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Ludwig Augustinsson hofft, dass beim Montagsspiel gegen Köln nicht allzu viele Werder-Fans zu Hause bleiben

Werders Schwede sieht‘s kritisch

Augustinsson über Montagsspiele: „Der Tag hat hier keine Tradition“

Bremen - Er kennt es bereits aus Schweden und Dänemark – Montagsspiele sind für Ludwig Augustinsson also keine große Sache. Zumindest war das bis vor wenigen Tagen so.

Denn Werders Schwede hat natürlich auch mitbekommen, wie hitzig die Debatte in Deutschland um den bei den Fans extrem unbeliebten Termin ist. „Spiele an diesem Tag haben hier einfach keine Tradition“, weiß der 23-Jährige, der mit seiner Mannschaft am übernächsten Spieltag selbst an einem Montagabend antritt: Am 12. März gastiert der 1. FC Köln ab 20.30 Uhr im Weserstadion.

Augustinsson lobt Fans

Es ist gut möglich, dass an der Weser dann Ähnliches passiert wie an diesem Montag in Dortmund. Aus Protest gegen die Spielansetzung waren rund 350 BVB-Fanclubs dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (1:1) ferngeblieben. Auf der legendären Südtribüne klafften dementsprechend ungewohnte Löcher.

Vor Werders erstem Montags-Auftritt in dieser Saison haben ebenfalls schon einige Ultra-Gruppen angekündigt, zu Hause bleiben zu wollen. „Das ist traurig“, sagt Augustinsson, der den Bremer Fans einen großen Anteil an der starken Heimbilanz unter Trainer Florian Kohfeldt zuschreibt: „Die Unterstützung der Fans bedeutet uns sehr viel. Sie sind unser zwölfter Mann.“

Ludwig Augustinsson: Seine Karriere in Bildern

Ludwig Augustinsson
Der erste Werder-Neuzugang der Saison 2017/18: Ludwig Augustinsson kam im Sommer vom FC Kopenhagen an die Weser. © imago
Der Linksverteidiger machte früh auf sich aufmerksam. Bereits im Alter von 17 Jahren wechselte Augustinsson im Januar 2012 vom schwedischen Zweitligist IF Brommapojkarna zum Erstligist IFK Göteborg. © imago
Ludwig Augustinsson
Nur ein Jahr später unterschrieb er bei Champions-League-Teilnehmer FC Kopenhagen. In Dänemark machte Augustinsson erneut einen großen Sprung und spielte sich schnell zu einer festen Größe. © imago
Ludwig Augustinsson
Sein Debüt in der schwedischen A-Nationalmannschaft gab er am 15. Januar 2015 beim 2:0-Sieg gegen die Elfenbeinküste. Bisher kam Augustinsson sechsmal zum Einsatz und nahm an der EM 2016 teil. © imago/Bildbyran
Ludwig Augustinsson
Auf dem Platz stand er dort allerdings nicht. Gegen Zlatan Ibrahimovic und Co. konnte sich Augustinsson noch nicht durchsetzen. © imago
Ludwig Augustinsson
In den Jugendnationalmannschaften spielte der Linksverteidiger allerdings schon eine wichtige Rolle. Sein wohl wichtigstes Tor in seiner bisherigen Laufbahn: Der Treffer zum 3:2 im Elfmeterschießen des Finalspiels der U21-EM 2015. Schweden gewann am Ende mit 4:3 gegen Portugal. © imago
Ludwig Augustinsson
Es war bisher Augustinsson größter Triumph - aber nicht sein einziger. © imago
Ludwig Augustinsson
Mit seinem Club aus Kopenhagen gewann er zuletzt zweimal in Folge den dänischen Pokal und wurde dänischer Meister - zusammen mit seinem damaligen und heutigen Teamkollegen Thomas Delaney (Mitte). © imago
Ludwig Augustinsson
Ludwig Augustinsson ist schnell bei Werder Bremen angekommen - und war von Minute eins an auf dem Weg zum Fan-Liebling. © Gumz
Ludwig Augustinsson
Er gehörte bei Werder schnell zum Stammpersonal. © Gumz
Ludwig Augustinsson
Geschafft! Mit der schwedischen Nationalmannschaft feierte Augustinsson im November 2017 den Einzug in die WM-Endrunde 2018 in Russland. © imago
Durch gute Leistungen ist es Ludwig Augustinsson gelungen, die linke Abwehrseite in der Saison 2017/18 abzusichern.
Durch gute Leistungen ist es Ludwig Augustinsson gelungen, die linke Abwehrseite in der Saison 2017/18 abzusichern. © gumzmedia
Am 22. Spieltag konnte Augustinsson gegen den VfL Wolfsburg seinen ersten Treffer für Werder Bremen feiern.
Am 22. Spieltag konnte Augustinsson gegen den VfL Wolfsburg seinen ersten Treffer für Werder Bremen feiern. © gumzmedia
Bei der WM 2018 in Russland erzielte Augustinsson im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko seinen ersten Treffer für Schweden. Es war der Türöffner ins Achtelfinale. Schließlich ging es sogar bis ins Viertelfinale.
Bei der WM 2018 in Russland erzielte Augustinsson im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko seinen ersten Treffer für Schweden. Es war der Türöffner ins Achtelfinale. Schließlich ging es sogar bis ins Viertelfinale. © imago

Als Spieler müsse man den Montag als Spieltag aber akzeptieren, „denn ändern können wir es ja nicht. Aber vielleicht ist es in dieser Saison nur ein Test, und sie ändern es wieder“, hofft der Schwede. Es ist ein Wunsch, der bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) wohl kaum auf Gehör stoßen dürfte. Auch am kommenden Spieltag muss Werder bekanntlich an einem Wochentag antreten, wobei der Freitagabend ja eigentlich schon zum Wochenende zählt. Für das Spiel bei Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr, Borussia-Park) hat sich Ludwig Augustinsson jedenfalls viel vorgenommen.

„Wir müssen einige Dinge besser machen als gegen den HSV, denn Gladbach ist ein stärkerer Gegner“, erklärt der Linksverteidiger, der davon ausgeht, dass die deutlich offensivere Ausrichtung des Gegners Werder in die Karten spielt – zumal die Bremer nach dem Derbysieg viel Selbstvertrauen getankt haben. „Wir waren alle sehr glücklich, wissen aber, dass wir noch lange nicht gerettet sind und jetzt nachlegen müssen“, betont Augustinsson.

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