA IST DAS 2:0!!! Allofs auf Rufer, der vorbei an allen, an jedem, an uns, an euch, an Monaco sowieso, aber nicht am Tor! Schiebt die Kugel locker ein. Ein Wahnsinn! Und spätestens jetzt muss hier reagiert werden! Das Rotkehlchen ist schließlich zum Vogel das Jahres 1992 gewählt worden. Frechheit! Wir fordern: Der Kiwi muss den Titel kriegen!!!

51. Minute: Otto Rehhagel gibt den unermüdlichen Antreiber an der Außenlinie, bewahrt dabei aber - natürlich! - stets Contenance und Etikette. Seine Spieler brüllt der Trainer konsequent mit Vor- und Nachnamen an.

49. Minute: Knapp 10.000 D-Mark, so viel winkt den Werder-Profis an Prämie, sollten sie den Pott tatsächlich nach Bremen holen. Der Mannschaft um Kapitän Votava, so war vor dem Finale zu vernehmen, ist das zu wenig. Tja, Klaus Allofs müsste man eben heißen. Der hat kurz vor dem Finale dank seiner Pferde „Sturmfeder“ und „Tucuman“ auf der Galopprennbahn in Mühlheim abgeräumt. Gewinnertyp.

47. Minute: Schaaf mit dem kleinen Schubser gegen Fofana, was nicht weiter erwähnenswert wäre, würden wir hier nicht die Geburtsstunde eines inzwischen legendären Bremer Ausrufes erleben: „Mann dooo!“ Mit diesen Worten schickt Schaaf Fofana in die Bande. Wir sagen: Richtig sooo, dooo!

20.00 Uhr: Durchgang zwei läuft!

19.56 Uhr: Allmählich trotten hier die Teams zurück auf den Rasen, übrigens nicht durch einen fancy Spielertunnel mit Lightshow und Bodenheizung - sondern über eine schnöde Treppe, die jedem Gesamtschulgebäude alle Ehre machen würde.

19.52 Uhr: Von George Weah, dem Star-Stürmer der Monegassen, war bislang übrigens herzlich wenig zu sehen. Bestens aufgehoben der Mann in der Defensive des ruhmreichen SV Weahder Bremen. Oh Gott.

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale im Retro-Liveticker: Halbzeit!

45. Minute: Da ist er, der Halbzeitpfiff. Nur noch 45 Minuten trennen Werder Bremen vom größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Wir atmen hier einmal tief durch, kippen die Krümel aus der Tastatur, denn gleich geht‘s hier weiter!

45. Minute: Die Fans richten sich schon mal die Jeansjacken und ziehen ihre Leggings glatt - gleich müsste hier Pause sein! Damals wie heute: Bierholzeit.

43. Minute: Otto Rehhagel, alter Trainerfuchs! Hat Allofs als große Überraschung vor dem Spiel aus dem Hut gezaubert. Eigentlich war der Stürmer zuletzt nicht mehr erste Wahl gewesen - und jetzt das! An solchen Kniffen erkannt man echte Meistertrainer, die - keine Ahnung - sogar Griechenland zum Europameister machen könnten. Okay, jetzt werden wir albern.

41. Minute: Zu geil! Die Bremer Fans feiern den Treffer ausgelassen und rufen, was man 1992 eben so im Fußballstadion nach Toren der eigenen Mannschaft gerufen hat: „Zugabe! Zugabe!“ Okay. Müssen sie ja selber wissen.

40. Minute: UND DA IST ES TATSÄCHLICH! Klaus Allofs, du Gott mit Schnauzbart! Direktabnahme mit dem schwächeren rechten Fuß! 1:0 FÜR WERDER! Erste Fans aus Monaco verlassen umgehend angesäuert die Arena, traben enttäuscht zu ihren Luxusjachten und treten die Heimreise an. Schiff ahoi!

37. Minute: Jetzt Bode mit der Chance, knapp vorbei. Können wir natürlich nicht sicher wissen, aber nicht umsonst gelten wir als international anerkannte Werder-Experten... Also: Hier könnte gleich das 1:0 fallen...

