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Plötzlich mittendrin bei den Profis von Werder Bremen: Christian Groß.

Werders U23-Kapitän bei den Profis dabei

Christian Groß und der spezielle Sommer bei den Profis von Werder Bremen

Die Erinnerung kam vor einigen Tagen wieder, passte ja auch irgendwie zu gut: Denn beim Tag der Fans von Werder Bremen, da hatte Christian Groß vor vielen Jahren schon einmal einen großen Auftritt gehabt.

 „Ich habe als junger Bursche mal Bälle aufs Tor von Frank Rost geschossen“, erzählt der 30-jährige Christian Groß, der beim Tag der Fans 2019 wieder im Mittelpunkt stand: Dieses Mal als Mitglied des  Profikaders von Werder Bremen. Zugegeben: Längst nicht alle Fans wussten, wer dieser Mann mit der Rückennummer 36 ist. Er war vor einigen Wochen ja auch wie aus dem Nichts aufgetaucht.

Nach den Verletzungen der beiden Innenverteidiger Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp wurde Groß Anfang Juli von Trainer Florian Kohfeldt kurzerhand aus der U23 ins Bundesliga-Team beordert. Und dort spielte sich der gebürtige Bremer fest, war in beiden Trainingslagern dabei, stand in allen Testspielen auf dem Platz und bekam hinterher dickes Lob für seine Leistungen. „Ich mag den Jungen, der macht das einfach sehr gut“, hatte Kohfeldt erst kürzlich während des Trainingslagers in Grassau gesagt. Werders neuer Kapitän Niklas Moisander, an dessen Seite Christian Groß zuletzt am Samstag beim 0:0 gegen den FC Everton verteidigt hatte, hob hervor: „Er war sehr, sehr sicher und hat es in der ganzen Vorbereitung überragend gemacht.“

Werder Bremen: Lob von allen Seiten für Christian Groß

Es sind Worte, die Christian Groß freuen. Schließlich kann es kaum eine größere Anerkennung für seinen Sommer bei den Profis geben. Der Abwehrspieler kann seine Situation aber trotzdem realistisch einschätzen und weiß, dass er im Herbst seiner Karriere nicht mehr von der Bundesliga mit Werder Bremen träumen sollte: „Man sollte die Erwartungen nicht zu groß werden lassen. Ich genieße es einfach und weiß, dass der Moment kommen wird, an dem ich wieder fest in die U23 gehe. Das ist okay für mich.“ 

Einen genauen Zeitpunkt für die Rückkehr gibt es zwar noch nicht, der Weg ist intern aber klar besprochen. Auch öffentlich hatte Trainer Kohfeldt bereits geäußert, dass Groß für die Bundesliga keine Option sei. Anders könnte es hingegen für das DFB-Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst aussehen.

Bekommt Christian Groß darf auf Pokal-Einsatz bei Werder Bremen hoffen

Christian Groß, der 2018 vom VfL Osnabrück zu Werder Bremen wechselte und Kapitän der U23 ist, bleibt da ganz entspannt, nimmt es, wie es kommt. Es freut ihn einfach, dass er es plötzlich so nah an den ganz großen Profifußball herangeschafft hat. 182 Drittligaspiele stehen für ihn zu Buche, allerdings keines in Liga eins oder zwei. „Ich bin trotzdem zufrieden damit, wie es gekommen ist. In der zweiten Liga hätte ich auch bestehen können, aber im Fußball gehört eben auch immer etwas Glück dazu.“ 

Deswegen setzt Groß auch nicht alles auf diese Karte. Neben seiner Karriere bei Werder Bremen studiert er BWL und Management in Osnabrück. „Mein Ziel ist es zwar schon, im Fußball zu bleiben, aber es gibt ja nicht so viele Stellen“, sagt der 30-Jährige, der sich gut vorstellen kann, nach der aktiven Laufbahn in anderer Funktion für Werder tätig zu sein.

Bis es soweit ist, will Groß aber noch ein paar Jahre spielen. Und es einfach genießen, so wie in diesem speziellen Sommer bei den Profis. „Ich konnte schon so viel lernen“, freut sich der Innenverteidiger. Und fügt mit einem Lächeln an: „Bald heißt die Realität für mich dann eben wieder Drochtersen/Assel.“

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Ein ehemaliger Kapitän von den Grün-Weißen hat beim Tag der Fans seine Hilfe angekündigt: Per Mertesacker vom FC Arsenal will „alles tun, um seinem Werder Bremen bei Transfers helfen. Werder Bremen hat derweil einen Weltmeister: „MoAuba“ triumphiert beim FIFA eWorld Cup in London und es gibt eine interessante Statistik: Der Marktwert von Werder Bremen ist seit der Amtsübernahme von Coach Florian Kohfeldt explodiert.

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