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Ein Abgang von Luca Caldirola im Winter wird immer wahrscheinlicher. 

Verteidiger denkt an Abschied

Caldirola: Vertragsverlängerung „falsche Entscheidung“

Bremen - Im Sommer erst verlängerte Luca Caldirola  seinen Vertrag bei Werder Bremen, ein Schritt, den er mittlerweile bereut. Jetzt deutet alles auf einen Abschied hin.

„Für mich ist es wichtig zu spielen, egal wo“, sagte Werders Verteidiger in einem Interview mit dem italienischen Portal „FOXsports.it“. Er habe bereits mit Werder gesprochen und schaue sich nach einem neuen Verein um. Einen Wechsel zurück nach Italien kann Caldirola sich vorstellen, er sei aber offen für alles. Hauptsache, er darf spielen - „sonst kann ich nicht glücklich sein“.

Zum Einsatz kommt der 26-jährige Italiener seit seinem Knöchelbruch im September letzten Jahres bei Werder kaum noch, in dieser Saison erst einmal und seit Florian Kohfeldt Trainer ist, noch gar nicht. Mittlerweile sieht er deshalb auch seine Vertragsverlängerung als Fehler: „Letzten Sommer habe ich den Vertrag bei Werder verlängert, weil sie auf mich setzen wollten. Aber heute bin ich der Meinung, dass wir die falsche Entscheidung getroffen haben.“ 

Caldirola hat Verständnis für Kohfeldt

Caldirola habe sogar bessere Angebote für seinen Verbleib bei Werder ausgeschlagen, weil er sich im Verein wohlgefühlt habe. Die Verantwortlichen seien ihm finanziell entgegengekommen, die sportliche Perspektive sei vielversprechend gewesen. Aber: „Wenn ich nicht spiele, können wir nicht zufrieden sein. Weder ich noch sie.“

Gegenüber Trainer Kohfeldt hegt er trotz seiner Nichtberücksichtigung in den vergangenen Spielen aber keinen Groll. „Jetzt wo das Team gut spielt, ändert er zurecht nicht die Formation. Endlich kommen die Ergebnisse“, zeigt sich Caldirola verständnisvoll. „Ich bedauere nur, dass ich hier nach der Verletzung nie die Möglichkeit hatte, zu spielen.“

(gra)

Luca Caldirola: Seine Karriere in Bildern

Luca Caldirola
Seit Juli 2013 steht Luca Caldirola bei Werder unter Vertrag. In der ersten Saison absolvierte er fast alle Spieler über die volle Distanz. © nordphoto
Luca Caldirola
Unter Ex-Coach Viktor Skripnik spielte er dann keine Rolle mehr, war nur noch Ergänzungsspieler. © nordphoto
Luca Caldirola
Die Folge: In der Spielzeit 2015/2016 wechselte er als Leihspieler zu Darmstadt 98... © nordphoto
Luca Caldirola
...und verpasste dort in 34. Bundesligapartien keine einzige Spielminute. © nordphoto
Luca Caldirola
Angefangen hat seine Karriere bei Inter Mailand. Dort konnte er jedoch nicht Fuß fassen - wurde ständig verliehen. © imago
Luca Caldirola
Caldirola spielte unter anderem bei den italienischen Clubs Brescia Calcio und AC Cesna, ehe er an die Weser kam. © nordphoto
Luca Caldirola
Caldirola steckte sich vor der Saison 2016/2017 ein hohes Ziel. Er wollte sich durchbeißen... © nordphoto
Luca Caldirola
...und bei Werder der Abwehrchef werden. © nordphoto
Luca Caldirola
Doch bereits am zweiten Spieltag kam es für den Italiener ganz bitter. Bei der 1:2-Pleite gegen Augsburg verletzte er sich kurz vor Abpfiff schwer - Knöchelbruch. © nordphoto
Luca Caldirola
Caldirola kämpfte sich zurück, musste sich aber gedulden. Die Werder-Abwehr war bei seiner Rückkehr bereits eingespielt. Erst durch eine Verletzung von Lamine Sane... © nordphoto
Luca Caldirola
...bekam Caldirola seine nächste Chance - und machte seine Sache in den Spielen von 26. bis 28. Spieltag gut. Doch dann die nächste Hiobsbotschaft: Gegen Eintracht Frankfurt brach er sich den Mittelfuß. Für ihn das Saisonende. © nordphoto
Luca Caldirola
Caldirola war der Pechvogel der Saison 2016/2017. Trotzdem einigte sich Werder mit dem Innenverteidiger auf eine Vertragsverlängerung bis 2019. © nordphoto
Luca Caldirola
Aber auch zu Beginn der folgenden Saison 2017/18 saß der Italiener nur auf der Bank.  © Gumz

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