Pflichtspiel-Comeback?

Manuel Mbom rechnet sich nach Comeback beim SV Werder „gute Chancen“ auf Spielzeit aus

Murcia - Vorgestellt hat er sich den Moment in den vergangenen neun Monaten oft, immer wieder, während seiner Reha. „Ich habe viel darüber nachgedacht, wie es wohl sein wird, wenn ich wieder auf dem Platz stehen kann“, sagt Manuel Mbom, der vor wenigen Tagen endlich die Antwort auf diese Frage bekam. Im Testspiel gegen Real Murcia (2:0) feierte der 22-jährige Profi des SV Werder Bremen als Einwechselspieler sein Comeback nach einem auskurierten Achillessehnenriss. „Das war einfach ein superschönes Gefühl“, schwärmt Mbom, der während der restlichen Saison in der Bundesliga nun wieder angreifen möchte: „Wir haben gerade eine Mannschaft, die gut funktioniert, aber wenn ich bei 100 Prozent bin, denke ich schon, dass ich gute Chancen auf Spielzeit habe.“

Während Werder Bremens Winter-Trainingslager im spanischen Murcia zieht das Bremer Eigengewächs vom ersten Tag an voll mit, ist nach der schweren Verletzung aus dem April 2022 endgültig wieder im Teamtraining angekommen. Nun geht es um die fußballerische Feinarbeit. „Körperlich fühle ich mich sehr gut. Ich spüre die Sehne zwar noch, aber auf eine gute Weise“, erklärt Manuel Mbom. Und weiter: „In einige technische Abläufe und mannschaftstaktische Dinge muss ich noch mehr reinkommen. Ich habe ja sehr lange nicht Fußballspielen können.“

Im Saisonfinale der vergangenen Spielzeit hatte sich Mbom die Verletzung während des Trainings zugezogen. Es folgten eine OP, nach der der Profi zunächst einen klobigen Spezialschuh tragen musste, sowie etliche Stunden im Kraftraum. „Am Anfang hat es mir geholfen, gedanklich erstmal komplett wegzukommen vom Fußballplatz“, berichtet Manuel Mbom, der in der vergangenen Zeit viel über sich selbst gelernt hat. Unter anderem, dass Geduld bis dato nicht zu seinen Stärken zählte.

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Werder Bremen-Rückkehr? Manuel Mbom will „bereit sein, wenn ich gebraucht werde“

„Tatsächlich musste ich das lernen. Das ist bei mir nicht angeboren“, schmunzelt der defensive Mittelfeldspieler, der es in seiner Laufbahn auf bisher 21 Bundesliga-Einsätze bringt - und nach seiner Rückkehr deutlich muskulöser wirkt als zuvor. Die Erklärung: „Am Anfang konnte ich die Beine kaum trainieren. Dann macht man eben mehr für den Oberkörper. Als robustem Spielertyp schadet mir das bestimmt nicht.“
 
Dass Werder Bremen gerade Nicolai Rapp an den 1. FC Kaiserslautern verliehen hat, dürfte für Manuel Mbom ebenfalls von Vorteil sein. Schließlich ist die Rolle des Back-up-Profis für die defensive Zentrale gerade vakant. Auf der rechten Seite, wo Mbom in der Vergangenheit ebenfalls schon zum Einsatz kam, dürfte für ihn hingegen wenig gehen, weil Mitchell Weiser dort unantastbar ist. „Ich bleibe da ganz entspannt“, betont Mbom, dessen Fokus darauf liegt, „bereit zu sein, wenn ich gebraucht werde“. Während des Trainingslagers in Murcia ist er diesem Ziel wieder ein gutes Stück näher gekommen. (dco) Auch interessant: So seht Ihr den letzten Test des SV Werder Bremen gegen St. Gallen live im Stream oder vor Ort!

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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