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Beim 2:2 gegen Borussia Dortmund bejubele Marco Friedl von Werder Bremen sein erstes Tor in der Bundesliga.

Werder Bremen holt 2:2 beim BVB

Marco Friedl köpft sich als falscher Moisander zum ersten Bundesliga-Tor

Dortmund – Das Drehbuch war bekannt, die Szene erprobt. Nur die Hauptdarsteller, die waren eigentlich nicht die richtigen. Am Ende aber doch. Denn wie Josh Sargent und Marco Friedl in Koproduktion das 2:2 vom SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund erzielten, war zwar einstudiert. Ausgedacht hatte sich das Bremer Trainerteam die Variante jedoch für Yuya Osako und Niklas Moisander.

Der eine geht dem Eckball entgegen, verlängert per Kopf auf den langen Pfosten, wo der andere lauert und vollstreckt. „Hat gut geklappt“, grinste Coach Florian Kohfeldt vom SV Werder Bremen, „Josh hat am ersten Pfosten halt den Yuya gemacht und Marco den Niklas.“

So kam Marco Friedl zu seinem ersten Bundesliga-Tor – und weil das auch noch ein ziemlich wichtiges war, präsentierte sich der Österreicher nach dem Spiel extrem glücklich. „Es ist auf jeden Fall ein besonderer Tag in meiner Karriere. Für jeden Spieler ist der Tag seines ersten Bundesliga-Tores ein besonderer. Es ist schön, dass ich der Mannschaft damit helfen konnte“, sagte der 21-Jährige, der auffällig darum bemüht war, nicht sich in den Mittelpunkt zu stellen, sondern das Team.

SV Werder Bremen: Marco Friedl will seiner Mama wohl sein Trikot schenken

Doch das konnte nicht funktionieren, schließlich war sein Tor-Debüt das Thema. Frage also: Was passiert mit dem Trikot? „Ich werde es auf jeden Fall behalten“, erklärte er und kündigte an, dass „die Mama“ es vielleicht bekommen wird. Aber: „Erstmal abwarten, wie sie drauf ist...“ Friedl lachte dazu.

Als er zum Jubel abdrehte, nachdem er den Ball aus wenigen Metern per Kopf über die Linie gedrückt hatte, lief der Linksverteidiger genau auf die Werder-Kurve mit 8.500 Fans dazu. Die Ekstase dort war ungefähr so groß wie die Ekstase bei Marco Friedl. „Er ist beim Jubel ja so hoch gesprungen, dass er in den letzten fünf Minuten Krämpfe bekommen hat“, scherzte Coach Florian Kohfeldt.

Werder Bremen gegen den BVB: Marco Friedl steht da, „wo ein Stürmer stehen muss“

Er sah in Friedls Treffer die Belohnung für eine konstante Entwicklung: „Man sieht: So langsam kriegt er auch Souveränität in sein Spiel.“ Außerdem habe der ehemalige Bayern-Profi großen Worten auch Taten folgen lassen. Kohfeldt: „Vor der Saison zu erzählen, mehr Spielzeit haben zu wollen, ist das eine. Aber dann trägst du plötzlich wirklich die Verantwortung und spielst immer. Da hat er schon ein, zwei Wochen gebraucht, um die Souveränität zu bekommen.“

Weil in der Abwehr ein Spieler nach dem anderen ausgefallen ist, spielt Marco Friedl seit Wochen auf der linken Seite. Dabei war eigentlich die Innenverteidigung sein Ziel. Aber egal. Zur Not würde er wohl auch Stürmer spielen. „Das kann er ja. Marco wurde ja erst in der U17 umgeschult“, sagte Sportchef Frank Baumann nach dem 2:2 von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. Kollege und Freund Maxi Eggestein attestierte Friedl zudem, da gestanden zu haben, „wo ein Stürmer stehen muss“. Stimmt, meinte der Torschütze: „Der Ball ist mir ganz gut auf den Kopf gefallen.“

Fotostrecke: Rashica und Friedl treffen - Werder holt einen Punkt

Werder Bremen gegen Borussia Dortmund
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund © dpa
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund © gumzmedia
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Dass es Maxi Eggestein aktuell nicht ins von Ausfällen und Nachnomnierungen geprägte Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw geschafft hat, erregt bei Werder Bremen zwar nicht die Gemüter, aber nach Sportchef Frank Baumann hat sich auch Coach Kohfeldt klar pro Eggestein positioniert.

Ein ganz starkes Quartett und viele Kämpfer - Einzelkritik und Noten zum 2:2 von Werder Bremen gegen den BVB. Während die Bremer mit den Ergebnis hochzufrieden sind, wird bei den Dortmundern gemotzt. BVB-Keeper Roman Bürki: „Nicht wie Männer gespielt“ - die Stimmen zum Spiel. Kein neuer Verletzter? Von wegen! Sebastian Langkamp von Werder Bremen fiel mit einer neuen Blessur für das Spiel gegen den BVB aus und Claudio Pizarro beendete am Sonntag nach dem Spiel gegen den BVB verletzt das Werder-Training der Ersatzsspieler.

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