Werder Bremens Torwart Luca Plogmann gehört zum Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio.
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Werder Bremens Torwart Luca Plogmann gehört zum Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Werder-Torwart für Olympische Spiele nominiert

„Eine große Ehre für mich“: Werder-Keeper Luca Plogmann reist zu den Olympischen Spielen in Tokio

Bremen – Nun ist es offiziell: Luca Plogmann gehört zum Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio. Der Keeper des SV Werder Bremen wurde von Coach Stefan Kuntz als Torhüter Nummer drei nominiert. Mit dabei für das Tor sind auch Florian Müller (VfB Stuttgart) und Svend Brodersen (aktuell vereinslos). Insgesamt gehören 19 Spieler zum Kader – darunter auch der Ex-Bremer Max Kruse.

„Für mich ist es eine große Ehre mit Team Deutschland zu Olympia zu reisen. Olympia ist für jeden Sportler eine riesen Sache. Ich werde alles dafür tun, die Wertschätzung und das Vertrauen vom DFB zurückzuzahlen und hoffe wir werden dort maximalen Erfolg haben“, freut sich Luca Plogmann über die Nominierung.

Die Nominierung von Luca Plogmann hatte sich zwar angedeutet, kommt aber dennoch überraschend. Denn der 21-Jährige hat gerade erst eine schwere Knieverletzung überwunden, die er sich in der vergangenen Saison während seiner Ausleihe an den SV Meppen zugezogen hatte. Bislang war er nur im Training, gespielt hat er noch nicht wieder. Bei Werder Bremen gehört er zwar eigentlich zum Profi-Kader, darf aber aktuell nur bei der U23 trainieren, denn Werder hat einfach zu viele Torhüter. Deswegen ist auch Plogmanns Zukunft bei den Grün-Weißen ungewiss. Immerhin steht nun fest, was er in den nächsten Wochen machen wird: Er bereitet sich mit der DFB-Auswahl auf die Olympischen Spiele vor. Das Turnier dort beginnt am 22. Juli. Deutschland trifft in der Gruppenphase auf Brasilien, Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.

Werder Bremen hat Luca Plogmann für die Olympischen Spiele sofort freigegeben

Bei den Olympischen Spielen gelten besondere Regeln. Es dürfen nur drei Spieler im Kader sein, die vor 1997 geboren sind. Kuntz entschied sich für Kruse, Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen) und Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg). Weil keine Abstellungspflicht bestand, sei es nicht einfach gewesen, einen Kader zusammenzustellen, betonte Kuntz: „Die Bereitschaft, das Olympiateam zu unterstützen, war in der Bundesliga unterschiedlich. Einige große Vereine wollten leider nicht so wie erhofft helfen.“ Werder Bremen hatte Luca Plogmann sofort freigegeben, was angesichts dessen Rolle im Verein allerdings auch kein Problem war. Letztlich profitierte der Bremer davon, dass viele Clubs ihre Torhüter nicht abstellen wollten.

Der Kader für die Olympischen Spiele in Tokyo:

Tor: Svend Brodersen (vereinslos), Florian Müller (VfB Stuttgart), Luca Plogmann (Werder Bremen)
Abwehr: Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Jordan Torunarigha (Hertha BSC), Felix Uduokhai (FC Augsburg), Josha Vagnoman (Hamburger SV)
Mittelfeld/Sturm: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg), Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Max Kruse (Union Berlin), Eduard Löwen (VfL Bochum), Arne Maier (Hertha BSC), Marco Richter (FC Augsburg), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth), Cedric Teuchert (Union Berlin). (kni) Auch interessant: Die Null steht - und Johannes Eggestein sorgt für den nächsten Werder-Testspiel-Sieg.

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