Ludwig Augustinsson stoppt den Ball mit dem linken Fuß.
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Ludwig Augustinsson ist für Werder Bremen in dieser Saison nicht nur beim 3:1-Sieg gegen Schalke 04 eine Waffe gewesen.

Augustinsson mit drei Assists in drei Spielen

Ludwig Augustinsson – die alte Werder-Waffe ist nun wieder scharf gestellt

Bremen – Klar, Niclas Füllkrug war mit seinen drei Toren der Matchwinner des SV Werder Bremen beim 3:1-Sieg auf Schalke. Aber Ludwig Augustinsson darf durchaus als Vize-Matchwinner bezeichnet werden, denn der Schwede war an allen drei Treffern direkt oder indirekt beteiligt – was bei einem Linksverteidiger nicht so häufig vorkommt. Der 26-Jährige scheint in dieser noch jungen Saison wieder zu alter Stärke zu finden, die Schwierigkeiten des Vorjahres sind offenbar überwunden.

„,Ludde‘ hat seine körperliche Stabilität wiedergefunden, er ist über einen langen Zeitraum verletzungsfrei“, nennt Trainer Florian Kohfeldt den vermeintlichen Hauptgrund dafür. In der vergangenen Saison war Ludwig Augustinsson erst monatelang nach einer Knieoperation ausgefallen, in der Rückrunde machten ihm dann muskuläre Probleme arg zu schaffen – auch mental. Zwischenzeitlich verlor er sogar seinen Stammplatz an Marco Friedl, der eigentlich eher Innen- als Außenverteidiger ist. Augustinsson kam nur auf zwölf Bundesliga-Einsätze für Werder Bremen, trug dann aber mit seinem Treffer in der Relegation gegen Heidenheim zum Bremer Happy End bei. 

Werder Bremen: Ludwig Augustinsson schon drei Torvorlagen in drei Pflichtspielen

Das hat ihm gutgetan. In der Vorbereitung wirkte Ludwig Augustinsson nicht mehr so verbissen wie oftmals in der Vorsaison, die Lockerheit war zurückgekehrt. Und es ging im Pokal gleich gut los für ihn. Seine Flanke führte zum erlösenden 1:0 durch Josh Sargent beim 2:0 in Jena. Genauso präzise flankte Augustinsson gegen die Hertha den Ball in den Strafraum, wo dann Davie Selke der Nutznießer war. Angesichts der 1:4-Pleite ging das allerdings ein wenig unter.

Gegen Schalke war das anders, denn der Schwede war an allen drei Toren von Niclas Füllkrug und damit maßgeblich am so wichtigen 3:1-Sieg des SV Werder Bremen beteiligt. Das 1:0 leitete Augustinsson mit einer Ecke ein, das 2:0 bereitete er direkt mit einer Freistoß-Hereingabe vor – und nach seinem Pass in die Mitte bekam Füllkrug den Elfmeter zum 3:0. Kohfeldt bringt derweil noch eine andere Statistik ins Spiel: „,Ludde‘ hat vier Torschussvorlagen gegeben, das ist schon gut für einen Außenverteidiger. Das ist eine richtige Waffe für uns!“

Werder Bremen: „Ludwig Augustinsson muss stabil bleiben, weil Felix Agu sich im Training weiter aufdrängen wird“

Dazu gehören auch die Standards, die inzwischen fast alle von Ludwig Augustinsson getreten werden. „Die waren auch in der vergangenen Woche schon gut, aber die Laufwege nicht. Daran müssen wir arbeiten“, findet Kohfeldt und nimmt bei aller Freude über die guten Leistungen auch Augustinsson in die Pflicht: „,Ludde‘ muss stabil bleiben. Denn da ist ein Felix Agu, der sich im Training weiter aufdrängen wird.“

Gemeint ist der Neuzugang vom VfL Osnabrück. Der 21-Jährige hat eine starke Vorbereitung hinter sich, wartet aber noch auf seine erste Pflichtspiel-Minute für seinen neuen Club. Und das liegt vor allem an Augustinsson, der in seinem vierten Jahr bei Werder Bremen bislang so gut funktioniert wie zu seinen besten Zeiten. (kni)

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