34. Minute: Wolter gegen Rui Barros mit der vielleicht größten Rettungstat in der Geschichte der, nun ja, Rettungstaten. Riskiert im Strafraum alles - und verletzt sich! Verlässt den Platz jetzt humpelnd, Thomas Schaaf macht sich umgehend warm und kommt kurz darauf ins Spiel. Grummelnd, versteht sich.

32. Minute: Stichwort Anreise! Die lief auch beim SV Werder alles andere als rund. Erst dauerte es beim Check-in ewig lange, bis alles geregelt war und der Bremer Tross die Maschine der Schweizer Chartergesellschaft „Air Liberty“ betreten durfte. UND DANN AUCH NOCH DAS: An Bord waren die Toiletten verstopft, was Reporter Rolf Töpperwien wettern ließ: „Bei Auslandsreisen kann Werder noch viel vom FC Bayern lernen. Da ist Werder höchstens Landesliga.“ Rumms!

30. Minute: Ploog, das hört man hier immer mehr durch, inzwischen etwas angenervt vom Spiel. „Bisher gab es kaum Chancen, wenig Fluss und viele Unterbrechungen.“ Können den Mann verstehen. Hat schließlich auch ne lange Anreise gehabt.

28. Minute: Erste Gelbe Karte des Spiels jetzt gegen Mirko Votava, der mit seiner Grätsche irgendwo im Mittelfeld vermutlich auch jede Mixed-Martial-Arts-Regionalmeisterschaft gewonnen hätte. Hut ab!

26. Minute: Diese Hosen! Diese Trikots! Schon damals müssen es Klassiker gewesen sein, keine Frage. Haben im Fanshop übrigens zwölf D-Mark gekostet, wie das DeichStuben-Recherche-Team gerade durchkabelt. Und dazu gab es noch ein Abendessen mit dem Lieblingsspieler. Tja, andere Zeiten waren das...

23. Minute: Bockenfeld nur einen Schritt zu spät gegen Ettori, der erst rettet und den Ball dann beherzt über das Stadiondach in den Atlantik drischt. Gute Reise, alter Freund!

22. Minute: Auch schön! Frank Neubarth steht ungefähr soweit im Abseits, dass es sich alleine für diese Aktion gelohnt hätte, die Regel einzuführen, beschwert sich aber, als wäre ihm gerade alles genommen worden.

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale im Retro-Liveticker: Monaco dreht auf!

20. Minute: Monaco hier jetzt wie wir nach nach dem Weihnachtsurlaub - mit leichtem Übergewicht. Fofana gerade mit dem Kopfball knapp am Tor vorbei.

18. Minute: Von den rund 3.000 Bremer Fans haben übrigens nicht wenige die lange Reise nach Lissabon mit dem Auto angetreten. „Einige waren drei, vier Tage lang unterwegs“, weiß Ploog. Ach 1992, du und deine Schrottautos...

16. Minute: Cooler Fun-Fact, den Ploog jetzt ganz nonchalant aus der Vergangenheit dropt. „Der Europapokal der Pokalsieger hat einen Materialwert in Höhe von 20.000 D-Mark.“ Lächerlich! Dafür würden wir uns nicht krumm machen. Nochmal Ploog: „Passen aber mehrere Liter Champagner rein.“ Hmm. Das ist natürlich was anderes…

13. Minute: Das Sportliche, nur weil uns hier schon Zuschriften unzähliger begeisterter Leser*innen erreicht haben (Danke, ihr zwei), soll natürlich auch nicht zu kurz kommen. Obwohl es das durchaus könnte. Beide Teams hier bisher wie zwei schüchterne, verliebte Teenager auf dem Abschlussball – tasten sich erstmal vorsichtig ab.

12. Minute: Ploog jetzt mit Sätzen, von denen er nicht wissen kann, dass sie 30 Jahre später einschlagen werden wie eine Bombe. „Für Werder ist es jetzt schon das erfolgreichste Geschäftsjahr aller Zeiten. Die Mannschaft muss neue Spieler kaufen, allein schon aus steuerlichen Gründen. Sonst muss man zu viel Körperschaftssteuer ans Finanzamt abführen. Wer macht das schon gern?“ Und irgendwo in der Zukunft fängt das Augenlid von Frank Baumann leise an zu zucken.

