Marco Bode, Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen, ist sich bewusst, dass die Saisonanalyse der Grün-Weißen auch Kritik auf den Plan rufen wird.
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Marco Bode, Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen, ist sich bewusst, dass die Saisonanalyse der Grün-Weißen auch Kritik auf den Plan rufen wird.

Keine personellen Konsequenzen

Nach Saisonanalyse: Werder-Aufsichtsratsboss Marco Bode rechnet mit Kritik

Bremen - Gut möglich, dass er sich diesen Satz vorher zurecht gelegt hatte. Vielleicht ist er ihm auf dem Podium aber auch spontan in den Sinn gekommen - sei's drum. Die große Saisonbilanz-Pressekonferenz des SV Werder Bremen war am Freitagmittag jedenfalls noch keine zehn Minuten alt, als sie von Marco Bode eine Überschrift verpasst bekam: „Werder muss auch Werder bleiben.“

Genau das hatte der Verein in den Tagen zuvor, während der zahlreichen Diskussionen in den zahlreichen Gremien, getan: Er war sich selbst treu geblieben. Konsequenter, vielleicht sogar trotziger als jemals zuvor. Große personelle Veränderungen? Nach außen hin sichtbare Konsequenzen? All das förderte die große Analyse der zweitschlechtesten Saison der Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen eben nicht zutage. Und Marco Bode, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, ist durchaus bewusst, dass es dafür Kritik geben wird.

„Uns ist klar, dass wir all diejenigen, die denken, es gibt nur die beiden Extreme ,Weiter so' und ,Es müssen Köpfe rollen' nicht glücklich machen mit unserer Entscheidung“, sagte der Ex-Profi - und betonte: „Wir denken aber nicht so.“ Werder Bremen sei vollkommen bewusst, „dass wir uns verändern müssen“, sagte Bode und verwies andererseits darauf, wie wichtig es sei, bei den Werten, bei der Philosophie des Vereins zu bleiben. Es folgte besagter Satz: „Werder muss auch Werder bleiben.“

Werder Bremen-Boss Marco Bode: „Gab zu keinem Zeitpunkt eine Abstimmung über Florian Kohfeldt“

Während der dreitägigen Saisonanalyse waren Marco Bode und der restliche Aufsichtsrat permanent in die Gespräche eingebunden, begleiteten den Prozess hautnah. „Auch wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass wir mit diesem Team weitermachen wollen“, erklärte Bode und meinte damit Sportchef Frank Baumann und Trainer Florian Kohfeldt. Kontroverse Diskussionen habe es zwar gegeben, „aber zu keinem Zeitpunkt gab es im Aufsichtsrat eine Abstimmung über Florian“, stellte Bode klar. Er fragte: „Da wir schon während der Saison immer wieder zu der Überzeugung gekommen sind, dass Florian der Richtige ist, warum sollten wir jetzt, wo wir es geschafft haben, plötzlich anderer Meinung sein?“

Natürlich ist auch Bode nicht entgangen, dass der Klassenerhalt des SV Werder Bremen am Ende nur mit „sehr viel Glück, sehr viel Zusammenhalt und der Hilfe von Union Berlin“ erreicht wurde. Trotzdem blickt der 50-Jährige optimistisch in die Zukunft: „Wir sind selbstbewusst genug, um zu sagen, dass wir es nächstes Jahr besser machen können.“ (dco)

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