Luca Caldirola, früher Verteidiger beim SV Werder Bremen, hat mit der AC Monza den Aufstieg in die Serie A geschafft.
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Luca Caldirola, früher Verteidiger beim SV Werder Bremen, hat mit der AC Monza den Aufstieg in die Serie A geschafft.

Ex-Bremer Caldirola feiert Aufstieg

Ex-Werder-Profi Luca Caldirola steigt mit Berlusconi-Club AC Monza in die Serie A auf

Monza / Bremen – Vor gut zwei Wochen war er noch Gratulant. „Glückwunsch“ und ein grünes Herz schickte Luca Caldirola nach dem Aufstieg des SV Werder Bremen via Social Media in Richtung seines Ex-Clubs. Jetzt ist er selbst wieder am „Destinazione Paradiso“, wie er schreibt, quasi am Reiseziel Paradies, angekommen. Der 31-Jährige hat mit seinem aktuellen Club AC Monza den Einzug in die Serie A geschafft.

Der Verein machte im Playoff-Finale mit einem 4:3 nach Verlängerung im Rückspiel beim SC Pisa den erstmaligen Aufstieg in die italienische Eliteklasse perfekt. Damit ist nicht nur Werder Bremens einstiger Profi Luca Caldirola zurück im Oberhaus, sondern auch Silvio Berlusconi. Der skandalumtoste Unternehmer, frühere Besitzer des AC Mailand und Ex-Ministerpräsident Italiens hatte mit seiner Firma Fininvest die AC Monza 2018 in der Serie C übernommen und mit viel Geld nach oben geführt.

Berlusconi und seine Leute – sein Bruder Paolo ist Präsident, der langjährige Milan-Vertraute Adriano Galliani firmiert als Vorstandschef – lotsten in den vergangenen vier Jahren einige namhafte Spieler nach Monza, darunter etwa Mario Balotelli und Kevin-Prince Boateng, die aber längst wieder weg sind. Seit Sommer 2021 ist Luca Caldirola da, gekommen von Benevento Calcio, mit dem der frühere Verteidiger des SV Werder Bremen zuvor bereits in die Serie A auf- und wieder abgestiegen war.

Werder Bremen-Ex-Profi Luca Caldirola hat großen Anteil am Aufstieg der AC Monza

In der abgelaufenen Saison kam Luca Caldirola in 24 Spielen der Serie B sowie drei Playoff-Partien in der Innenverteidigung zum Einsatz, darunter auch zuletzt über 120 Minuten gegen Pisa. Damit gebührt dem ehemaligen italienischen U21-Nationalspieler ein großer Anteil am Aufstieg. Sein Vertrag bei der AC Monza läuft noch bis 2023 und verlängert sich unter bestimmten Voraussetzungen automatisch um ein weiteres Jahr. Berlusconi denkt indes schon weiter und formuliert große Ambitionen. „Wir wollen den Meisterschaftstitel erobern und in der Champions League spielen“, sagte der 85-Jährige.

Über den Erfolg von Luca Caldirola dürften sich auch viele Fans des SV Werder Bremen freuen. An der Weser war der 31-Jährige einst zum Publikumsliebling geworden. 2013 war er von Inter Mailand zu Werder gewechselt, in der Hansestadt erlebte er aber eine schwierige Zeit. Nach einer Saison als Stammspieler wurde er später von mehreren Trainern aussortiert. Nach einer Leihe an den SV Darmstadt 98 warf ihn auch ein langwieriger Knöchelbruch weit zurück. Insgesamt kam Caldirola für die Grün-Weißen in 48 Pflichtspielen zum Einsatz (ein Tor). 2019 zog es ihn dann zurück nach Italien zu Benevento Calcio. (han/dpa)

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