9. Minute: Aber mal im Ernst: Mit seinem Treffer zum 2:0 im Rückspiel gegen Brügge hat dieser Mann Werder überhaupt erst ins Finale gebracht – ein Tor, so berühmt, dass es auch junge Werder-Fans im Jahr 2022 noch nachts um drei im Hochbett nachstellen können. Hust.

8. Minute: Jetzt mal Werders rechter Flügelspieler, der extrem motiviert wirkt. Oder anders ausgedrückt: Manni hat heute richtig Bockenfeld. Tschuldigung.

6. Minute: Schiedsrichter des Spiels ist heute übrigens der Italiener Pietro D’Elia, dessen Sohn Eljero im Jahr 2012 zu Werder Bremen... ach lassen wir das.

5. Minute (vielleicht, also geschätzt): Toll auch, dass das ZDF damals weder aktuellen Spielstand noch Uhr während der Übertragung eingeblendet hat. Fußballgucken im komplett verlorenen Raum, nicht zu verorten, ohne jedwede Orientierung. So wie es sich für uns also immer anfühlt.   

3. Minute: Skandal! Schiebung! Gibt’s jawohl nicht! Monacos Mendy mit dem Rückpass auf Torhüter Ettori, der die Kugel doch tatsächlich ungestraft mit der Hand aufnimmt, was natürlich… ähh, Moment… Wie bitte? Rückpässe waren 1992 noch erlaubt? Natürlich. Wussten wir.

1. Minute: Junge, Junge, der sonst so beinharte, kompromisslose und axtige Uli Borowka hier direkt mit schwächeren Nerven als wir 30 Jahre später während der zweiten Halbzeit des Kiel-Spiels. Bolzt den Ball völlig unbedrängt zur Ecke für Monaco. Zeichen setzen, schön und gut. Dann aber bitte auch positive!

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale im Retro-Liveticker: Das Spiel läuft!

19.00 Uhr: Das Spiel läuft! „Und der Anstoß, der SV Werder Bremen von links nach rechts“, kommentiert Ploog. Dem ist nichts hinzuzufügen.

18.56 Uhr: Bisschen Trivia noch, muss einfach sein. Kurz vor dem großen Finale ist Horst Seehofer (CSU) soeben - also vor 30 Jahren - von Bundespräsident Richard von Weizsäcker zum Gesundheitsminister ernannt worden. Chapeau! Die DeichStube sagt: Herzlichen Glückwunsch!

18.53 Uhr: Beide Teams tragen übrigens einen Trauerflor, in Gedenken an die tragische Stadionkatastrophe von Bastia, die sich tags zuvor ereignet hat. Auch 2022 ist diese schwarze Binde am Trikotärmel immer noch gängig – nur wird sie sehr wahrscheinlich nicht mehr mit einer einfachen Sicherheitsnadel – einer Sicherheitsnadel! – am Shirt befestigt. Harte Zeiten damals.  

18.50 Uhr: Großes Augenmerk bei Werder heute natürlich auf Ersatzkeeper Jürgen Rollmann, der den gesperrten Oliver Reck vertritt. Kurios: Seinen Vertrag bei Werder hat Rollmann bereits gekündigt, will nach der Saison irgendwo die Nummer eins oder - Obacht! - Sportjournalist werden. Können wir nur von abraten.  

18.46 Uhr: Auch ZDF-Kommentator Günter-Peter Ploog prangert das an, kritisiert völlig zurecht den Austragungsort Lissabon für ein Finale zwischen einer deutschen und einer französischen Mannschaft: „Bremen und Monaco interessieren die Portugiesen halt herzlich wenig.“ Respektlos.

18.43 Uhr: Kulisse im Stadion übrigens echt enttäuschend, gerade einmal 15.000 „Schlachtenbummler“, wie wir Live-Tickerer von 1992 sagen, haben sich ins 120.000 Fans fassende Estádio da Luz verirrt. Bitter. Atmosphäre hier wie beim Schützenfest in Stuckenborstel.

18.40 Uhr: Auf der Bremer Bank sitzen Klugmann, Schaaf, Legat, Kohn und Bester. Die Ersatzspieler von Monaco ersparen wir euch, kennt – bei allem Respekt – eh keine Sau. Oder sagen hier wem die Namen Thuram und Djorkaeff was? Na also. 

