Luca Plogmann kommt beim SV Werder Bremen nicht zum Zug: Trainer Florian Kohfeldt rät zu einem Wechsel.
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Luca Plogmann kommt beim SV Werder Bremen nicht zum Zug: Trainer Florian Kohfeldt rät zu einem Wechsel.

Was wird aus dem Werder-Keeper?

Werder-Coach Florian Kohfeldt rät Torwart-Talent Luca Plogmann zu Wechsel

Bremen – In mögliche Transfers von Werder Bremen mischt sich Florian Kohfeldt normalerweise nicht ein – also nicht öffentlich, intern natürlich schon. Bei Luca Plogmann macht der Trainer nun aber eine Ausnahme, und rät dem Keeper ausdrücklich, Werder möglichst bald zu verlassen.

Florian Kohfeldt garniert das auch noch mit dem Hinweis, dass künftig Eduardo Dos Santos Haesler die Rolle von Luca Plogmann als dritter Torwart bei Werder Bremen einnehmen und in der Regionalliga spielen wird. Deutliche Worte, die - so der Coach - ein klares Ziel haben: Der 20-jährige Plogmann soll irgendwann Bundesliga-Keeper bei Werder sein.

Werder Bremen will Torwart Luca Plogmann verleihen

„Ich kenne Luca schon sehr, sehr lange Er ist in der U15 bei mir Torwart geworden und auf dem Weg zu einem Top-Torwart, aber er muss jetzt auch mal den nächsten Schritt gehen“, sagt der Coach des SV Werder Bremen über Luca Plogmann und erklärt: „Luca erfüllt das Profil eines modernen Torwarts komplett und hat sich in den letzten zwei Jahren auf der Linie unglaublich gut entwickelt. Er ist im Herrenfußball angekommen. Das sieht man bei uns im Training. Aber er muss jetzt halt spielen, diesen Rhythmus kriegen.“

Den kennt Luca Plogmann nur aus der Regionalliga. In der vergangenen Saison kam der gebürtige Bremer 24 Mal zum Einsatz. Der Weg in die Bundesliga ist durch Jiri Pavlenka und Stefanos Kapino aber mehr als versperrt. Einmal durfte sich das Talent im Fußball-Oberhaus beweisen, als es am 1. September 2018 nach 37 Minuten für den verletzten Pavlenka eingewechselt wurde und sich über einen 2:1-Sieg des SV Werder Bremen freuen durfte. Schon vor einem Jahr war eine Ausleihe im Gespräch gewesen, im Winter erneut. Doch es fand sich nicht der für alle Beteiligten passende Abnehmer. Das Problem: Welcher Zweit- oder Drittligist vertraut allein einem so jungen Torhüter, der dann auch nur ausgeliehen ist? Eine Einsatzgarantie wird Plogmann sehr wahrscheinlich nicht bekommen, er müsste sich also durchbeißen.

Da ging es ihm bei Werder Bremen bislang besser, immerhin war er in der Regionalliga gesetzt. Doch das ist Vergangenheit. „Es ergibt einfach wenig Sinn, wenn Luca noch weiter Regionalliga spielt. Wir sind der Meinung, dass Eduardo Dos Santos Haesler, der auch eine gute Perspektive hat, im kommenden Jahr in der Regionalliga bei uns Spielpraxis sammeln soll“, sagt Florian Kohfeldt und macht den 21-jährigen Dos Santos Haesler zur Nummer eins der U23 und zum ersten Ersatz für das Torwart-Duo bei den Profis. Für Luca Plogmann ist da kein Platz mehr – oder wie es Kohfeldt ausdrückt: „Wir haben ihn systematisch gefördert und ihn bis hierhin gebracht. Aber es gibt den Punkt, an dem du dich im Training nicht mehr weiterentwickeln kannst. Deshalb müssen wir ehrlich zu ihm sein: Wenn deine Entwicklung weitergehen soll, dann musst du jetzt spielen. Und zwar höher als in der Regionalliga. Das ist der Auftrag!“

Luca Plogmann: Neuer Vertrag bei Werder Bremen und Leih-Wechsel?

