Manuel Mbom ist beim SV Werder Bremen auch als Rechtsverteidiger eingeplant.
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Manuel Mbom ist beim SV Werder Bremen auch als Rechtsverteidiger eingeplant.

SV Werder will flexibel sein

Manuel Mboms neue Aufgabe bei Werder Bremen: Einrücken und trotzdem außen verteidigen

Bremen – Von einer Verlegenheitslösung zu sprechen, wäre vielleicht etwas unfair. Gleichermaßen übertrieben ist es jedoch auch, in Manuel Mbom die Wunschbesetzung für die Position des Rechtsverteidigers zu sehen. Aber während der laufenden Vorbereitung hat der 21-Jährige von Trainer Markus Anfang die Chance bekommen, sich auf der seit dem Weggang von Theodor Gebre Selassie vakanten Stelle zu bewähren. Ergebnis: Anfang hat Mbom nun erst recht auf dem Zettel. „Wir trauen ihm zu, dass er auch den Rechtsverteidiger spielen kann“, sagt der Coach des SV Werder Bremen.

Eigentlich ist Manuel Mbom im Mittelfeld zu Hause, zentral auf der Sechs oder auch auf der Halbposition. Doch weil Werder Bremen hinten rechts die Alternativen fehlen, musste und muss er dort ran. Ob es dauerhaft dabei bleibt, macht Anfang auch davon abhängig, was sich auf der anderen Seite personell noch verändert. Dass Linksverteidiger Ludwig Augustinsson geht, ist zu erwarten. Kommt für ihn Ersatz, wäre Augustinssons bisheriger Stellvertreter Felix Agu frei für den Seitenwechsel. „Dann können wir mit Felix, Manu, Kyu-hyun Park und einem Neuen die Positionen schon so besetzen, wie wir uns das ungefähr vorstellen. Ohne dass wir sagen, wir hätten die perfekten Außenverteidiger geholt“, meint Markus Anfang.

Werder Bremen: Manuel Mbom kann und soll auch Rechtsverteidiger spielen

Was Manuel Mbom entgegenkommt: In Anfangs System sind die Außenverteidiger keine Spieler, die strikt die Flügel für die Gegner dichtmachen und selbst zu Flankenläufen ansetzen sollen. Der Coach sieht sie im 4-3-3 und bei eigenem Ballbesitz gerne nach innen orientiert. Einrückende Außenverteidiger nennt sich das dann und hat laut Anfang die Vorteile, dass im Spielaufbau die gegnerischen Linien schneller überspielt werden und bei eigenem Ballverlust die Bremer Akteure - in dem Fall dann eine ganze Gruppe an Abwehrspielern - im Zentrum sofort ins Gegenpressing gehen können. Dass dem Gegner logischerweise auf den Außen Räume geöffnet werden, nimmt der Trainer des SV Werder Bremen hin: „Wenn ein Konter gegen uns läuft, dann ist es mir lieber, er kommt über die Außen als durch die Mitte. So steht der Gegner nicht gleich vor unserem Tor.“

Werder Bremen: Wo spielen Manuel Mbom und Co.? Markus Anfang will flexibel bleiben

Manuel Mbom hat sich der Trainer bereits für diese Rolle erzogen. Oder besser: Er ist auf dem Weg dahin. Dass Mbom kein ausgebildeter Rechtsverteidiger ist, lässt Anfang nach den ersten Trainingswochen beim SV Werder Bremen schon nicht mehr gelten: „Er hat das in der ganzen Vorbereitung gelernt.“ Das muss reichen. Aber Anfang erwartet auch von anderen Mittelfeldspielern, dass sie auf die Position und in die Funktion des oder der Außenverteidiger schlüpfen können. Denn zu seiner Spielidee gehört die Flexibilität gerade der Achter, Sechser und der einrückenden Jungs von rechts und links. „Wir müssen sehen, dass wir so viele Möglichkeiten schaffen wie möglich, um auch während des Spiels Umstellungen auf dem Platz vornehmen zu können, um permanent rotieren zu können“, so Anfang. (csa)

Das Testspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Oberneuland gibt es hier im Live-Ticker der DeichStube! Und so könnt ihr das Testspiel von Werder Bremen gegen FC Oberneuland live im TV und Livestream gucken.

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