Ludwig Augustinsson würde der Abstieg von Werder Bremen „hart“ treffen, noch glaubt er aber an die Rettung.
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Ludwig Augustinsson würde der Abstieg von Werder Bremen „hart“ treffen, noch glaubt er aber an die Rettung.

Schwede setzt auf Fokus und Füllkrug

Ludwig Augustinssons Rechnung für die Rettung des SV Werder

Trainer Florian Kohfeldt hatte in den vergangenen Wochen ein Lieblingswort: Tunnel. Werder Bremen müsse quasi im Tunnel sein, um sich auf den Abstiegskampf einzuschwören und von nichts ablenken zu lassen. Ludwig Augustinsson hat auch so ein Lieblingswort. Das ist nicht so symbolisch, sondern klar zum Punkt, meint aber das Gleiche: Fokus.

Ludwig Augustinsson nennt es bei der Video-Pressekonferenz am Mittwoch fast bei jeder Antwort. Fokus. Den brauche Werder Bremen jetzt, und den spüre der Schwede im Team. „Jeder weiß, der Druck ist sehr groß“, sagt Augustinsson vor dem extrem wichtigen Spiel gegen den SC Paderborn am Samstag (15.30 Uhr), „aber der Fokus ist sehr gut, jeder ist sehr fokussiert.“

Vier Spiele hat Werder noch vor der Brust, vier Finals, wie Augustinsson sagt, um zumindest drei Punkte auf Fortuna Düsseldorf und den Relegationsplatz aufzuholen. „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, sagt der 26-Jährige. Er wolle zwar nicht behaupten, dass der Abstieg besiegelt ist, sollte Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) gegen den SC Paderborn nicht gewinnen, aber er formuliert es ähnlich: „Drei Punkte sind lebensnotwendig. Wir müssen dieses Spiel gewinnen, wenn wir in der Liga bleiben wollen.“

Ludwig Augustinsson: Werder Bremen muss „vielleicht drei Spiele“ noch gewinnen

Also, drei Punkte gegen Paderborn holen – und dann? Ludwig Augustinsson glaubt, dass Düsseldorf und die anderen Konkurrenten noch punkten werden, und versucht sich an einer Rechnung für die Rettung. „Um in einer guten Position zu sein, brauchen wir neun Punkte. Wir werden sehen, wie die anderen Spiele laufen, aber wir müssen zwei oder vielleicht drei Spiele gewinnen.“ Nach Paderborn geht es für Werder Bremen noch gegen den FC Bayern, Mainz 05 und den 1. FC Köln.

An einen Abstieg will Augustinsson gar nicht denken – Stichwort: Fokus –, auf Nachfrage lässt er allerdings einen kurzen Blick in seine Gefühlswelt zu: „Es wäre sehr hart für mich. Dieser Verein ist großartig, die Fans sind großartig, es ist wie eine Familie“, sagt er und schaltet dann direkt wieder in den Tunnel-Modus: „Wir müssen am Samstag Charakter zeigen, mentale Stärke, und wir müssen bis zur letzten Minute kämpfen.“

Werder Bremen: Ludwig Augustinsson denkt nicht über Zukunft nach

Und auch mal wieder treffen. Werders Offensive präsentierte sich zuletzt völlig harmlos. Augustinsson hofft daher auf das Comeback von Niclas Füllkrug. „Man sollte ihn nicht zu sehr unter Druck setzen, er war viele Monate raus, aber er ist ein Mentalitätsspieler, der in jeder Situation treffen will“, sagt Augustinsson: „Er hat den Killerinstinkt in sich.“

Füllkrug hatte bereits angekündigt, im Zweifelsfall auch mit Werder Bremen in die Zweite Liga zu gehen. Ludwig Augustinsson blockt derweil Fragen über seine eigene Zukunft und seinen bis 2022 laufenden Kontrakt sofort ab. „Ich habe hier Vertrag, das muss man respektieren. Es wäre nicht gut, in dieser Situation über meine persönliche Zukunft nachzudenken. Werder zu helfen, in der Liga zu bleiben, ist jetzt mein einziger Fokus.“ Fokus – klarer Fall von Lieblingswort. (han)

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