Manuel Mbom gab beim 4:3-Sieg gegen den SC Paderborn sein Startelf-Comeback für den SV Werder Bremen.
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Manuel Mbom gab beim 4:3-Sieg gegen den SC Paderborn sein Startelf-Comeback für den SV Werder Bremen.

Mbom gibt Startelf-Comeback in Paderborn

Manuel Mboms Startelf-Rückkehr kommt beim Coach des SV Werder gut an - doch es gibt Luft nach oben

Paderborn - Eigentlich sind es nur ein paar Wochen, doch gefühlt ist es eine kleine Ewigkeit. Gerade in einem schnelllebigen Geschäft, wie es der Profi-Fußball nun einmal ist. Und so hat Manuel Mbom eine ziemliche Durststrecke hinter sich, schließlich hatte der 21-Jährige seit dem 20. November nicht mehr in der Startelf des SV Werder Bremen gestanden. Bis jetzt. Denn beim Auswärtssieg gegen den SC Paderborn (4:3) durfte der Junioren-Nationalspieler mal wieder von Anfang an ran – weil Konkurrent Felix Agu verletzungsbedingt fehlte.

Und auch wenn nicht alles perfekt lief, verdiente sich Manuel Mbom ein kleines Lob seines Trainers. „Er hat das grundsolide und auch gut gemacht“, meinte Ole Werner, „gerade wenn man bedenkt, dass er länger nicht auf dem Platz und auch bei den Tests nicht zur Verfügung stand.“ Das Fehlen hatte einen unschönen Grund, Mbom gehörte zu jenem Werder-Quartett, das unmittelbar vor dem eigentlich geplanten Abflug ins Trainingslager positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Und so drohte ihm direkt der nächste Rückschlag, denn seit seinem bis dato letzten Startelf-Auftritt im November gegen den FC Schalke 04 (1:1) hatte er es gerade einmal noch auf 23 weitere Einsatzminuten für den SV Werder Bremen gebracht. Weil Konkurrenten im Mittelfeld ihre Verletzungen auskuriert hatten und der neue Coach Ole Werner lieber anderen Spielern vertraute. Und der Erfolg gab dem Cheftrainer letztlich recht.

Werder Bremen: Manuel Mbom mit Startelf-Comeback in Paderborn - verhaltenes Lob von Trainer Ole Werner

Folglich brauchte Manuel Mbom vor allem eines: Geduld. Insbesondere während der Quarantäne, aus der er sich ebenso wie seine Teamkollegen Marco Friedl, Milos Veljkovic und Niclas Füllkrug rechtzeitig zum Re-Start der Liga frei testete. Nun folgte also der nächste Schritt. Das Pech von Felix Agu war sein persönliches Glück, endlich durfte er in einem Pflichtspiel wieder Taten auf dem Platz sprechen lassen. „Er hat das defensiv mit all seiner Physis und Disziplin sehr gut gemacht“, urteilte Ole Werner, der aber auch nicht verhehlte, wo er sich eine Steigerung des Eigengewächses wünscht: „Offensiv hatte er bei den Flanken sicherlich noch Luft nach oben. Er kommt aber auch eher über die defensive Schiene und hat insgesamt seinen Teil zum Sieg beigetragen.“ Sobald die Patellasehnen-Probleme von Felix Agu abgeklungen sind, dürfte es dennoch wohl erst einmal wieder zurück auf die Bank von Werder Bremen gehen. Vielleicht schon nach dieser Länderspielpause. Und dann, ja dann könnte erneut Geduld gefragt sein. (mbü)

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