Das Problem: Der Vertrag von Luca Plogmann beim SV Werder Bremen läuft nur noch eine Saison, müsste also für eine Ausleihe zunächst verlängert werden. Dazu ist es bislang nicht gekommen. Beide Parteien warten noch ab. Da ist für Kohfeldt dann der Punkt gekommen, sich nicht mehr öffentlich einzumischen, und er verweist auf Sportchef Frank Baumann. Der muss bis spätesten Anfang Oktober, dem Ende der Transferperiode, eine Lösung mit Plogmann finden. (kni)

Letzte Meldung vom 28. Mai 2020:

Werder Bremen-Keeper Luca Plogmann verlässt Berater Thomas Eichin

Zwei Mal durfte Luca Plogmann in dieser Saison bei Werder Bremen Bundesliga-Luft schnuppern, wenn auch nur als Ersatzkeeper, der dann ohne Einsatz blieb. Ansonsten hieß das Einsatzgebiet von Werders Nummer drei Regionalliga Nord. Das ist auf Dauer zu wenig für ein Torwart-Talent seiner Güte.

Der Vertrag mit Werder Bremen läuft nur noch ein Jahr, es geht jetzt um seine Zukunft. Und dabei lässt sich der 20-Jährige nicht mehr von Ex-Werder-Sportchef Thomas Eichin (also Sam Sports), sondern von Michael Hoffmann (Acorado Sports) beraten. „Es ist alles okay. Das gehört zum Geschäft. Ich wünsche Luca Plogmann alles Gute und stehe ihm mit Rat und Tat zur Seite, wenn er das wünscht“, erklärt Eichin auf Nachfrage der DeichStube. Der 53-Jährige, der von 2013 bis 2016 für Werder gearbeitet hat, bleibt auch ohne Plogmann mit den Grün-Weißen verbunden. Denn im Sommer wechselt sein Klient Felix Agu vom VfL Osnabrück an die Weser.

Und Luca Plogmann? Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Keeper Werder Bremen verlassen wird. Bleibt nur die Frage, ob er ausgeliehen oder verkauft wird. „Luca verfügt über ein sehr großes Talent, er hat sich sehr gut entwickelt“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann und betont: „Das Ziel bleibt es, ihn so zu entwickeln, dass er in der Bundesliga für uns im Tor stehen kann.“ Für die kommende Saison sei das aber noch kein Thema, Werder ist im Tor mit Jiri Pavlenka (28) und Stefanos Kapino (26) gut aufgestellt. Dazu ist Michael Zetterer (24) bis 2021 an PEC Zwolle ausgeliehen.

Werder Bremen wollte Luca Plogmann schon im Winter verleihen

Schon im Winter hat Werder versucht, Luca Plogmann auf Zeit abzugeben, damit er auf einem höheren Niveau als der Regionalliga Spielpraxis sammeln kann. Doch welcher Dritt- oder Zweitligist riskiert den Einsatz eines solch unerfahrenen Keepers, der dann nach einem Jahr auch noch ohne Ablöse wieder gehen könnte? Keine einfache Geschichte, aber es bleibt der Plan für den Sommer, so Baumann. Allerdings müsste dafür erst der Vertrag mit dem Keeper verlängert werden, ansonsten ist eine Ausleihe gar nicht möglich.

„Luca ist einer der talentiertesten Torhüter in Deutschland. Wir müssen sehen, was für ihn das Beste ist“, sagt Plogmanns neuer Berater Hoffmann. Er sei dabei in Gesprächen mit Baumann, „wir halten aber auch unsere Augen offen und beobachten den Markt“.

Werder Bremen: Beraterwechsel soll Luca Plogmanns Karriere neuen Schwung verleihen

Das Torwart-Geschäft ist wahrlich nicht einfach, wie das Beispiel Plogmann zeigt. Bereits mit 18 Jahren feierte der gebürtige Bremer sein Bundesliga-Debüt. An besagtem 1. September 2018 profitierte er davon, dass Ersatzkeeper Stefanos Kapino fehlte und sich dann auch noch Pavlenka im Spiel verletzte. Werder gewann in Frankfurt 2:1, Luca Plogmann hatte nur einen Elfmeter durchgelassen. Dieses Einsatz-Glück sollte sich allerdings nicht wiederholen, der junge Keeper musste sich wieder hinten anstellen.

Nun soll ein Beraterwechsel der Karriere neuen Schwung verleihen. „Mir hat das nachhaltige Konzept von Acorado Sports sehr gut gefallen und natürlich auch die Nähe zu meinem neuen Berater Michael Hoffmann, der ebenfalls aus Bremen kommt“, ließ Plogmann ausrichten und betonte: „Es war keine Entscheidung gegen Sam Sports sondern mehr ein Pro für Acorado Sports. Ich erhoffe mir zudem, einige neue Impulse durch die neue Zusammenarbeit.“ (kni)

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