Werder Bremen gegen AS Monaco - Europapokal-Finale im Retro-Liveticker: Die Aufstellungen sind da!

18.37 Uhr: Monaco geht es derweil so an: Ettori – Sonor, Mendy, Petit, Valéry – Passi, Barros, Dib, Gnako – Weah, Fofana.

18.36 Uhr: Der ruhmreiche SV Werder Bremen schickt folgende elf Namen ins Rennen, von denen wir irgendwie das Gefühl haben, dass sie sich heute Abend unsterblich machen werden: Rollmann – Borowka, Bratseth, Wolter – Votava, Eilts – Bode, Neubarth, Bockenfeld – Rufer, Allofs.

18.34 Uhr: Was sollen wir sagen? Kaum sind die ersten Einträge hier weggetippt, knarzen auch schon die Aufstellungsbögen aus dem Vergangenheits-Faxgerät (Panasonic KX-F90) zu uns durch. Wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

18.32 Uhr: Haben gerade unsere Plätze auf der Tribüne im Estádio da Luz zu Lissabon eingenommen – seichtes Sonnenlicht, angenehme 24 Grad, dazu diese wohlig-kühlende Brise, die stetig vom Atlantik herüberweht. Herrlich! Euphemistischer ist der muffige Liveticker-Keller der DeichStube womöglich noch nie beschrieben wurde. Vorstellungskraft, du himmlische Gabe…

18.30 Uhr: Nabend allerseits! Endspielzeit! Um das Ding hier gleich mal mit dem Wesentlichen zu beginnen. Werder Bremen gegen die AS Monaco, das Finale im Europapokal der Pokalsieger! Was am 6. Mai 1992 ein großes Ding war, kann am 6. Mai 2022 unmöglich schlecht sein. Unsere Meinung. Also Zeitmaschine an und ab dafür!

An dieser Stelle entsteht der Retro-Liveticker zum Finale im Europapokal der Pokalsieger 1992 zwischen dem SV Werder Bremen und der AS Monaco! Start ist ungefähr 30 Jahre nach Anpfiff - am 6. Mai 2022 um 18.30 Uhr. Der Ball rollt dann ab 19 Uhr nochmal!

Zur Ankündigung vom 5. Mai 2022:

Werder Bremens Europapokal-Finale von 1992 im Retro-Liveticker: Behält Jürgen Rollmann die Nerven, wer stoppt George Weah?

Bremen/Lissabon - Es ist ein Klassiker, dieses Spiel, eines der großen Standardwerke in der Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen, und jetzt - passend zu seinem 30. Geburtstag - wird es doch tatsächlich zur Wiederaufführung gebracht!

Am 6. Mai 1992 ist Werder Bremen um Trainer Otto Rehhagel im Finale des Europapokals der Pokalsieger gegen die AS Monaco angetreten - und am 6. Mai 2022 wird es die Mannschaft wieder tun: Im Retro-Liveticker der DeichStube (ab 18.30 Uhr / Anstoß 19.00 Uhr).

Werder Bremen-Retro-Liveticker: 1992er-Finale im Europapokal der Pokalsieger gegen AS Monaco!

Behält Werder Bremens Torhüter Jürgen Rollmann als Stellvertreter des gesperrten Oliver Reck die Nerven? Schafft es Kapitän Mirko Votava, noch vor dem Anstoß die ziemlich maue Siegprämie nachzuverhandeln? Und wie, um Himmels Willen, soll eigentlich diese Tormaschine George Weah gestoppt werden? Wissen wir doch auch alles nicht. Na ja, hust, irgendwie schon. Lassen wir lieber den König sprechen.

„Es wird sein wie beim Schachspiel, ein Fehler wird entscheiden“, hatte Rehhagel am Vortag des Original-Endspiels von 1992 geraunt. Und mal ehrlich: Dramatischer geht es nun wirklich nicht mehr! Also ab in die grün-weiße Zeitmaschine, Reiseziel: Estádio da Luz zu Lissabon. Haben da so ein Gefühl, dass die Sache für Werder Bremen am Ende gut ausgehen könnte. (dco)

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