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Marco Bode sprach in einer Medienrunde unter anderem über Financial Fairplay.

Werder-Aufsichtsratschef

Bode fordert Financial Fairplay für die Bundesliga

Johannesburg - Die Schere zwischen den reichen und den weniger wohlhabenden Vereinen in der Fußball-Bundesliga geht schon seit Jahren immer weiter auseinander - das beobachtet Werders Aufsichtsratschef Marco Bode mit Sorge.

Während des Trainingslagers der Bremer im südafrikanischen Johannesburg hat der 49-Jährige am Sonntag einen Lösungsvorschlag für das Problem in die Diskussion eingebracht. „Man sollte auch auf nationaler Ebene das Financial Fairplay einführen“, forderte Bode, will seinen Vorschlag aber nicht als Angriff auf durch Unternehmen gestützte Clubs wie RB Leipzig, VfL Wolfsburg oder Bayer Leverkusen verstanden wissen. „Das wird oft so gesehen. Aber es geht mir dabei um die klare Definition von Regeln.“

In den internationalen Wettbewerben der Uefa kommt Financial Fairplay schon seit 2015 zum Einsatz. Das Reglement legt infrastrukturelle, finanzielle und rechtliche Kriterien fest, die die Vereine erfüllen müssen. Oder anders gesagt: Financial Fairplay will dafür Sorge tragen, dass die Vereine nur so viel Geld ausgeben, wie sie auch eingenommen haben und dass Leistungen wie beispielsweise Trikotwerbung einen angemessenen Gegenwert haben. Auf diese Weise soll für gleiche Voraussetzungen gesorgt werden.

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Bode: Financial Fairplay noch wichtiger als 50+1

„Für mich ist Financial Fairplay als Thema für das nachhaltige operative Geschäft noch wichtiger als 50+1“, betonte Bode - und erklärte auch warum. Beim Verkauf von Anteilen an einen Investor könne ein Club nur einmalig Geld einstreichen, ohne klare Richtlinien eines Financial Fairplay hingegen könnte fortlaufend Geld aus verschiedenen Quellen kommen. Die Kernfrage formuliert er so: „Wie viel finanzielles Fairplay ist notwendig, damit ein vernünftiger Wettbewerb stattfinden kann?“

Bode erklärte, dass seine Forderung nach einem Financial Fairplay sich mit der Haltung von Werder Bremen decke. Der Verein möchte das Thema künftig auch mit anderen Bundesligisten besprechen, um eventuell Mitstreiter bei diesem Punkt zu gewinnen. Für Werder seien die Hauptaufgaben diese: „Wie können wir als Club unsere Werte stärken, ohne der Dinosaurier zu sein, der die Zeichen der Zeit erkennt?“ Und: „Wir müssen uns mit dem Szenario beschäftigen, was passiert, wenn 50+1 fällt und vielleicht auch kleinere Clubs mit Investoren um die Ecke kommen und in die erste Liga drängen.“

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