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Der Aufsichtsratschef von Werder Bremen, Marco Bode, lehnt das Amt des DFB-Präsidenten ab.

Aufichtsratschef von Werder Bremen: „Eine Nummer zu groß“

Bode will nicht DFB-Präsident werden

Bremen - Marco Bode bleibt dem SV Werder Bremen treu und hat Spekulationen um einen Wechsel als Präsident zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) zurückgewiesen.

Der ehemalige Profi und aktuelle Aufsichtsratschef des Bundesligisten kann sich zwar eine künftige Mitarbeit durchaus vorstellen, ,,aber eine Rolle an der Spitze dieser Struktur als Präsident ist aus meiner Sicht für mich eine Nummer zu groß", sagte Bode im Interview mit dem Sportblitz von Radio Bremen. Seit dem Rücktritt von Reinhard Grindel Anfang April sucht der DFB nach einem Nachfolger.

Werder Bremen: Claudia Roth bringt Marco Bode als DFB-Präsident ins Spiel

„Ich glaube, dass es große Herausforderungen gibt für den DFB, nach all den Erfahrungen der letzten Jahre", sagte der frühere Nationalspieler, der an diesem Dienstag seinen 50. Geburtstag feiert. Es sei im Moment ,,noch relativ unklar", wo es hingehe mit dem Verband. Aber er betonte, dass die Lust schon da wäre ,,in einem Team oder in einer neuen Struktur in irgendeiner Weise mitzugestalten". Zunächst gelte es ,,abzuwarten, wie da gewisse Entscheidungen fallen und wie sich die Struktur verändern wird".

Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, hatte den langjährigen Bundesliga-Profi für den vakanten Posten ins Spiel gebracht. „Das war ein charmanter Vorschlag von ihr. Ich freue mich, dass sie mir das zutraut. Aber das Thema ist noch nie auf irgendeinem relevanten Weg an mich herangetragen worden“, hatte Marco Bode dazu im Interview mit der DeichStube gesagt.

Marco Bode fordert Struktur wie bei Werder Bremen

Bode favorisiert für den DFB eine moderne Aufstellung, wie in einem Unternehmen. „Mit starker Operative, daneben aber natürlich auch eine Kontrolle", sagte Bode in Anlehnung an die Struktur bei Werder. Dort gibt es eine dreiköpfige Geschäftsführung und einen Aufsichtsrat mit sechs Mitgliedern. „Aber es kann nicht einer alleine stemmen, das weiß auch jeder im DFB", meinte Bode.

Bode spielte zwischen 1989 und 2002 für Werder Bremen in der höchsten deutschen Spielklasse und zählt mit nur zehn Verwarnungen in 379 Bundesliga-Spielen zu den fairsten Akteuren der Liga-Geschichte. Mit Bremen gewann der Ehrenspielführer des Clubs drei Mal den DFB-Pokal, den Meistertitel 1993 und den Europapokal der Pokalsieger 1992.

Seinen größten Erfolg mit der Nationalmannschaft feierte Linksfuß Bode mit dem Triumph bei der Europameisterschaft 1996 in England. Sein letztes von 40 Länderspielen bestritt er im WM-Finale 2002, als Deutschland Brasilien mit 0:2 unterlag. Seit 2012 gehört er dem Kontrollgremium bei Werder Bremen an.

(kni)

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Zur letzten Meldung vom 17. Juni 2019

DFB-Präsident? Werder-Chef Marco Bode „auf dem falschen Fuß erwischt“

Bremen - Bremen – Claudia Roth hat da mal eine Idee: Wieso nicht Marco Bode zum neuen DFB-Präsidenten machen? Die Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages hat im „kicker“ öffentlich über den Aufsichtsratsvorsitzenden des SV Werder Bremen an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes nachgedacht.

„Für mich ist er einer der Klügsten, ein besonnener Mensch, der alle Bereiche des Fußballs kennt. Jemandem wie ihm könnten die Bosse in der 1. Liga nicht vorwerfen, er habe keine Ahnung“, erklärte die Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen).

Marco Bode gab in einer Reaktion auf den Vorstoß zu, von Claudia Roths Idee „ein wenig auf dem falschen Fuß erwischt“ worden zu sein. Eine klare Absage formulierte er jedoch nicht: „Natürlich freue ich mich, dass sie mir eine so große Rolle zutraut. Auf der anderen Seite befindet sich der DFB mitten in einem Prozess, in dem sie sich intensiv damit beschäftigen, wie sie den Verband strukturell neu aufstellen wollen. Personalspekulationen sind in dieser Phase bestimmt nicht hilfreich, deswegen möchte ich mich auch nicht weiter daran beteiligen.“

DFB-Präsident: Wer folgt auf Reinhard Grindel?

Claudia Roth, die sich seit vielen Jahren in der Kulturstiftung des DFB und in der Akademie für Fußballkultur engagiert, plädiert zudem für eine Doppellösung an der Spitze – bestehend aus Frau und Mann: „Soweit ich weiß, steht das nicht wirklich zur Debatte. Allerdings kann ich eine Doppelspitze nur empfehlen, aus Erfahrung.“

Seit dem Rücktritt von Reinhard Grindel als DFB-Präsident wird der größte Sportverband der Welt von Vize-Präsident Rainer Koch und von DFL-Chef Reinhard Rauball geleitet. Am 27. September soll auf dem DFB-Bundestag eine neue Führung gewählt werden. Ob dann auch der Name Marco Bode fällt?

Derweil beschäftigen Werder Bremen auch einige andere Personalien: Wechselt Alvaro Tejero zu Werder? Der Rechtsverteidiger hat in Spanien den Aufstieg in die erste Liga verpasst. Auch bei einem Torwart kommt Bewegung in einen Wechsel: Michael Zetterer war auf der Geschäftsstelle, der Wechsel zu PEC Zwolle steht bevor.

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