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Marco Friedl glaubt an eine Fortsetzung des positiven Trends beim SV Werder Bremen

Friedl schon mit 14 Einsätzen diese Saison

Marco Friedl - als Aushilfe bei Werder ein Dauerbrenner

Bremen – Die Bilder nach dem Crash sind noch sehr präsent bei Marco Friedl. Der neue Werder-Teamkollege Kevin Vogt am Boden, bewusstlos, Ärzte um ihn herum, dann der Abtransport auf einer Trage und mit einer Halskrause. „Das sah alles ziemlich schlimm aus“, sagt Friedl, „so wie ich Kevin da auf dem Platz habe liegen sehen, habe ich gedacht, dass ihm bestimmt eine längere Pause droht.“

Doch Kevin Vogt kam mit einer Gehirnerschütterung davon, Werder Bremen lässt bis zu den abschließenden Tests am Donnerstag offen, ob der Innenverteidiger am Sonntag gegen 1899 Hoffenheim nicht doch auflaufen kann.

Marco Friedl hat sich selbst einen Eindruck vom Zustand des neuen Mitspielers verschaffen können. Am Dienstag war Kevin Vogt in der Werder-Teamkabine und hat zumindest nicht verzagt gewirkt. „Natürlich will er gerne spielen, Hoffenheim ist sein Ex-Club. Aber wir müssen abwarten, wie sich die Dinge entwickeln“, sagt der Österreicher und verdeutlicht, wie wichtig es wäre, dass die in Düsseldorf ohne Gegentor gebliebene Dreierkette im gelb-rot-gesperrten Niklas Moisander nur einen und nicht gleich zwei ihrer Mitglieder verliert.

Friedl: „In Düsseldorf hatten wir drei erfahrene Innenverteidiger mit hoher individueller Qualität hinten drin. Das war ein gutes Gefühl. Du weißt einfach, dass sie da sind. Die Flanken sind von beiden Seiten in unseren Strafraum geflogen, aber sie haben alles geklärt. Auch deshalb haben wir zu null gespielt.“

Werder Bremen: Marco Friedl als Ersatzmann von Ludwig Augustinsson quasi Stammspieler

Das war neu und das Kontrastprogramm zu den 41 kassierten Hinrundentreffern. In der Abwehr des SV Werder Bremen ist Marco Friedl als linker Verteidiger schon so etwas wie ein Dauerbrenner in der Defensive. Auf 14 Saisoneinsätze kommt er bislang – als Feldspieler haben nur Davy Klaassen (18), Maximilian Eggestein (17) und Theo Gebre Selassie (15) mehr zu bieten. Eigentlich ist der 21-Jährige damit ganz klar eine Stammkraft. Doch im Bewusstsein der meisten bleibt Friedl eben doch nur der Mann, der (den mittlerweile zum dritten Mal verletzten) Ludwig Augustinsson vertritt. 

Dass Friedl so gesehen wird, hat auch damit zu tun, dass Coach Florian Kohfeldt den ehemaligen Bayern-Profi nach dessen fester Verpflichtung im Sommer in der Innenverteidigung verortet hatte. Obwohl dort auch reihenweise die Kandidaten ausfielen und aktuell gerade wieder ausfallen, wird Friedl mangels weiterer Alternativen aber außen mehr gebraucht und spielt nicht auf seiner favorisierten Position. Darüber könnte er lamentieren, macht es aber nicht: „Für mich zählt einfach nur jede Spielminute. Und für meine Zukunft ist es bestimmt nicht schlecht, flexibel zu sein“, sagt er.

Marco Friedl glaubt an Fortsetzung des positiven Trends bei Werder Bremen

Ob er am Sonntag gegen Hoffenheim der Linksverteidiger in einem 4-3-3 oder der Linksaußen in einem 3-5-2 sein wird, weiß er selbst noch nicht. Es ist ihm auch egal. Er spielt, was er spielen soll. Mal gelingt das gut, mal weniger gut, meistens bewegt sich Marco Friedl im Mittelmaß. Vermutlich wird Sebastian Langkamp sein neuer Nebenmann, eventuell aber Christian Groß. Wie auch immer – Friedl glaubt trotz des Umbaus der Abwehrkette an eine Fortsetzung des gegen Düsseldorf gesetzten Trends: „ Es ist zwar schade, dass wir mit dem Aufwind des letzten Spiels wieder etwas umstellen müssen. Aber ich mache mir da überhaupt keine Sorgen, wir haben eine gute Mannschaft.“

Die ihre Qualität allerdings gut zu verstecken wusste. Speziell im Hinrundenausklang mit den Pleiten gegen Paderborn, Mainz und Köln – drei direkte Konkurrenten. Düsseldorf war Gegner Nummer vier aus dieser Kategorie, und endlich gelang Werder Bremen ein Sieg. Warum? Marco Friedl hat es so empfunden: „Diesmal haben wir – anders als im Dezember – den Sieg einen Tick mehr gewollt als der Gegner.“ 

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