Ludwig Augustinsson steht im Regen.
+
Ludwig Augustinsson, Linksverteidiger des SV Werder Bremen, hat das Nations-League-Spiel am Sonntag mit Schweden gegen Kroatien knapp verloren.

Werder-Profi verliert in der Nations League

Bittere Niederlage für Werders Ludwig Augustinsson und Schweden in Kroatien

Zagreb - Bitterer Abend für Ludwig Augustinsson (26) und die schwedische Nationalmannschaft: Beim Nations-League-Spiel gegen Kroatien am Sonntag setzte es für den Linksverteidiger des SV Werder Bremen und seine Schweden im verregneten Zagreb eine späte und unglückliche 1:2-Niederlage. Für das Team von Nationaltrainer Janne Andersson war es trotz ordentlicher Leistung bereits die dritte Pleite im dritten Spiel in diesem Wettbewerb.

Ludwig Augustinsson vom SV Werder Bremen kam dabei für Schweden über die vollen 90 Minuten zum Einsatz und erlebte, wie seine Mannschaft in Halbzeit eins nach einem schönen Angriff der Kroaten in Rückstand geriet. Nutznießer der sehenswerten Passstafette war Nikola Vlasic (ZSKA Moskau), der letztlich keine Mühe hatte, den Ball im Netz zu versenken (31.).

Doch die Schweden schüttelten den Schock des Rückstands schnell ab, arbeiteten sich insbesondere im zweiten Abschnitt immer besser in die Begegnung hinein und kamen nach einer nicht weniger schönen Kombination durch den Ex-Hamburger Marcus Berg zum nicht unverdienten Ausgleich (66.) - der Leipziger Emil Forsberg hatte ihn zuvor mustergültig bedient. Und siehe da: Nun waren die Skandinavier sogar drauf und dran die Partie zu ihren Gunsten zu drehen - aber sie vergaben ihre beste Möglichkeit zur Führung leichtfertig (70.). Und so kam es, wie es kommen musste: In der 84. Minute erzielte der Hoffenheimer Andrej Kramaric den umjubelten Siegtreffer für Kroatien.

Werder Bremen verbot Ludwig Augustinsson und Co., Länderspiele in Risikogebieten zu bestreiten

Dass Ludwig Augustinsson an diesem Sonntagabend überhaupt zu seinem 29. Länderspiel-Einsatz für die schwedische Nationalelf kam, lag allein daran, dass Kroatien derzeit als ein Nicht-Risikogebiet eingestuft worden ist. Denn wegen besonderer Bestimmungen des Bremer Gesundheitsamtes hat der SV Werder Bremen erst kürzlich entschieden, seinen Profis für Partien in Risikogebieten – mit Ausnahme von Yuya Osako – keine Freigabe mehr zu erteilen. Grund für diese Entscheidung ist, dass das Gesundheitsamt zuvor verordnet hatte, dass Berufsspieler von Werder, die in Risikogebieten unterwegs waren, nach ihrer Rückkehr nach Deutschland fünf Tage in häusliche Quarantäne müssen – unabhängig von ein oder zwei negativen Corona-Tests.

Diese Regelung ermöglicht es Werder nach Regeln des Fußball-Weltverbandes (Fifa), diese Spieler nicht abstellen zu müssen. Augustinsson war deshalb drei Tage zuvor nicht mit zum Testspiel seiner Nationalelf ins Risikogebiet nach Russland gereist. Die Regel ist auch der Grund dafür, dass Ludwig Augustinsson am Sonntag der einzige Werder-Profi im Einsatz für sein Heimatland war. Marco Friedl fehlte nach seinem erfolgreichen A-Länderspiel-Debüt im ÖFB-Aufgebot beim 1:0-Sieg gegen Nordirland. Gleiches galt für Werder-Keeper Jiri Pavlenka, der nicht zum siegreichen Tschechien-Kader in Israel (2:1) zählte. Auch Milos Veljkovic gehörte am Sonntag nicht zum serbischen Team, das mit 0:1 gegen Ungarn verlor. (mwi)

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare